Es war die 75. Minute in Düsseldorf beim Spiel zwischen Fortuna und dem FC Bayern: Manuel Neuer machte sich auf den Weg aus seinem Tor, um eine Flanke der Düsseldorfer abzuwehren. Auf halbem Weg merkte er, dass er den Ball nicht erreichen konnte und stand dann etwas verloren mitten in seinem Strafraum. Die Szene blieb folgenlos, weil Dante den Ball wegköpfte, aber es war eine Szene, die viel sagte über dieses Spiel.
Es war nämlich der einzige Moment während der 90 Minuten, in dem man das Gefühl hatte, dass der FC Bayern die Situation auf dem Rasen nicht vollkommen im Griff hat.
Der "Patzer" von Neuer blieb folgenlos und letztlich stand am Ende ein hochverdientes 5:0 und die Erkenntnis, dass der FC Bayern die Liga derzeit ernst nimmt und sie aufgrund der individuellen Klasse fast mühelos beherrscht.
Hungrige Bayern im Herbsthoch
Wie auch letztes Jahr zur Mitte der Hinrunde ist der FCB in einer Verfassung, in der man, wenn man ernst macht, jeden Gegner in der Liga dominieren kann.
Fortuna Düsseldorf war dabei sicher nicht der stärkste Gegner, aber die Hinrunde, die die Mannschaft von Norbert Meier bisher hingelegt hat, ist aller Ehren wert. Bis zum Spiel gegen die Bayern hatte Düsseldorf immerhin nur drei Gegentore hinnehmen müssen.
Das zeigt, das vieles richtig gemacht wurde und die Fortuna nicht gerade Fallobst in dieser Liga ist, auch wenn der geneigte Fan das beim Blick auf das Ergebnis vermuten könnte.
Düsseldorf ohne Mittel gegen zielstrebige Bayern
An diesem Tag war Düsseldorf nicht gut genug, um den Bayern Paroli zu bieten. Sie ließen den Bayern zuviel Platz und kamen mit den ständigen Rochaden der Offensivkräften nie zurecht.
Dadurch ergaben sich Räume, die von den Bayern eiskalt ausgenutzt wurden. Die Münchener Tore waren allesamt wunderschön herausgespielt und Düsseldorf war mit dem 0:5 noch gut bedient.
Was mich sehr gefreut hat, war das Comeback von David Alaba, der zuvor zwei Monate verletzt war. In der 70. Minute wurde er gegen Düsseldorf eingewechselt, nachdem er unter der Woche bei seinem Comeback die österreichische Nationalmannschaft fast alleine zum Sieg schoss.
Nach seiner Einwechslung zeigte er, dass er (fit) auf der linken Abwehrseite absolut alternativlos ist.
Alaba mit dritter Torvorlage in 110 Minuten
Holger Badstuber machte gegen Düsseldorf kein schlechtes Spiel, das beileibe nicht. Aber es war eindrucksvoll zu sehen, wie sehr die linke Seite mit Alaba belebt wurde. Eine Achse mit Ribery und Alaba ist offensiv deutlich gefährlicher als mit Badstuber.
Alaba schlägt Flanken, kommt mit Tempo, geht in Dribblings und kann in Eins-gegen-Eins Situationen jederzeit etwas Überraschendes starten. Alles Qualiäten, die ich von Badstuber auf dieser Position nicht gesehen habe.
Die Vorarbeit zum 4:0 durch Thomas Müller untermauerte eindrucksvoll Alabas Stärken. Badstuber tendiert dagegen häufig zum Rück- oder Querpass und überlässt die Offensive Ribery. Das soll keine Herabsetzung von Badstuber sein, er hat zweifelsohne seine Fähigkeiten, aber sie liegen in der Defensive.
Zielsicherer Gustavo sticht Schweinsteiger und Martinez aus
Luiz Gustavo war für mich ebenfalls wieder einer der Stärksten auf Seiten des FC Bayern. Deutlich defensiver als Nebenmann Schweinsteiger, holte sich Gustavo zahlreiche Bälle von den Innenverteidigern und bediente sicher und zuverlässig seine Vorderleute.
Noch vor Bastian Schweinsteiger war er für mich der dominante Spieler im Zentrum und krönte seinen starken Auftritt mit seinem dritten Saisontor in der Bundesliga.
Die Bayern lieferten über 90 Minuten ein astreines und kontrolliertes Spiel ab. In der Offensive zielstrebig, viel mit vertikalen schnörkellosen Pässen agierend, in der Defensive geschlossen und zweikampfstark, es gab kaum etwas zu meckern.
Heynckes lobt "beste Saisonleistung"
Auch Jupp Heynckes sah, laut eigener Aussage, beim achten Saisonsieg die stärksten Bayern dieser Saison. Wenn man der Statistik glauben schenken darf, was man in diesem Fall als Bayern-Fan gerne tut, ist der FC Bayern durch den neuen Startrekord schon so gut wie deutscher Meister.
Zwölf Punkte liegt Bayern vor Borussia Dortmund, fünf Punkte beträgt der Abstand auf Eintracht Frankfurt auf Platz zwei. Laut Uli Hoeneß ist ja eben dieser Abstand zwischen Platz eins und zwei der einzige, der ihn interessiert. Recht hat der Mann!
Wenn der FC Bayern so weiter macht, wird es jedenfalls eine langweilige Saison werden. Aber nach den Ereignissen der letzten Saison kann man an der Säbenerstraße mit Langeweile gut leben.
Dienstag, 23. Oktober 2012
Samstag, 6. Oktober 2012
Harmlose Hoffenheimer und Betriebsunfall gegen BATE
Der Mann der Woche beim FC Bayern heißt ohne Zweifel Franck Ribery. Zunächst sein erstes Saisontor gegen BATE Borissow und anschließend sorgte er am Wochenende für den ungefährdeten Sieg gegen Hoffenheim.
Mit seinen Bundesliga-Treffern 44 und 45 überholte König Franck sogar den Kaiser höchstpersönlich. Dessen Groll darüber wird sich aber in Grenzen halten, sorgte der Franzose doch dafür, dass das 1:3 unter der Woche erst einmal keine weiteren Wellen schlagen wird.
König Franck überholt den Kaiser
Gegen Hoffenheim präsentierten sich die unter der Woche kritisierten Toni Kroos und Bastian Schweinsteiger mit starken Leistungen. Schweinsteiger (111) und Kroos (94) hatten die meisten Ballkontakte auf dem Feld und lenkten das Spiel im Mittelfeld, während sich Javi Martínez vor allem der Absicherung der beiden widmete.
Kroos hatte außerdem nach Ribery die meisten Torschüsse, bereitete zudem das 2-0 vor, als er selbst zunächst ein Luftloch fabrizierte, aber dann schnell schaltete und den Franzosen bediente.
Kroos und Schweinsteiger dominieren harmlose Hoffenheimer
Martínez zeigte die eine oder andere Unsicherheit, gewann aber die meisten Zweikämpfe aller Akteure (19). Kurz vor Schluss verpasste er nur knapp das 3-0. Dass er sich danach am Pfosten abreagierte, zeigt wie sehr sich Martínez unter Druck setzt.
21 Punkte und alles wieder in Butter also? Aber gab es überhaupt Probleme? Ja, durchaus.
Die Presse stürzte sich nach dem 1:3 bei BATE ja mit Wonne auf den vermeintlichen Zwist zwischen Matthias Sammer und Jupp Heynckes. Dabei gab es eigentlich sehr viel mehr über das Spiel zu sprechen, denn da zeigte der FC Bayern so einige Schwächen.
BATE Borrisow nutzt die FCB-Schwächen eiskalt aus
Schwache Außenverteidiger. Schwache Chancenverwertung. Schlechtes Umschaltspiel in die Defensive und dazu ein Gegner, der taktisch hervorragend eingestellt und bissig genug war, um diese Schwächen eiskalt auszunutzen.
Die Niederlage war für mich nicht unglücklich, sondern folgerichtig.
Bis auf das Spiel gegen Fürth hat Bayern für mich bisher in keinem Auswärtsspiel wirklich überzeugt. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ein Gegner kommt, der gut genug ist die Schwächen des FC Bayern auszunutzen.
Die Spieler nehmen die Champions League ernst - nicht erst jetzt
Diese Niederlage ist jedoch kein Weltuntergang. Und auch kein Hallo-Wach-Erlebnis. Auch wenn der FC Bayern teilweise schon ins Achtelfinale geschrieben wurde - zumal nach dem Auftaktsieg gegen Valencia - ist das immernoch die Champions League. Da muss man jeden Gegner ernst nehmen und ich denke das tut man beim FC Bayern.
Jetzt hoffe ich, dass sich unsere Verletzten (David Alaba, Mario Gomez, Arjen Robben) in der Länderspielpause erholen und wir anschließend da weitermachen, wo wir aufgehört haben.
Vor allem auf die Rückkehr von David Alaba freue ich mich persönlich sehr.
Die Länderspielpause kommt gerade recht für Alaba und Gomez
Holger Badstuber in Ehren, aber man sieht ihm derzeit an, dass er sich selbst nicht als Außenverteidiger sieht. Borissow ausgenommen macht er zwar nicht viele Fehler, aber ein Alaba setzt sicher deutlich mehr offensive Akzente undmacht damit Ribery vielleicht noch ein Stück besser.
Wer mir übrigens gegen Hoffenheim garnicht gefallen hat: Mario Mandzukic. Nicht nur, dass er Thomas Müller in Häflte eins ummähte. Der Kroate wirkte in den letzten Spielen wie ein Fremdkörper im Angriff und längst nicht mehr so lauffreudig wie zu Beginn der Saison.
Die genaue Rückkehr von Mario Gomez steht zwar noch in den Sternen, aber ich freue mich schon jetzt, wenn unser bester Torschütze der letzten Saison wieder eingreifen kann.
Mit seinen Bundesliga-Treffern 44 und 45 überholte König Franck sogar den Kaiser höchstpersönlich. Dessen Groll darüber wird sich aber in Grenzen halten, sorgte der Franzose doch dafür, dass das 1:3 unter der Woche erst einmal keine weiteren Wellen schlagen wird.
König Franck überholt den Kaiser
Gegen Hoffenheim präsentierten sich die unter der Woche kritisierten Toni Kroos und Bastian Schweinsteiger mit starken Leistungen. Schweinsteiger (111) und Kroos (94) hatten die meisten Ballkontakte auf dem Feld und lenkten das Spiel im Mittelfeld, während sich Javi Martínez vor allem der Absicherung der beiden widmete.
Kroos hatte außerdem nach Ribery die meisten Torschüsse, bereitete zudem das 2-0 vor, als er selbst zunächst ein Luftloch fabrizierte, aber dann schnell schaltete und den Franzosen bediente.
Kroos und Schweinsteiger dominieren harmlose Hoffenheimer
Martínez zeigte die eine oder andere Unsicherheit, gewann aber die meisten Zweikämpfe aller Akteure (19). Kurz vor Schluss verpasste er nur knapp das 3-0. Dass er sich danach am Pfosten abreagierte, zeigt wie sehr sich Martínez unter Druck setzt.
21 Punkte und alles wieder in Butter also? Aber gab es überhaupt Probleme? Ja, durchaus.
Die Presse stürzte sich nach dem 1:3 bei BATE ja mit Wonne auf den vermeintlichen Zwist zwischen Matthias Sammer und Jupp Heynckes. Dabei gab es eigentlich sehr viel mehr über das Spiel zu sprechen, denn da zeigte der FC Bayern so einige Schwächen.
BATE Borrisow nutzt die FCB-Schwächen eiskalt aus
Schwache Außenverteidiger. Schwache Chancenverwertung. Schlechtes Umschaltspiel in die Defensive und dazu ein Gegner, der taktisch hervorragend eingestellt und bissig genug war, um diese Schwächen eiskalt auszunutzen.
Die Niederlage war für mich nicht unglücklich, sondern folgerichtig.
Bis auf das Spiel gegen Fürth hat Bayern für mich bisher in keinem Auswärtsspiel wirklich überzeugt. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ein Gegner kommt, der gut genug ist die Schwächen des FC Bayern auszunutzen.
Die Spieler nehmen die Champions League ernst - nicht erst jetzt
Diese Niederlage ist jedoch kein Weltuntergang. Und auch kein Hallo-Wach-Erlebnis. Auch wenn der FC Bayern teilweise schon ins Achtelfinale geschrieben wurde - zumal nach dem Auftaktsieg gegen Valencia - ist das immernoch die Champions League. Da muss man jeden Gegner ernst nehmen und ich denke das tut man beim FC Bayern.
Jetzt hoffe ich, dass sich unsere Verletzten (David Alaba, Mario Gomez, Arjen Robben) in der Länderspielpause erholen und wir anschließend da weitermachen, wo wir aufgehört haben.
Vor allem auf die Rückkehr von David Alaba freue ich mich persönlich sehr.
Die Länderspielpause kommt gerade recht für Alaba und Gomez
Holger Badstuber in Ehren, aber man sieht ihm derzeit an, dass er sich selbst nicht als Außenverteidiger sieht. Borissow ausgenommen macht er zwar nicht viele Fehler, aber ein Alaba setzt sicher deutlich mehr offensive Akzente undmacht damit Ribery vielleicht noch ein Stück besser.
Wer mir übrigens gegen Hoffenheim garnicht gefallen hat: Mario Mandzukic. Nicht nur, dass er Thomas Müller in Häflte eins ummähte. Der Kroate wirkte in den letzten Spielen wie ein Fremdkörper im Angriff und längst nicht mehr so lauffreudig wie zu Beginn der Saison.
Die genaue Rückkehr von Mario Gomez steht zwar noch in den Sternen, aber ich freue mich schon jetzt, wenn unser bester Torschütze der letzten Saison wieder eingreifen kann.
Dienstag, 2. Oktober 2012
Rekorde interessieren mich nicht
Is' so.
An der Säbenerstraße sieht man das ähnlich.
Startrekord eingestellt. Torrekord aufgestellt. Bester Saisonstart aller Zeiten. Interessiert mich nicht. Vielleicht sogar der beste FC Bayern aller Zeiten. Aber wie misst man das überhaupt?
Rekorde sind für'n Arsch. Nichts wert. Vergänglich. Die Halbwertszeit von Rekorden in der heutigen Zeit ist in den meisten Sportarten auf wenige Monate zusammengeschrumpft. Rekorde für die Ewigkeit? Vielleicht in der Schreibe sensationslüsterner Journalisten.
Auch letzte Saison haben in der Hinrunde alle über Rekorde geschrieben. Gegentor-Rekord in Reichweite. Möglicherweise die beste Bayern-Hinrunde aller Zeiten. Beste Saison aller Zeiten vielleicht sogar. Was ist am Ende davon übriggeblieben? Richtig, nichts.
Rekorde sind vergänglich.
Es gibt nur wenige, über die heute noch gesprochen wird. Und auch das meist nur dann, wenn die Möglichkeit besteht, dass der Rekord gebrochen wird. Die Jagd nach Rekorden, ein schönes Medienthema.
Aber der FC Bayern jagt nicht Rekorde, der FC Bayern jagt Titel. Nicht Rekorde machen große Mannschaften unsterblich, sondern die Titel, die sie gewinnen.
Wen interessiert am Ende der Saison noch, wie der FC Bayern am 6. Spieltag in Bremen gespielt hat. Ob es ein schönes Spiel war. Ob es ein verdienter Sieg war. Richtig, niemanden.
Was zählt sind Siege. Was zählt sind Punkte. Was zählt sind Titel.
Dieses Jahr ist nicht die "Road to Munich" das Ziel. Und auch nicht die "Road to London". Es sind Titel.
Und Rekorde und Titel - das eint die beiden Dinge - erreicht man nur langsam und Schritt für Schritt.
In diesem Sinne. Auf nach Borissow.
An der Säbenerstraße sieht man das ähnlich.
Startrekord eingestellt. Torrekord aufgestellt. Bester Saisonstart aller Zeiten. Interessiert mich nicht. Vielleicht sogar der beste FC Bayern aller Zeiten. Aber wie misst man das überhaupt?
Rekorde sind für'n Arsch. Nichts wert. Vergänglich. Die Halbwertszeit von Rekorden in der heutigen Zeit ist in den meisten Sportarten auf wenige Monate zusammengeschrumpft. Rekorde für die Ewigkeit? Vielleicht in der Schreibe sensationslüsterner Journalisten.
Auch letzte Saison haben in der Hinrunde alle über Rekorde geschrieben. Gegentor-Rekord in Reichweite. Möglicherweise die beste Bayern-Hinrunde aller Zeiten. Beste Saison aller Zeiten vielleicht sogar. Was ist am Ende davon übriggeblieben? Richtig, nichts.
Rekorde sind vergänglich.
Es gibt nur wenige, über die heute noch gesprochen wird. Und auch das meist nur dann, wenn die Möglichkeit besteht, dass der Rekord gebrochen wird. Die Jagd nach Rekorden, ein schönes Medienthema.
Aber der FC Bayern jagt nicht Rekorde, der FC Bayern jagt Titel. Nicht Rekorde machen große Mannschaften unsterblich, sondern die Titel, die sie gewinnen.
Wen interessiert am Ende der Saison noch, wie der FC Bayern am 6. Spieltag in Bremen gespielt hat. Ob es ein schönes Spiel war. Ob es ein verdienter Sieg war. Richtig, niemanden.
Was zählt sind Siege. Was zählt sind Punkte. Was zählt sind Titel.
Dieses Jahr ist nicht die "Road to Munich" das Ziel. Und auch nicht die "Road to London". Es sind Titel.
Und Rekorde und Titel - das eint die beiden Dinge - erreicht man nur langsam und Schritt für Schritt.
In diesem Sinne. Auf nach Borissow.
Samstag, 29. September 2012
Nicht schön, aber gut. Die 18-Punkte-Bayern.
Es waren Details, die dem FC Bayern in der vergangenen Saison gefehlt haben, um die ganz großen Ziele zu erreichen. Es waren Kleinigkeiten, die in den vergangenen Spielen gegen Borussia Dortmund den Ausschlag zu Gunsten der Dortmunder gaben. Und es sind Details, die in diesen Tagen und Wochen für den FC Bayern laufen und dafür sorgen, dass man mit 18 Punkten verlustpunktfrei an der Spitze der Liga steht.
Details wie die neu entdeckte Torriecher von Luiz Gustavo. Details wie der clever ausgespielte Konter vor dem 2-0. So gelang gegen Werder Bremen, trotz wenig ansprechender Leistung, letztlich ein souveräner 2-0 Erfolg und der neunte Erfolg im neunten Pflichtspiel der Saison.
Shaqiri und Mandzukic bringen Schwung
Die beiden eingewechselten Neuzugänge Xherdan Shaqiri und Mario Mandzukic hatten erneut großen Anteil am Erfolg, ebenso wie Luiz Gustavo, der offenbar an seinen offensiven Schwächen gearbeitet hat.
Mit seinem Tor zum erlösenden 1-0 zeigte Gustavo, dass er es nicht nur mit Gewalt, sondern auch mit ganz viel Gefühl kann. Die Gegenwehr der Bremer hielt sich dabei in gütigen Grenzen.
Sammer unzufrieden
Man darf sich jedoch nicht täuschen lassen. Wie ich auch schon nach dem Sieg auf Schalke war nicht alles so gut, wie es das Ergebnis vermuten lässt.
Das Spiel plätscherte vor allem in der ersten Hälfte vor sich hin. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel zumindest ereignisreicher. Auch Matthias Sammer bemerkte im SKY-Interview nach dem Spiel zu Recht, dass es bis zum 1-0 "zu wenig" und teilweise "lätschert" war, was der FC Bayern ablieferte.
Kroos und Müller mit Durchhängern
Bremen machte es defensiv über weite Strecken sehr gut, blieb jedoch im Umkehrschluss vorne weitgehend harmlos. Bayern schaffte es aufgrund des fehlenden Tempos in den Angriffsaktionen lange Zeit nicht den Bremer Abwehrriegel zu durchbrechen.
Vorallem Kroos und der unter der Woche erkrankte Müller schienen an diesem Tag nicht ganz auf der Höhe zu sein. Auch zwei gelbe Karten in der ersten Halbzeit - soviele wie bisher in der ganzen Saison insgesamt - sprechen dafür, dass in den Reihen der Bayern nicht alle hellwach waren.
40 Millionen für Martinez und Gustavos Zauber
Mit den Hereinnahmen von Shaqiri und Mandzukiv für Kroos und Claudio Pizarro änderte sich das jedoch. Das Spiel wurde schneller, beide Teams hatten Möglichkeiten in Führung zu gehen. Wie schon gegen Schalke waren es letztlich individuelle Geniestreiche, die den Ausschlag gaben.
Uli Hoeneß hatte ja jüngst im Interview mit 11Freunde bemerkt, dass 40 Millionen wohl etwas mehr Geld sind als Javi Martinez wert sei. Wenn man aber beobachtet, welchen Qualitätssprung Gustavo seit der Verpflichtung des Spaniers gemacht hat, dann scheint sie zumindest mir durchaus angemessen.
Details wie die neu entdeckte Torriecher von Luiz Gustavo. Details wie der clever ausgespielte Konter vor dem 2-0. So gelang gegen Werder Bremen, trotz wenig ansprechender Leistung, letztlich ein souveräner 2-0 Erfolg und der neunte Erfolg im neunten Pflichtspiel der Saison.
Shaqiri und Mandzukic bringen Schwung
Die beiden eingewechselten Neuzugänge Xherdan Shaqiri und Mario Mandzukic hatten erneut großen Anteil am Erfolg, ebenso wie Luiz Gustavo, der offenbar an seinen offensiven Schwächen gearbeitet hat.
Mit seinem Tor zum erlösenden 1-0 zeigte Gustavo, dass er es nicht nur mit Gewalt, sondern auch mit ganz viel Gefühl kann. Die Gegenwehr der Bremer hielt sich dabei in gütigen Grenzen.
Sammer unzufrieden
Man darf sich jedoch nicht täuschen lassen. Wie ich auch schon nach dem Sieg auf Schalke war nicht alles so gut, wie es das Ergebnis vermuten lässt.
Das Spiel plätscherte vor allem in der ersten Hälfte vor sich hin. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel zumindest ereignisreicher. Auch Matthias Sammer bemerkte im SKY-Interview nach dem Spiel zu Recht, dass es bis zum 1-0 "zu wenig" und teilweise "lätschert" war, was der FC Bayern ablieferte.
Kroos und Müller mit Durchhängern
Bremen machte es defensiv über weite Strecken sehr gut, blieb jedoch im Umkehrschluss vorne weitgehend harmlos. Bayern schaffte es aufgrund des fehlenden Tempos in den Angriffsaktionen lange Zeit nicht den Bremer Abwehrriegel zu durchbrechen.
Vorallem Kroos und der unter der Woche erkrankte Müller schienen an diesem Tag nicht ganz auf der Höhe zu sein. Auch zwei gelbe Karten in der ersten Halbzeit - soviele wie bisher in der ganzen Saison insgesamt - sprechen dafür, dass in den Reihen der Bayern nicht alle hellwach waren.
40 Millionen für Martinez und Gustavos Zauber
Mit den Hereinnahmen von Shaqiri und Mandzukiv für Kroos und Claudio Pizarro änderte sich das jedoch. Das Spiel wurde schneller, beide Teams hatten Möglichkeiten in Führung zu gehen. Wie schon gegen Schalke waren es letztlich individuelle Geniestreiche, die den Ausschlag gaben.
Uli Hoeneß hatte ja jüngst im Interview mit 11Freunde bemerkt, dass 40 Millionen wohl etwas mehr Geld sind als Javi Martinez wert sei. Wenn man aber beobachtet, welchen Qualitätssprung Gustavo seit der Verpflichtung des Spaniers gemacht hat, dann scheint sie zumindest mir durchaus angemessen.
Sonntag, 23. September 2012
Auf dem Teppich bleiben! Bayern besiegt Schalke
Den Angriff von Eintracht Frankfurt abgewehrt, das erste
„Spitzenspiel“ der Saison gewonnen, von allen Seiten regnet es Lob für die
„sehr souveräne“ Leistung des FC Bayern. Bei genauerer Betrachtung - und das ist übertrieben, denn eigentlich
musste man nicht einmal sehr genau hinsehen – war es der bisher schwächste
Auftritt der Bayern in dieser Saison.
Was im Nachhinein als Souveränität verkauft wird, war in
Wirklichkeit die simple Addition zweier Geniestreiche von Toni Kroos und Thomas
Müller und die Tatsache, dass der FC Schalke noch unkonzentrierter zu Werke
ging als die Bayern und sich nach dem 0:2 kampflos in sein Schicksal ergab.
Schalke und Bayern hinten chaotisch, vorne harmlos
Speziell in der ersten Hälfte sahen die Zuschauer ein an
Höhepunkten armes Spiel und das obwohl beide Teams in der Offensive teilweise
erschreckend viel Platz, sogar im gegnerischen Strafraum, hatten.
Es war ein Spiel mit offenem Visier, das jedoch
paradoxerweise dank der Harmlosigkeit der Sturmreihen kaum Highlights
hervorbrachte. Die Topstürmer Klaas-Jan Huntelaar und Mario Mandzukic spielten
beide unglücklich und konnten dem Spiel ihrer Mannschaften keine Akzente geben.
Kroos und Müller genial, Boateng, Lahm und Badstuber haarsträubend
Nach der Pause dann der Doppelschlag durch Müller und Kroos
und die Messe war gelesen. Vor allem im
zentralen Mittelfeld dominierte der FCB spätestens nach der Führung beinahe
nach Belieben. Das Dreieck Bastian Schweinsteiger, Luiz Gustavo und Kroos
gehörte erneut zu den Besten auf Seiten des FC Bayern.
Trotzdem leistete sich die Defensive des FC Bayern teils
haarsträubende Fehler. Der schlampige Pass von Philipp Lahm zu Jerome Boateng
und dessen missglückter Absatztrick im Anschluss, sowie der beinahe zum
Anschluss führende Ballverlust von Holger Badstuber kurz vor dem Abpfiff seien
hier nur exemplarisch genannt.
Rotator Heynckes mag keine Wechsel?
Es zeigte sich in diesem Spiel auch wieder, dass Jupp
Heynckes kein Freund von frühen Wechseln ist. Trotz schwacher Leistungen von
Müller und Mandzukic und namhaften Alternativen wie Xherdan Shaqiri oder
Claudio Pizarro wechselte Heynckes erneut sehr spät. Auch einen
verletzungsanfälligen Spieler wie Arjen Robben hätte man früher auswechseln und
dadurch vor eventuellen Frustfouls schützen können.
Letztlich ging alles gut und die ehrlichen Aussagen von
Müller nach dem Spiel sind positiv und möglicherweise ein Zeichen für die neue
Demut beim FC Bayern.
Montag, 3. September 2012
Die 18-Minuten-Krönung einer Sahnewoche
Das 6:1 gegen den VfB Stuttgart war die Krönung einer Woche, wie sie kaum besser hätte laufen können für den FC Bayern. Am Donnerstag die zufriedenstellend verlaufene Champions-League-Auslosung, am Freitag die Ankunft von Javier Martinez nach wochenlangem Tauziehen mit Athletic Bilbao und am Sonntag Abend die Verteidigung der Tabellenspitze in der Bundesliga.
Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison liegt der FCB zwei Punkte vor dem BVB. Hinzu kommt das deutlich bessere Torverhältnis, sodass der Meisterbalkon praktisch gebucht werden kann.
Gnadenlos effektive Bayern
Spaß beiseite. Es wäre ein Fehler dieses Ergebnis zu hoch zu bewerten. Sechs Punkte nach zwei Spielen sind genau das, was der FC Bayern von sich selbst erwartet, ebenso ein Heimsieg gegen den VfB. Zugegeben, die Art und Weise war hocherfreulich.
Der FC Bayern war an diesem Spieltag vorallem eines: gnadenlos effektiv. Nach der Führung der Stuttgarter brauchte der FCB gerade einmal 18 Minuten, um dem VfB sechs Tore einzuschenken. 13 Mal schoss der FCB dabei nur auf das Tor der Stuttgarter.
Die beiden schönsten Tore waren dabei von einer Art, wie man sie in letzter Zeit nicht sehr häufig zu sehen bekam. Toni Kroos und Luiz Gustavo zeigten mit ihren Toren nach Distanzschüssen, was auch gegen kompakter stehende Teams in den nächsten Spielen ein Mittel sein kann. Neben Arjen Robben gibt es nämlich eine ganze Reihe von Spielern in den Reihen des FCB, die über eine hervorragende Schusstechnik verfügen.
Gustavo glänzt vor den Augen von Martinez
Luiz Gustavo zeigte vor dem Hintergrund des Martinez-Transfers überhaupt eine bärenstarke Leistung. In Abwesenheit des erkrankten Arjen Robben lieferte auch Thomas Müller mit seinen beiden Toren Argumente für einen Platz in der Anfangsformation.
Wenn man etwas schlechtes an diesem Sieg finden will, dann die schläfrige Anfangsphase. Nur einer Weltklasse-Parade von Manuel Neuer gegen Martin Harnik war es zu verdanken, dass der VfB nicht bereits nach vier Minuten in Führung ging. Übrigens einer dieser Bälle, an die sich viele Leute nicht erinnern werden. In meinen Augen aber eine Chance, die auf der Welt nur ganz wenige Torhüter halten. Deshalb haben wir ihn.
Frustrierter Ibisevic "lellt" Boateng um
Bastian Schweinstieger und Mario Mandzukic habe ich persönlich, trotz ihrer Tore, nicht so stark gesehen, wie es vereinzelt zu lesen war. Toni Kroos hatte dem Spiel, bis zu seinem Tor, ebenfalls kaum Impulse gegeben, auch wenn Marcel Reif bereits nach 15 Minuten erkannt haben wollte, dass sich Kroos auf der "10" "sichtbar" wohl fühle. Naja, Schwamm drüber. Jedenfalls war das, was er nach seinem Tor zeigte, überzeugend.
Als das Spiel nach der klaren Führung der Bayern vor sich hin plätscherte, schwächte sich Stuttgart dann auch noch selber. Vedad Ibisevic sah nach einer Tätlichkeit gegen Jerome Boateng zu Recht die rote Karte, auch wenn Fredi Bobic dazu eine andere Meinung hatte. Im ersten Moment war für mich nicht ersichtlich, warum Boateng Gelb bekommt. Nach mehrmaligem Betrachten finde ich es aber okay. Den Schritt auf Ibisevic zu kann man durchaus als Provokation werten, was jedoch bei weitem keine Legitimation für das ist, was dann folgte.
Das Erntedankfest ist keine Meisterfeier, oder so...
Auch Javi Martinez durfte an seinem Geburtstag noch Bundesliga-Luft schnuppern. Es macht wirklich Spass die Vorfreude im Gesicht von Martinez zu sehen und wie er sichtlich erleichtert ist, endlich beim FC Bayern zu sein. Nur zu gut nachvollziehbar nach allem was passiert ist.
Es scheint alles gut zu laufen bisher, aber trotzdem ein Wort der Warnung: Auch letzte Saison sind wir gut und Dortmund schlecht gestartet. Was am Ende dabei rauskam, wissen wir alle.
Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison liegt der FCB zwei Punkte vor dem BVB. Hinzu kommt das deutlich bessere Torverhältnis, sodass der Meisterbalkon praktisch gebucht werden kann.
Gnadenlos effektive Bayern
Spaß beiseite. Es wäre ein Fehler dieses Ergebnis zu hoch zu bewerten. Sechs Punkte nach zwei Spielen sind genau das, was der FC Bayern von sich selbst erwartet, ebenso ein Heimsieg gegen den VfB. Zugegeben, die Art und Weise war hocherfreulich.
Der FC Bayern war an diesem Spieltag vorallem eines: gnadenlos effektiv. Nach der Führung der Stuttgarter brauchte der FCB gerade einmal 18 Minuten, um dem VfB sechs Tore einzuschenken. 13 Mal schoss der FCB dabei nur auf das Tor der Stuttgarter.
Die beiden schönsten Tore waren dabei von einer Art, wie man sie in letzter Zeit nicht sehr häufig zu sehen bekam. Toni Kroos und Luiz Gustavo zeigten mit ihren Toren nach Distanzschüssen, was auch gegen kompakter stehende Teams in den nächsten Spielen ein Mittel sein kann. Neben Arjen Robben gibt es nämlich eine ganze Reihe von Spielern in den Reihen des FCB, die über eine hervorragende Schusstechnik verfügen.
Gustavo glänzt vor den Augen von Martinez
Luiz Gustavo zeigte vor dem Hintergrund des Martinez-Transfers überhaupt eine bärenstarke Leistung. In Abwesenheit des erkrankten Arjen Robben lieferte auch Thomas Müller mit seinen beiden Toren Argumente für einen Platz in der Anfangsformation.
Wenn man etwas schlechtes an diesem Sieg finden will, dann die schläfrige Anfangsphase. Nur einer Weltklasse-Parade von Manuel Neuer gegen Martin Harnik war es zu verdanken, dass der VfB nicht bereits nach vier Minuten in Führung ging. Übrigens einer dieser Bälle, an die sich viele Leute nicht erinnern werden. In meinen Augen aber eine Chance, die auf der Welt nur ganz wenige Torhüter halten. Deshalb haben wir ihn.
Frustrierter Ibisevic "lellt" Boateng um
Bastian Schweinstieger und Mario Mandzukic habe ich persönlich, trotz ihrer Tore, nicht so stark gesehen, wie es vereinzelt zu lesen war. Toni Kroos hatte dem Spiel, bis zu seinem Tor, ebenfalls kaum Impulse gegeben, auch wenn Marcel Reif bereits nach 15 Minuten erkannt haben wollte, dass sich Kroos auf der "10" "sichtbar" wohl fühle. Naja, Schwamm drüber. Jedenfalls war das, was er nach seinem Tor zeigte, überzeugend.
Als das Spiel nach der klaren Führung der Bayern vor sich hin plätscherte, schwächte sich Stuttgart dann auch noch selber. Vedad Ibisevic sah nach einer Tätlichkeit gegen Jerome Boateng zu Recht die rote Karte, auch wenn Fredi Bobic dazu eine andere Meinung hatte. Im ersten Moment war für mich nicht ersichtlich, warum Boateng Gelb bekommt. Nach mehrmaligem Betrachten finde ich es aber okay. Den Schritt auf Ibisevic zu kann man durchaus als Provokation werten, was jedoch bei weitem keine Legitimation für das ist, was dann folgte.
Das Erntedankfest ist keine Meisterfeier, oder so...
Auch Javi Martinez durfte an seinem Geburtstag noch Bundesliga-Luft schnuppern. Es macht wirklich Spass die Vorfreude im Gesicht von Martinez zu sehen und wie er sichtlich erleichtert ist, endlich beim FC Bayern zu sein. Nur zu gut nachvollziehbar nach allem was passiert ist.
Es scheint alles gut zu laufen bisher, aber trotzdem ein Wort der Warnung: Auch letzte Saison sind wir gut und Dortmund schlecht gestartet. Was am Ende dabei rauskam, wissen wir alle.
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Donnerstag, 16. August 2012
Bad Hair Day und ein Panzer auf dem Abstellgleis. Die Verlierer der Vorbereitung
Weil der Sport auf einem binären Kode basiert, muss es
dort, wo es Gewinner gibt, auch immer Verlierer geben. Mit Dante, Emre Can und
Xherdan Shaqiri sind die Gewinner der Bayern-Vorbereitung bereits gefunden
(siehe hier). Für andere lief die Vorbereitung, aufgrund von Verletzungen
oder anderen Umständen, nicht optimal. Sie sind die Verlierer der Vorbereitung:
Mario Gomez - Der fleischgewordene Bad Hair Day
Nehmen wir uns mal spaßeshalber die Zeit und studieren ein
paar Zahlen. 26. So viele Tore erzielte Mario Gomez vergangene Saison in der
Bundesliga. 12. Seine Trefferzahl in der Champions League. 3. Die Treffer, die
er als zweitbester Torschütze der EM erzielte. Beeindruckende Zahlen und
trotzdem taucht Gomez in dieser Liste auf. Woran liegt das? Zum einen sicher
daran, dass der FC Bayern mit Mario Mandzukic in diesem Jahr eine echte
Alternative zu Gomez eingekauft hat. Zum anderen daran, dass Gomez trotz seiner
unbestreitbaren Torquote (127 Tore in 217 Bundesliga-Spielen) derzeit so sehr
in der Kritik steht wie kaum ein anderer. Und das nicht wegen seiner Haare.
Während der EM gab es eine (gutgemeinte?) Watschen von Mehmet Scholl und während der Vorbereitung legte Präsident Uli Hoeneß (gutgemeint?) nochmals gegen Gomez nach. Es ist zu spüren, dass die Kritik an dem sensiblen Gomez nicht spurlos vorübergeht. Zu allem Überfluss verletzte er sich in der Vorbereitung und fällt die ersten Spiele der Saison aus.
Während der EM gab es eine (gutgemeinte?) Watschen von Mehmet Scholl und während der Vorbereitung legte Präsident Uli Hoeneß (gutgemeint?) nochmals gegen Gomez nach. Es ist zu spüren, dass die Kritik an dem sensiblen Gomez nicht spurlos vorübergeht. Zu allem Überfluss verletzte er sich in der Vorbereitung und fällt die ersten Spiele der Saison aus.
Jerome Boateng – No home Jerome
Noch vor wenigen Wochen sah alles rosig aus für Jerome
Boateng. Gerade eben hatte er im Eröffnungsspiel der EM Cristiano Ronaldo
beinahe über die komplette Spielzeit an die Kette gelegt, ihn nicht zur Entfaltung
kommen lassen. Dafür gab es viel Lob und Anerkennung.
Wenige Wochen später droht dem sanften Riesen in der FCB-Verteidigung ein Stammplatz auf der Bank. Holger Badstuber ist gesetzt und im Vergleich zu Boateng überzeugte Neuzugang Dante mit konzentrierten und fehlerfreien Vorstellungen. Damit hat er im Moment klar die Nase vor Boateng, der auch vergangenes Jahr schon zu unbeständig in seinen Leistungen war, sich zu viele unnötige Fouls leistete und oftmals phlegmatisch wirkt.
Boatengs Vorteil ist zwar, dass er notfalls auch auf der rechten Abwehrseite spielen kann, aber dort ist bis auf weiteres Kapitän Philipp Lahm gesetzt. Kein Platz also für Jerome - es könnte eine frustrierende Saison werden für Boateng.
Wenige Wochen später droht dem sanften Riesen in der FCB-Verteidigung ein Stammplatz auf der Bank. Holger Badstuber ist gesetzt und im Vergleich zu Boateng überzeugte Neuzugang Dante mit konzentrierten und fehlerfreien Vorstellungen. Damit hat er im Moment klar die Nase vor Boateng, der auch vergangenes Jahr schon zu unbeständig in seinen Leistungen war, sich zu viele unnötige Fouls leistete und oftmals phlegmatisch wirkt.
Boatengs Vorteil ist zwar, dass er notfalls auch auf der rechten Abwehrseite spielen kann, aber dort ist bis auf weiteres Kapitän Philipp Lahm gesetzt. Kein Platz also für Jerome - es könnte eine frustrierende Saison werden für Boateng.
Anatolij Tymoschtschuk – Panzer auf dem Abstellgleis
Ob Javi Martinez nun kommt oder nicht, Anatolij Tymoschtschuk ist
derzeit in der Rangliste der defensiven Mittelfeldspieler höchstens die Nummer
drei. Weil Jupp Heynckes Luis Gustavo nach der Verletzung David Alabas
kurzzeitig auf der linken Abwehrseite spielen ließ, keimte Hoffnung auf bei Tymoschtschuk,
weil dadurch der defensive Part der Doppelsechs für ihn frei war. Nun plant
Heynckes aber scheinbar doch mit Emre Can als Alaba-Ersatz.
Für Tymoschtschuk bedeutet das, dass er nach den starken Leistungen Gustavos von einem Stammplatz derzeit so weit entfernt ist, wie die Ukraine vom WM-Finale. Sollte der FC Bayern Javi Martinez tatsächlich noch verpflichten, wonach es im Moment aussieht, ist sogar ein Abschied von Tymoschtschuk aus München möglich. Das liegt vor allem daran, dass er im Vergleich zu seinen Konkurrenten spielerisch zu wenig anzubieten hat.
Seine Defensivqualitäten sind unbestritten, aber im auf Dominanz ausgelegten System des FC Bayern genügt es eben nicht den Ball zu erobern. Hier haben Gustavo und Martinez die Nase eindeutig vor dem oft unbeweglich wirkenden Ukrainer.
Für Tymoschtschuk bedeutet das, dass er nach den starken Leistungen Gustavos von einem Stammplatz derzeit so weit entfernt ist, wie die Ukraine vom WM-Finale. Sollte der FC Bayern Javi Martinez tatsächlich noch verpflichten, wonach es im Moment aussieht, ist sogar ein Abschied von Tymoschtschuk aus München möglich. Das liegt vor allem daran, dass er im Vergleich zu seinen Konkurrenten spielerisch zu wenig anzubieten hat.
Seine Defensivqualitäten sind unbestritten, aber im auf Dominanz ausgelegten System des FC Bayern genügt es eben nicht den Ball zu erobern. Hier haben Gustavo und Martinez die Nase eindeutig vor dem oft unbeweglich wirkenden Ukrainer.
Ausblick: Javi Martinez und der FCB 2012/2013
Das waren die Verlierer der Vorbereitung. Sobald der Transfer von Javi Martinez in den nächsten Tagen als perfekt gemeldet wird, gibts einen genauen Blick auf die Personalie und den Kader des FCB in der kommenden Saison.
Michael Stricz
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