Der FC Bayern hat seine bis hierhin perfekte Saison gekrönt und ist Champions-League-Sieger 2013. Noch beschissener kann man diesen Blogbeitrag nicht beginnen, aber es fehlen mir schlicht die Worte, das gestern Erlebte adäquat einzuleiten.
Ich habe das große Glück, Fan einer Mannschaft zu sein, die in dieser Saison die Fähigkeiten und den Willen hat, ihre Beobachter wieder und wieder in Staunen zu versetzen. Der Triumph einer Mannschaft hat sich wohl selten so deutlich angekündigt wie dieser.
Borussia Dortmund hat es uns aber nicht leicht gemacht im Finale. Die erste halbe Stunde war es die schwarzgelbe Borussia, die uns mit ihrem mittlerweile berühmten Pressing den Wind aus den Segeln nahm und durchaus hätte in Führung gehen können. Taten sie aber nicht.
Wir befreiten uns und profitierten sicherlich davon, dass den BVB nach und nach die Kräfte verliesen. Nach 30 Minuten war die größte Drangphase vorbei, waren wir im Spiel. Nach der Halbzeit waren wir dann so dominant, wie ich es mir bereits vor dem Finale erhofft hatte.
Ich muss zugeben, ich habe den BVB unterschätzt. Es stimmt, dass es derzeit wohl keine andere Mannschaft auf der Welt schafft, uns an den Rande einer Niederlage zu bringen. Die erste halbe Stunde in Wembley war keine schlechte Leistung unsererseits, es war eine Konsequenz aus dem starken Spiel Dortmunds.
Und trotzdem sind wir am Ende der hochverdiente Sieger. Es war kein Glück, es war anhand des Spiels der wahrscheinlichste Ausgang.
Ja, es ist korrekt, Dante hätte bei seinem klaren Foul an Reus auch vom Platz fliegen können. Es ist aber auch Teil der Wahrheit, dass die erste Verwarnung für den Brasilianer nicht wirklich zwingend notwendig war.
Rizzoli bewies in dieser Situation Fingerspitzengefühl, wollte die vielzitierte "doppelte Bestrafung" in einem derart wichtigen Spiel nicht zu einem entscheidenden Faktor machen. Was ich nachvollziehbar und richtig finde, ebenso jedoch objektiv genug bin, zu erkennen, dass dies möglicherweise meiner rotweißen Vereinsbrille geschuldet ist.
Letztlich kann ich in diesem Spiel die Aufregung um den Schiedsrichter nicht nachvollziehen. Rizzoli hat für mich das getan, was der Leitsatz eines jeden Schiedsrichters in einem derart wichtigen Spiel sein sollte: das Spiel sauber halten, das ahnden, was geahndet werden muss und ansonsten zu versuchen, das Spielgeschehen nicht maßgeblich durch die eigenen Entscheidungen zu beeinflussen. Mit seiner ruhigen und guten Körpersprache trug er dazu bei, das Spiel ganz ohne viel Zutun unter Kontrolle zu halten.
Deshalb war es aus meiner Sicht auch richtig, Ribery nicht vom Platz zu stellen, wenngleich sich der Franzose mit seiner Dummheit gegen Lewandowski wieder einmal beinahe um den verdienten Lohn der in dieser Saison verrichteten Arbeit gebracht hätte.
Auf einer Skala von Losreißen bis Ellenbogenschlag verorte ich die Bewegung jedoch eher bei Ersterem und so sah es wohl Rizolli auch.
Apropos Lewandowski: Was sich unser (vielleicht) zukünftiger Stürmer gegen Boateng leistete, war für mich die hässlichste Szene des Abends (dahinter folgen Ribery und Boateng mit seiner Racheaktion gegen Subotic). Rizzoli und seine Assistenten haben die Szene wohl nicht gesehen, für die Bewertung des Tritts hätte es sonst keinen Spielraum gegeben.
Beide Mannschaften taten dem Italiener den Gefallen, sich vorrangig auf ihre spielerischen Mittel zu verlassen. Die Partie war umkämpft und höchst intensiv, dabei jedoch zu keinem Zeitpunkt überhart oder gar unfair (,die bereits angesprochenen Blackouts ausgenommen). Wann hat man das zum letzten Mal beispielweise in einem Clasico gesehen.
Dies ist sicher auch ein Verdienst der beiden Trainer und ein Ausdruck des Respekts, den beide Teams und deren Spieler voreinander haben. Jede Seite erkennt das vom Anderen Geleistete an und versucht den Vergleich sportlich zu entscheiden. Das kann man nicht hoch genug bewerten, wenn man bedenkt, was in diesem Finale alles auf dem Spiel stand.
Beste Bayern waren für mich Neuer, Martinez und Boateng. Dazu Robben in Hälfte zwei. Boateng gewann fast alle seine Zweikämpfe und war Hauptverantwortlicher auf Seiten der Bayern dafür, dass Lewandowski bis auf zwei Situationen in der ersten Halbzeit praktisch nicht stattfand. (Mir ist schleierhaft, wie man die Leistung des Nationalspielers als ernsthaftes Sportsportal mit einer 4 bewerten kann. Erklären kann ich mir das nur mit grundlegenden Ressentiments gegen die Spielweise Boatengs.) An diesem Tag war er gegenüber Dante der deutlich bessere Innenverteidiger.
Es ist schwer Enttäuschungen zu benennen an diesem Tag. Ich lehne mich jedoch, so denke ich, nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich den Herren Lahm, Schweinsteiger und Müller nicht gerade ihren besten Tag attestiere.
Auch Mario Mandzukic wirkte trotz seines Tores lange Zeit wie ein Fremdkörper im Spiel der Bayern. Lahm fiel vor allem in der dominanten Dortmunder Anfangsphase durch eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Fehlpässen auf, die in zwei Fällen jeweils Großchancen des BVB ermöglichten.
Schweinsteiger war, ebenso wie Bender auf der anderen Seite, lange Zeit praktisch unsichtbar. Da ist es von Vorteil, dass wir mittlerweile noch einen defensiven Mittelfeldspieler von absoluter Weltklasse in unseren Reihen haben. Javi Martinez war es, der nach 25 Minuten begann, das Zepter im Mittelfeld an sich zu reissen.
Wenn der Spanier weiter solche Spiele abliefert, müssen sich nicht nur die Gegner der Bayern warm anziehen. Auch Xabi Alonso und Sergio Busquets dürften am Samstag eine unruhige Nacht gehabt haben, nachdem sie gesehen hatten, wie ihr Konkurrent in der Nationalmannschaft die Dortmunder Offensivspieler reihenweise abkochte.
Sicherlich ein Highlight, wie Martinez in der 36. Minute zuerst Marco Reus am eigenen Strafraum den Ball abluchste und anschließend von Reus und Kuba bedrängt, mit einem Hackentrick die beiden Dortmunder ins Leere laufen ließ. Dass Martinez dann mit einem Pass auf Schweinsteiger auch noch einen vielversprechenden Konter einleitete, war das Sahnehäubchen der in Sekunden komprimiert präsentierten Genialität des Spaniers.
Manuel Neuer natürlich nicht zu vergessen! Während seine Kollegen eine gute halbe Stunde benötigten, um sich in dieses Finale hineinzuspielen, hatte Neuer bereits mit 37 verschiedenen Körperteilen den Rückstand verhindert. Ob per Fußreflex gegen Kuba, im Eins gegen Eins mit vollem Körpereinsatz gegen Lewandowski oder klassisch per Hand gegen Bender und Reus. Bezeichnend, dass ein Elfmeter herhalten musste, um den besten Torwart an diesem Abend zu überwinden.
Und dieser Titel war nicht leicht zu erringen, da auch sein Gegenüber, Roman Weidenfeller, mehrmals seine Klasse auf der Linie demonstrieren durfte.
Letztlich endete das Spiel, wie es sich Arjen Robben wohl seit einem Jahr jeden Abend vor dem Einschlafen herbeigeredet hatte. Der Mann für die großen Spiele entschied wieder einmal ein großes Spiel, vielleicht das größte überhaupt in seiner Karriere. Wie gegen Manchester, wie gegen Neapel 2010, aber eben auch wie gegen Borussia Dortmund und den FC Chelsea 2012 war es eine Aktion Robbens, die am Ende über Sieg oder Niederlage entschied.
Das Schicksal ist eben konsequent.
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Sonntag, 26. Mai 2013
Mittwoch, 17. April 2013
Finale! Eine große Mannschaft mit kleinen Rädchen
War das wieder schön, was der FC Bayern gestern gegen den VfL Wolfsburg auf das Parkett gezaubert hat.
Zugegeben, die erste Halbzeit war mitunter etwas holprig, aber darüber sehe ich im Nachgang mit Blick auf das Ergebnis und auf die kommende Aufgabe in der Champions League gerne hinweg.
Letztlich endete das Spiel so, wie Spiele in letzter Zeit in der Allianz Arena enden: Mit einer Machtdemonstration des FC Bayern. 6:1 hieß es am Ende. Die Bayern stehen damit zum vierten Mal in den letzten sechs Jahren im Finale des DFB-Pokals.
Aber dieses Spiel hatte mehr zu bieten, als diesen "bloßen" Kantersieg: Es zeigte, welchen Unterschied es derzeit zwischen einem Verein, wie dem VfL Wolfsburg und den Bayern 2012/13 gibt: Nicht nur spielerisch greift beim Rekordmeister ein Rädchen ins andere.
Das Mannschaftsgefüge scheint derzeit so intakt zu sein, wie ich es in meiner Zeit als Bayernfan noch nie erlebt habe. Schon bei dem Sieg gegen Hamburg war dies zu erkennen und es setzte sich gegen Wolfsburg fort.
Es reicht ein Blick in die Gesichter dieser Mannschaft bei jedem Torjubel, um zu erkennen, dass dort etwas Großes heranwächst oder sogar schon gewachsen ist.
Auch dieses Spiel schrieb wieder einige Geschichten: Für die größte sorgte der Kleinste auf dem Platz: Xherdan Shaqiri. Die Freude, die die Dynamik, die Spielfreude und der unbändige Wille von Shaqiri verbreitet, ist einfach unbeschreiblich.
Ich gestehe, ich war skeptisch, ob ihm der Sprung von der Schweiz in die Fußball-Hauptstadt Deutschlands gelingen würde. Seit gestern sind diese Zweifel aber endgültig weggewischt.
Ein Tor und zwei Vorlagen standen am Ende auf dem Konto des Schweizers und dazu die Erkennntnis, dass wir einen Spieler haben, der an guten Tagen auch einen Ausfall von Frank Ribery kompensieren kann. Ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Vereins.
Auch ein Javi Martinez zeigte im Privatduell mit Wolfsburgs Diego, wohl auch motiviert durch seine Erfahrungen des letztjährigen Europa-League-Finals, eine tadellose Leistung. Man sieht Martinez in jeder Sekunde an, dass er sich in München pudelwohl fühlt.
Arjen Robben befindet sich derzeit ebenfalls in Topform. Und wer weiß, vielleicht erlebt der 29-Jährige ja noch eine kleine persönliche Fußballrenaissance. Tor und Vorlage gegen Wolfsburg erledigte Robben gestern jedenfalls mit seinem ungeliebten rechten Fuß.
Die verrückteste Geschichte des Abends schrieb jedoch der Mann mit der Beton-Frisur: Mario Gomez kam rein, traf drei mal in sechs Minuten und verschwand anschließend wortlos aus dem Innenbereich des Stadions.
Gomez ist soetwas wie das Sinnbild für den Geist dieser Mannschaft. Wenn er gebraucht wird, ist er da und bringt seine Leistung. Er murrt nicht öffentlich, wenn er auf der Bank sitzt. Mandzukic bringt in dieser Saison starke Leistungen und das weiß Gomez. Er ordnet sich unter.
Das kann man einem Spieler wie Gomez nicht hoch genug anrechnen und ich kann nur hoffen, dass das im Verein registriert wird und man alles daran setzt Gomez über die Saison hinaus zu behalten.
Auch in seinen wenigen Einsatzminuten hat Gomez diese Saison bereits 13 Pflichtspieltore erzielt.
Das Publikum bewieß in dieser Situation ein tolles Gespür für den Innenzustand des eigenen Teams und skandierte "Super-Gomez! Super-Gomez!". Und wer Gomez kennt, der weiß, dass er solche Dinge nicht vergisst.
Michael Stricz
Zugegeben, die erste Halbzeit war mitunter etwas holprig, aber darüber sehe ich im Nachgang mit Blick auf das Ergebnis und auf die kommende Aufgabe in der Champions League gerne hinweg.
Letztlich endete das Spiel so, wie Spiele in letzter Zeit in der Allianz Arena enden: Mit einer Machtdemonstration des FC Bayern. 6:1 hieß es am Ende. Die Bayern stehen damit zum vierten Mal in den letzten sechs Jahren im Finale des DFB-Pokals.
Aber dieses Spiel hatte mehr zu bieten, als diesen "bloßen" Kantersieg: Es zeigte, welchen Unterschied es derzeit zwischen einem Verein, wie dem VfL Wolfsburg und den Bayern 2012/13 gibt: Nicht nur spielerisch greift beim Rekordmeister ein Rädchen ins andere.
Das Mannschaftsgefüge scheint derzeit so intakt zu sein, wie ich es in meiner Zeit als Bayernfan noch nie erlebt habe. Schon bei dem Sieg gegen Hamburg war dies zu erkennen und es setzte sich gegen Wolfsburg fort.
Es reicht ein Blick in die Gesichter dieser Mannschaft bei jedem Torjubel, um zu erkennen, dass dort etwas Großes heranwächst oder sogar schon gewachsen ist.
Auch dieses Spiel schrieb wieder einige Geschichten: Für die größte sorgte der Kleinste auf dem Platz: Xherdan Shaqiri. Die Freude, die die Dynamik, die Spielfreude und der unbändige Wille von Shaqiri verbreitet, ist einfach unbeschreiblich.
Ich gestehe, ich war skeptisch, ob ihm der Sprung von der Schweiz in die Fußball-Hauptstadt Deutschlands gelingen würde. Seit gestern sind diese Zweifel aber endgültig weggewischt.
Ein Tor und zwei Vorlagen standen am Ende auf dem Konto des Schweizers und dazu die Erkennntnis, dass wir einen Spieler haben, der an guten Tagen auch einen Ausfall von Frank Ribery kompensieren kann. Ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Vereins.
Auch ein Javi Martinez zeigte im Privatduell mit Wolfsburgs Diego, wohl auch motiviert durch seine Erfahrungen des letztjährigen Europa-League-Finals, eine tadellose Leistung. Man sieht Martinez in jeder Sekunde an, dass er sich in München pudelwohl fühlt.
Arjen Robben befindet sich derzeit ebenfalls in Topform. Und wer weiß, vielleicht erlebt der 29-Jährige ja noch eine kleine persönliche Fußballrenaissance. Tor und Vorlage gegen Wolfsburg erledigte Robben gestern jedenfalls mit seinem ungeliebten rechten Fuß.
Die verrückteste Geschichte des Abends schrieb jedoch der Mann mit der Beton-Frisur: Mario Gomez kam rein, traf drei mal in sechs Minuten und verschwand anschließend wortlos aus dem Innenbereich des Stadions.
Gomez ist soetwas wie das Sinnbild für den Geist dieser Mannschaft. Wenn er gebraucht wird, ist er da und bringt seine Leistung. Er murrt nicht öffentlich, wenn er auf der Bank sitzt. Mandzukic bringt in dieser Saison starke Leistungen und das weiß Gomez. Er ordnet sich unter.
Das kann man einem Spieler wie Gomez nicht hoch genug anrechnen und ich kann nur hoffen, dass das im Verein registriert wird und man alles daran setzt Gomez über die Saison hinaus zu behalten.
Auch in seinen wenigen Einsatzminuten hat Gomez diese Saison bereits 13 Pflichtspieltore erzielt.
Das Publikum bewieß in dieser Situation ein tolles Gespür für den Innenzustand des eigenen Teams und skandierte "Super-Gomez! Super-Gomez!". Und wer Gomez kennt, der weiß, dass er solche Dinge nicht vergisst.
Michael Stricz
Freitag, 2. November 2012
"Hab ich es nicht gesagt!?!" oder Zwei "Eigentore" machen keine Krise
Um mich an dieser Stelle ein wenig in meinem Ruhm und meiner Allwissenheit zu sonnen, tue ich das, was alle Menschen mit großem Ego von Zeit zu Zeit gerne tun: Ich zitiere mich selber.
Das mag zugegeben keine bahnbrechende Erkenntnis gewesen sein, jedenfalls nicht für Menschen, die sich ernsthaft mit dem Thema Fußball beschäftigen. Schließlich verliert JEDE Mannschaft IRGENDWANN und JEDE Serie geht IRGENDWANN zu Ende. (DingDing! 6 € ins Phrasenschweine!)
Das das ganze jedoch so schnell nach meiner "Warnung" passiert - und an dieser Stelle frage ich mich selbst, WEN genau ich damit eigentlich warnen wollte - rechtfertigt meiner Meinung nach diese schamlose Selbstbeweihräucherung.
Nachdem wir nun die tägliche Dosis Narzissmus hinter uns gebracht haben - danke, dass ihr bis hierhin weitergelsen habt - kommen wir nun zu den ernsten Dingen des Lebens:
Der FC Bayern hat ein Spiel verloren! Noch schlimmer: Er hat ein Bundesligaspiel verloren!!! Damit endet die Sieges-Serie und der FC Bayern schlittert postwendend in die Krise. So schnell kann es gehen.
Kann! Denn, dass der FC Bayern von einer Krise weiterhin so weit entfernt ist, wie vom Gewinn der spanischen Meisterschaft, wird jedem klar, der sich das Spiel gegen Leverkusen genauer betrachtet.
2 "Eigentore" machen noch keine Krise
Alleine die Tatsache, dass dieses Spiel verloren wurde ist ebenso absurd wie die Art und Weise, wie die Gegentore gefallen sind. Erstes Tor: Quasi Eigentor unseres Kapitäns Phillip Lahm. Was sich der Gute bei der Aktion gedacht hat, werden wir wohl nie erfahren.
Dann das zweite Tor: Für mich ein gefühlt glasklares Eigentor von Jerome Boateng. Dass Sidney Sam dieses Tor als das seine gewertet bekommt, ist ihm wohl ebenso unerklärlich wie peinlich. Ich bin mir nichtmal sicher, ob er da überhaupt auf das Tor von Manuel Neuer köpfen wollte, schließlich ging sein Kopfball ziemlich genau Richtung Eckfahne. Seis drum!
Hungrige Bayern wollen den Sieg
Der FC Bayern war aber trotz der Niederlage die klar bessere Mannschaft. Das erste Gegentor fiel praktisch aus dem Nichts. Das Zweite in einer Phase, in der die Bayern alles nach vorne warfen. Man kann jetzt natürlich die Frage stellen - und einige haben diese Frage gestellt - ob es nicht cleverer gewesen wäre, sich am Ende mit einem Punkt zufrieden zu geben, beziehungsweise, ob vielleicht die Jagd nach einem weiteren Sieg, um die Serie auszubauen, die Bayern jede taktische Zurückhaltung aufgeben ließ.
Meiner Meinung nach wäre es anhand des Spielverlaufs albern gewesen, sich mit einem Punkt zufrieden zu geben. Ich sehe zudem lieber eine hungrige Mannschaft, die alles nach vorne wirft, die mit letztem Einsatz versucht das Maximum aus jedem Spiel herauszuholen, als ein Team, das sich nach Rückständen oder Rückschlägen in sein Schicksal fügt und auf das nächste Spiel hofft. Nur so kommen wir wieder dahin, wo wir hinwollen!
Ich liebe Manuel Neuer!
Paradebeispiel in dieser Beziehung ist Manuel Neuer. Wenn man dessen Willen und dessen Einsatz in den letzten 5 Minuten des Spiels gegen Leverkusen gesehen hat, kann man diesen Typen einfach nur lieben! Und um einen viel zu inflationär benutzten Ausdruck zu benutzen: Das war Kahnesk! Schade, dass er dafür nicht belohnt wurde.
Es gibt jedoch auch Kritikpunkte, die es aufzuarbeiten gilt: Unsere Schwäche nach Standards ist inzwischen wirklich peinlich. Vor allem die Eckbälle sind derart harmlos, dass man sich fragt, warum wir überhaupt noch zum Eckstoss antreten. Ich glaube manchmal, es wäre besser, den Ball einfach ins Toraus zu befördern, damit wir uns wenigstens keinen Konter einfangen. Wir haben soviele potentiell gute Standard-Schützen: Toni Kroos, Xherdan Shaqiri, David Alaba, Franck Ribery, Arjen Robben, etc. Also wieso kommt dabei so wenig rum?
Fehlende Effektivität und Standardschwäche als Genickbrecher
Desweiteren kamen wir gegen Leverkusen ungefähr 10 Mal mit dem Ball auf die Grundlinie, der Ertrag dabei war aber gleich Null. Stimmen die Laufwege in der Mitte nicht? Stimmt das Timing nicht? Kann außer Franck Ribery niemand präzise Flachpässe in die Mite spielen (Hallo Phillip Lahm???)? Man weiß es nicht, auf jeden Fall muss der FC Bayern daran arbeiten.
Auch personaltechnisch griff Jupp Heynckes meiner Ansicht nach daneben. Statt Alaba für Holger Badstuber zu bringen und damit die linke Seite mit Alaba und Shaqiri offensiv auszurichten, entschied sich Heynckes für die Achse Alaba-Badstuber und ließ Shaqiri zunächst draußen. Eine Fehleinschätzung, die er aufgrund Badstubers Verletzung in der Halbzeit korrigieren musste.
"B-Elf" zerlegt Lautern, Alaba und Robben überragend
Am Mittwoch folgte dann die Rehabilitation im Pokalspiel gegen den FC Kaiserslautern. Aber was heißt Rehabilitation? Es stand schließlich bis auf David Alaba und Jerome Boateng keiner der Spieler des Leverkusen-Spiels auf dem Platz. Dafür bekamen die Reservisten ihre Chancen.
Mir war klar, dass die Sache gutgehen würde, schließlich stand eine Mannschaft auf dem Platz, die in der Bundesliga wohl locker die Champions League erreichen könnte und immerhin 8 aktuelle Nationalspieler beinhaltete, darunter Javi Martinez, Xherdan Shaqiri und Arjen Robben.
Vorallem den Langzeitverletzten Alaba und Robben war die Spielfreude deutlich anzumerken. Robben zeigte sich als Kapitän wie aufgedreht, feuerte seine Mitspieler immer wieder an, spielte mannschaftsdienlich wie selten und erzielte trotzdem 2 Tore.
Alaba begeistert mich von Spiel zu Spiel mehr. Der Junge versprüht eine derartige Lust am Spiel, ist trickreich, ballsicher, kreativ und variabel wie kaum ein anderer Bayernspieler. Gegen Kaiserslautern begann er im linken Mittelfeld und spielte den Gästen teilweise Knoten in die Beine.
Durch die Verletzung von Holger Badstuber erwarte ich ihn am Samstag gegen Hamburg auf der linken Abwehrseite. Zusammen mit dem hoffentlich einsatzbereiten Ribery wird er auch die Hamburger vor große Probleme stellen, da bin ich sicher.
"Es ist aber unwahrscheinlich, dass der FC Bayern GENAU so weitermacht.
Es werden Spiele kommen, in denen nicht alles nach dem Gusto der
Münchener verläuft..."
Das mag zugegeben keine bahnbrechende Erkenntnis gewesen sein, jedenfalls nicht für Menschen, die sich ernsthaft mit dem Thema Fußball beschäftigen. Schließlich verliert JEDE Mannschaft IRGENDWANN und JEDE Serie geht IRGENDWANN zu Ende. (DingDing! 6 € ins Phrasenschweine!)
Das das ganze jedoch so schnell nach meiner "Warnung" passiert - und an dieser Stelle frage ich mich selbst, WEN genau ich damit eigentlich warnen wollte - rechtfertigt meiner Meinung nach diese schamlose Selbstbeweihräucherung.
Nachdem wir nun die tägliche Dosis Narzissmus hinter uns gebracht haben - danke, dass ihr bis hierhin weitergelsen habt - kommen wir nun zu den ernsten Dingen des Lebens:
Der FC Bayern hat ein Spiel verloren! Noch schlimmer: Er hat ein Bundesligaspiel verloren!!! Damit endet die Sieges-Serie und der FC Bayern schlittert postwendend in die Krise. So schnell kann es gehen.
Kann! Denn, dass der FC Bayern von einer Krise weiterhin so weit entfernt ist, wie vom Gewinn der spanischen Meisterschaft, wird jedem klar, der sich das Spiel gegen Leverkusen genauer betrachtet.
2 "Eigentore" machen noch keine Krise
Alleine die Tatsache, dass dieses Spiel verloren wurde ist ebenso absurd wie die Art und Weise, wie die Gegentore gefallen sind. Erstes Tor: Quasi Eigentor unseres Kapitäns Phillip Lahm. Was sich der Gute bei der Aktion gedacht hat, werden wir wohl nie erfahren.
Dann das zweite Tor: Für mich ein gefühlt glasklares Eigentor von Jerome Boateng. Dass Sidney Sam dieses Tor als das seine gewertet bekommt, ist ihm wohl ebenso unerklärlich wie peinlich. Ich bin mir nichtmal sicher, ob er da überhaupt auf das Tor von Manuel Neuer köpfen wollte, schließlich ging sein Kopfball ziemlich genau Richtung Eckfahne. Seis drum!
Hungrige Bayern wollen den Sieg
Der FC Bayern war aber trotz der Niederlage die klar bessere Mannschaft. Das erste Gegentor fiel praktisch aus dem Nichts. Das Zweite in einer Phase, in der die Bayern alles nach vorne warfen. Man kann jetzt natürlich die Frage stellen - und einige haben diese Frage gestellt - ob es nicht cleverer gewesen wäre, sich am Ende mit einem Punkt zufrieden zu geben, beziehungsweise, ob vielleicht die Jagd nach einem weiteren Sieg, um die Serie auszubauen, die Bayern jede taktische Zurückhaltung aufgeben ließ.
Meiner Meinung nach wäre es anhand des Spielverlaufs albern gewesen, sich mit einem Punkt zufrieden zu geben. Ich sehe zudem lieber eine hungrige Mannschaft, die alles nach vorne wirft, die mit letztem Einsatz versucht das Maximum aus jedem Spiel herauszuholen, als ein Team, das sich nach Rückständen oder Rückschlägen in sein Schicksal fügt und auf das nächste Spiel hofft. Nur so kommen wir wieder dahin, wo wir hinwollen!
Ich liebe Manuel Neuer!
Paradebeispiel in dieser Beziehung ist Manuel Neuer. Wenn man dessen Willen und dessen Einsatz in den letzten 5 Minuten des Spiels gegen Leverkusen gesehen hat, kann man diesen Typen einfach nur lieben! Und um einen viel zu inflationär benutzten Ausdruck zu benutzen: Das war Kahnesk! Schade, dass er dafür nicht belohnt wurde.
Es gibt jedoch auch Kritikpunkte, die es aufzuarbeiten gilt: Unsere Schwäche nach Standards ist inzwischen wirklich peinlich. Vor allem die Eckbälle sind derart harmlos, dass man sich fragt, warum wir überhaupt noch zum Eckstoss antreten. Ich glaube manchmal, es wäre besser, den Ball einfach ins Toraus zu befördern, damit wir uns wenigstens keinen Konter einfangen. Wir haben soviele potentiell gute Standard-Schützen: Toni Kroos, Xherdan Shaqiri, David Alaba, Franck Ribery, Arjen Robben, etc. Also wieso kommt dabei so wenig rum?
Fehlende Effektivität und Standardschwäche als Genickbrecher
Desweiteren kamen wir gegen Leverkusen ungefähr 10 Mal mit dem Ball auf die Grundlinie, der Ertrag dabei war aber gleich Null. Stimmen die Laufwege in der Mitte nicht? Stimmt das Timing nicht? Kann außer Franck Ribery niemand präzise Flachpässe in die Mite spielen (Hallo Phillip Lahm???)? Man weiß es nicht, auf jeden Fall muss der FC Bayern daran arbeiten.
Auch personaltechnisch griff Jupp Heynckes meiner Ansicht nach daneben. Statt Alaba für Holger Badstuber zu bringen und damit die linke Seite mit Alaba und Shaqiri offensiv auszurichten, entschied sich Heynckes für die Achse Alaba-Badstuber und ließ Shaqiri zunächst draußen. Eine Fehleinschätzung, die er aufgrund Badstubers Verletzung in der Halbzeit korrigieren musste.
"B-Elf" zerlegt Lautern, Alaba und Robben überragend
Am Mittwoch folgte dann die Rehabilitation im Pokalspiel gegen den FC Kaiserslautern. Aber was heißt Rehabilitation? Es stand schließlich bis auf David Alaba und Jerome Boateng keiner der Spieler des Leverkusen-Spiels auf dem Platz. Dafür bekamen die Reservisten ihre Chancen.
Mir war klar, dass die Sache gutgehen würde, schließlich stand eine Mannschaft auf dem Platz, die in der Bundesliga wohl locker die Champions League erreichen könnte und immerhin 8 aktuelle Nationalspieler beinhaltete, darunter Javi Martinez, Xherdan Shaqiri und Arjen Robben.
Vorallem den Langzeitverletzten Alaba und Robben war die Spielfreude deutlich anzumerken. Robben zeigte sich als Kapitän wie aufgedreht, feuerte seine Mitspieler immer wieder an, spielte mannschaftsdienlich wie selten und erzielte trotzdem 2 Tore.
Alaba begeistert mich von Spiel zu Spiel mehr. Der Junge versprüht eine derartige Lust am Spiel, ist trickreich, ballsicher, kreativ und variabel wie kaum ein anderer Bayernspieler. Gegen Kaiserslautern begann er im linken Mittelfeld und spielte den Gästen teilweise Knoten in die Beine.
Durch die Verletzung von Holger Badstuber erwarte ich ihn am Samstag gegen Hamburg auf der linken Abwehrseite. Zusammen mit dem hoffentlich einsatzbereiten Ribery wird er auch die Hamburger vor große Probleme stellen, da bin ich sicher.
Montag, 3. September 2012
Die 18-Minuten-Krönung einer Sahnewoche
Das 6:1 gegen den VfB Stuttgart war die Krönung einer Woche, wie sie kaum besser hätte laufen können für den FC Bayern. Am Donnerstag die zufriedenstellend verlaufene Champions-League-Auslosung, am Freitag die Ankunft von Javier Martinez nach wochenlangem Tauziehen mit Athletic Bilbao und am Sonntag Abend die Verteidigung der Tabellenspitze in der Bundesliga.
Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison liegt der FCB zwei Punkte vor dem BVB. Hinzu kommt das deutlich bessere Torverhältnis, sodass der Meisterbalkon praktisch gebucht werden kann.
Gnadenlos effektive Bayern
Spaß beiseite. Es wäre ein Fehler dieses Ergebnis zu hoch zu bewerten. Sechs Punkte nach zwei Spielen sind genau das, was der FC Bayern von sich selbst erwartet, ebenso ein Heimsieg gegen den VfB. Zugegeben, die Art und Weise war hocherfreulich.
Der FC Bayern war an diesem Spieltag vorallem eines: gnadenlos effektiv. Nach der Führung der Stuttgarter brauchte der FCB gerade einmal 18 Minuten, um dem VfB sechs Tore einzuschenken. 13 Mal schoss der FCB dabei nur auf das Tor der Stuttgarter.
Die beiden schönsten Tore waren dabei von einer Art, wie man sie in letzter Zeit nicht sehr häufig zu sehen bekam. Toni Kroos und Luiz Gustavo zeigten mit ihren Toren nach Distanzschüssen, was auch gegen kompakter stehende Teams in den nächsten Spielen ein Mittel sein kann. Neben Arjen Robben gibt es nämlich eine ganze Reihe von Spielern in den Reihen des FCB, die über eine hervorragende Schusstechnik verfügen.
Gustavo glänzt vor den Augen von Martinez
Luiz Gustavo zeigte vor dem Hintergrund des Martinez-Transfers überhaupt eine bärenstarke Leistung. In Abwesenheit des erkrankten Arjen Robben lieferte auch Thomas Müller mit seinen beiden Toren Argumente für einen Platz in der Anfangsformation.
Wenn man etwas schlechtes an diesem Sieg finden will, dann die schläfrige Anfangsphase. Nur einer Weltklasse-Parade von Manuel Neuer gegen Martin Harnik war es zu verdanken, dass der VfB nicht bereits nach vier Minuten in Führung ging. Übrigens einer dieser Bälle, an die sich viele Leute nicht erinnern werden. In meinen Augen aber eine Chance, die auf der Welt nur ganz wenige Torhüter halten. Deshalb haben wir ihn.
Frustrierter Ibisevic "lellt" Boateng um
Bastian Schweinstieger und Mario Mandzukic habe ich persönlich, trotz ihrer Tore, nicht so stark gesehen, wie es vereinzelt zu lesen war. Toni Kroos hatte dem Spiel, bis zu seinem Tor, ebenfalls kaum Impulse gegeben, auch wenn Marcel Reif bereits nach 15 Minuten erkannt haben wollte, dass sich Kroos auf der "10" "sichtbar" wohl fühle. Naja, Schwamm drüber. Jedenfalls war das, was er nach seinem Tor zeigte, überzeugend.
Als das Spiel nach der klaren Führung der Bayern vor sich hin plätscherte, schwächte sich Stuttgart dann auch noch selber. Vedad Ibisevic sah nach einer Tätlichkeit gegen Jerome Boateng zu Recht die rote Karte, auch wenn Fredi Bobic dazu eine andere Meinung hatte. Im ersten Moment war für mich nicht ersichtlich, warum Boateng Gelb bekommt. Nach mehrmaligem Betrachten finde ich es aber okay. Den Schritt auf Ibisevic zu kann man durchaus als Provokation werten, was jedoch bei weitem keine Legitimation für das ist, was dann folgte.
Das Erntedankfest ist keine Meisterfeier, oder so...
Auch Javi Martinez durfte an seinem Geburtstag noch Bundesliga-Luft schnuppern. Es macht wirklich Spass die Vorfreude im Gesicht von Martinez zu sehen und wie er sichtlich erleichtert ist, endlich beim FC Bayern zu sein. Nur zu gut nachvollziehbar nach allem was passiert ist.
Es scheint alles gut zu laufen bisher, aber trotzdem ein Wort der Warnung: Auch letzte Saison sind wir gut und Dortmund schlecht gestartet. Was am Ende dabei rauskam, wissen wir alle.
Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison liegt der FCB zwei Punkte vor dem BVB. Hinzu kommt das deutlich bessere Torverhältnis, sodass der Meisterbalkon praktisch gebucht werden kann.
Gnadenlos effektive Bayern
Spaß beiseite. Es wäre ein Fehler dieses Ergebnis zu hoch zu bewerten. Sechs Punkte nach zwei Spielen sind genau das, was der FC Bayern von sich selbst erwartet, ebenso ein Heimsieg gegen den VfB. Zugegeben, die Art und Weise war hocherfreulich.
Der FC Bayern war an diesem Spieltag vorallem eines: gnadenlos effektiv. Nach der Führung der Stuttgarter brauchte der FCB gerade einmal 18 Minuten, um dem VfB sechs Tore einzuschenken. 13 Mal schoss der FCB dabei nur auf das Tor der Stuttgarter.
Die beiden schönsten Tore waren dabei von einer Art, wie man sie in letzter Zeit nicht sehr häufig zu sehen bekam. Toni Kroos und Luiz Gustavo zeigten mit ihren Toren nach Distanzschüssen, was auch gegen kompakter stehende Teams in den nächsten Spielen ein Mittel sein kann. Neben Arjen Robben gibt es nämlich eine ganze Reihe von Spielern in den Reihen des FCB, die über eine hervorragende Schusstechnik verfügen.
Gustavo glänzt vor den Augen von Martinez
Luiz Gustavo zeigte vor dem Hintergrund des Martinez-Transfers überhaupt eine bärenstarke Leistung. In Abwesenheit des erkrankten Arjen Robben lieferte auch Thomas Müller mit seinen beiden Toren Argumente für einen Platz in der Anfangsformation.
Wenn man etwas schlechtes an diesem Sieg finden will, dann die schläfrige Anfangsphase. Nur einer Weltklasse-Parade von Manuel Neuer gegen Martin Harnik war es zu verdanken, dass der VfB nicht bereits nach vier Minuten in Führung ging. Übrigens einer dieser Bälle, an die sich viele Leute nicht erinnern werden. In meinen Augen aber eine Chance, die auf der Welt nur ganz wenige Torhüter halten. Deshalb haben wir ihn.
Frustrierter Ibisevic "lellt" Boateng um
Bastian Schweinstieger und Mario Mandzukic habe ich persönlich, trotz ihrer Tore, nicht so stark gesehen, wie es vereinzelt zu lesen war. Toni Kroos hatte dem Spiel, bis zu seinem Tor, ebenfalls kaum Impulse gegeben, auch wenn Marcel Reif bereits nach 15 Minuten erkannt haben wollte, dass sich Kroos auf der "10" "sichtbar" wohl fühle. Naja, Schwamm drüber. Jedenfalls war das, was er nach seinem Tor zeigte, überzeugend.
Als das Spiel nach der klaren Führung der Bayern vor sich hin plätscherte, schwächte sich Stuttgart dann auch noch selber. Vedad Ibisevic sah nach einer Tätlichkeit gegen Jerome Boateng zu Recht die rote Karte, auch wenn Fredi Bobic dazu eine andere Meinung hatte. Im ersten Moment war für mich nicht ersichtlich, warum Boateng Gelb bekommt. Nach mehrmaligem Betrachten finde ich es aber okay. Den Schritt auf Ibisevic zu kann man durchaus als Provokation werten, was jedoch bei weitem keine Legitimation für das ist, was dann folgte.
Das Erntedankfest ist keine Meisterfeier, oder so...
Auch Javi Martinez durfte an seinem Geburtstag noch Bundesliga-Luft schnuppern. Es macht wirklich Spass die Vorfreude im Gesicht von Martinez zu sehen und wie er sichtlich erleichtert ist, endlich beim FC Bayern zu sein. Nur zu gut nachvollziehbar nach allem was passiert ist.
Es scheint alles gut zu laufen bisher, aber trotzdem ein Wort der Warnung: Auch letzte Saison sind wir gut und Dortmund schlecht gestartet. Was am Ende dabei rauskam, wissen wir alle.
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Dienstag, 13. Dezember 2011
Die Bayern in Stuttgart (oder: Arroganz muss man sich verdienen)
„Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt hier rauskommen soll oder ob ich überhaupt was sagen soll, aber ich bin der Meinung da sollte man schon mal Stellung zu nehmen…“
Mit diesen berühmten Worten leitete Stefan Effenberg einst in einer legendären Pressekonferenz die Abrechnung mit seinen Kritikern ein. Die Worte scheinen mir auch heute durchaus angemessen. Wieder geht es um Ungerechtigkeit, wieder geht es um verletzten Stolz und all die anderen kleinen Dinge, die einen so richtig auf die Palme bringen und dazu verleiten aus dem gefühlten Blogger-Vorruhestand zurückzukehren und wieder die Bühne des Fußballs zu betreten.
Was ist der Anlass dieser ausschweifenden Exposition? Nun ja, eigentlich nichts besonderes. Der FC Bayern hatte ein Derby – das gefühlte 15. in dieser Saison übrigens. Für unsere Gegner ist das natürlich immer das wichtigste Spiel der Saison. Denn wie die meisten anderen Mannschaften hat auch der VfB Stuttgart, in absehbarer Zeit, weder in Europa, noch auf nationaler Ebene Ambitionen, die ihm wichtigere Spiele als dieses Süd-Derby bescheren könnten.
Für die Münchener hingegen ist dies nur ein Spiel von vielen. Nur eines auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft. So erklärt sich dann übrigens auch dieser erneut über weite Strecken erschreckend lustlose Auftritt der Münchener. Am Ende stand ein 2:1 Sieg, der wesentlich weniger souverän war, als er es hätte sein sollen. Und wesentlich weniger deutlich, als ich es mir gewünscht hätte. Nicht aus sportlichen Gründen. Nein. Rein persönlich motiviert. Denn wie der VfB sich an diesem Tag, Spieler, Trainer, Fans, Verantwortliche eingeschlossen, präsentiert hat, spottet jeder Beschreibung. Ein Verein, der sich seit jeher als mehr fühlt, als er eigentlich ist: Eine durchschnittliche und unbeständige Bundesligamannschaft mit einer guten Jugendarbeit.
Das Erschreckende ist jedoch nicht die Art und Weise, wie sich dieser Verein sieht, das Erschreckende daran ist, wie er dieses Selbstverständnis nach außen trägt. Auch an diesem Wochenende belegte der VfB wieder einmal eindrucksvoll, warum er in meiner Symphatieskala – und ich bin geborener Stuttgarter – ungefähr auf einem Niveau mit warmem Bier liegt – mit URIN!. Oder drücken wir es verständlicher aus: Bei Kaiserslautern gegen Stuttgart… (tief luftholen) bin ich ein Pfälzer (Yeah, I said that!). Woher kommt aber diese tiefe Abneigung gegen einen so unbedeutenden Verein?
Beginnen wir mit Fredi Bobic. Dieser menschgewordene Kotzreiz. Führt sich auf wie ein Wurstfabrikant und ist doch nur ein Würstchen in diesem Geschäft. Dass er sich in der Halbzeit hinstellt und sich über den Schiedsrichter echauffiert, werfe ich ihm nicht vor. Das passiert auch den Besten. Das passiert einem Uli Hoeneß, das passiert einem Alex Ferguson, einem Arsene Wenger regelmäßig, Jose Mourinho ist ein Meister darin.
Jetzt kommt aber der alles entscheidende Unterschied: Diese Menschen haben etwas erreicht, Herr Bobic. Deren fachliche Kompetenz steht völlig außer Frage. Sie sind – ich wiederhole mich da gerne – ebenso wie ihr Verein, eine unbedeutende Randnotiz in den Büchern des Fußballs. Ich heiße derlei Verhalten natürlich auch bei anderen in keiner Weise gut, aber ich vertrete die Ansicht, dass man sich Arroganz verdienen muss. Das haben sie noch lange nicht Herr Bobitch!
Auch der Sky-Reporter schien leicht verwunder ob der Aussagen Bobics in der Halbzeitpause. Er reichte ihm jedoch die Hand, er versuchte es zumindest, auch nach dem Spiel. Bobic ignorierte jedoch nicht nur die ihm gezeigten Bilder, sondern wiederholte auch nach dem Spiel beinahe exakt seine Aussagen. Wow.
Bruno Labbadia und der Rest der VfB Spieler bemühten sich nach Schlusspfiff dann auch eifrig den Eindruck zu erwecken, der Platzverweis in der 30. Minute sei der entscheidende Faktor in einem ansonsten ausgeglichenen Spiel gewesen. WAS BITTE?
Was ich gesehen habe: Gute Bayern bis zum 0-1. Sehr gute Bayern bis zum 1-1. Nach dem Platzverweis: Bis zur Pause ein defensiv disziplinierter VfB und lauffaule Bayern. Nach der Pause zunächst gute Bayern bis zum 2-1. Anschließend ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten und dazwischen viel Leerlauf. Aber ist ja klar. WÄRE der VfB zu elft gewesen. HOHOHOHOOOOAAAA da hätten sie uns natürlich Paroli geboten. WOW hätten die ein Spiel abgezogen.
Man könnte fast meinen hier wird versucht die Schuld für die Niederlage wieder einmal bei jemand anderem zu suchen. Aber wir sprechen ja hier vom VfB.
Aber ich will jetzt nicht länger auf dem VfB rumreiten. Aber vielleicht nur ein letzter Kommentar noch. Philipp Gebhart… ok, waaaay too easy.
Der wahre Schock kam dann allerdings erst am nächsten Tag, als mir ein Freund einen SPON-Artikel mit dem Titel „Schauspieler Robben, Meister der Schmerzen“ schickte. Unter anderem heißt es darin über das zweite Foul von Molinaro:
"Wäre Robben aufgestanden, weil er allenfalls mit der Wucht eines Papierfliegers niedergestreckt worden war - Schiedsrichter Manuel Gräfe hätte ziemlich sicher weiterlaufen lassen. Kein Vorsatz, kein böses Foul. Freistoß, vielleicht nicht einmal das."
Und weiter: "Doch andererseits hatte er [Molinaro] dabei erkennbar den Vorsatz, den Ball zu spielen - und dies auch getan."
Ok. Das musste ich erst einmal verdauen. So viele Dinge. Wenn ein Spieler im Eifer des Gefechts in so einer Szene reklamiert den Ball gespielt zu haben, kann ich das verstehen. Es spielt dabei keine Rolle, ob er es glaubt oder nicht. Selbstschutz – verständlich.
Wenn sich dann aber einer Sport(?)journalist einer renommierten Newsseite hinsetzt und einen solchen Artikel schreibt, SCHREIBEN DARF(!), muss ich mir um den Qualitätsjournalismus in Deutschland wohl mehr Sorgen machen als ich dachte.
Was mich allerdings so richtig wütend macht ist die Tatsache, dass versucht wird Arjen Robben hier zum Sündenbock zu machen, den Mann, der in seiner Karriere mit mehr Verletzungen zu kämpfen hatte, als die meisten anderen sich das wohl vorstellen können. Noch letzte Woche konnte man im TV eindrucksvoll beobachten, wie nahe ihm seine ständigen Verletzungen gehen, wie sehr er darunter leidet, derart anfällig zu sein. Diesen Spieler nun zu beschuldigen, als „Schauspieler“ zu titulieren, weil er zwei Mal innerhalb weniger Minuten rüde von hinten umgetreten wird, grenzt nicht nur an journalistischen Wahnsinn, sondern widert mich einfach an.
Genug gekotzt.
Danke übrigens Mario, dass wir heute nicht über deine vergebene Chance sprechen müssen. Danke, dass du uns mit zwei Toren mal wieder den Sieg beschert hast. Du hast dich entwickelt, du hast Demut gelernt. Vielleicht lernen das die anderen ja auch noch.
Mit diesen berühmten Worten leitete Stefan Effenberg einst in einer legendären Pressekonferenz die Abrechnung mit seinen Kritikern ein. Die Worte scheinen mir auch heute durchaus angemessen. Wieder geht es um Ungerechtigkeit, wieder geht es um verletzten Stolz und all die anderen kleinen Dinge, die einen so richtig auf die Palme bringen und dazu verleiten aus dem gefühlten Blogger-Vorruhestand zurückzukehren und wieder die Bühne des Fußballs zu betreten.
Was ist der Anlass dieser ausschweifenden Exposition? Nun ja, eigentlich nichts besonderes. Der FC Bayern hatte ein Derby – das gefühlte 15. in dieser Saison übrigens. Für unsere Gegner ist das natürlich immer das wichtigste Spiel der Saison. Denn wie die meisten anderen Mannschaften hat auch der VfB Stuttgart, in absehbarer Zeit, weder in Europa, noch auf nationaler Ebene Ambitionen, die ihm wichtigere Spiele als dieses Süd-Derby bescheren könnten.
Für die Münchener hingegen ist dies nur ein Spiel von vielen. Nur eines auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft. So erklärt sich dann übrigens auch dieser erneut über weite Strecken erschreckend lustlose Auftritt der Münchener. Am Ende stand ein 2:1 Sieg, der wesentlich weniger souverän war, als er es hätte sein sollen. Und wesentlich weniger deutlich, als ich es mir gewünscht hätte. Nicht aus sportlichen Gründen. Nein. Rein persönlich motiviert. Denn wie der VfB sich an diesem Tag, Spieler, Trainer, Fans, Verantwortliche eingeschlossen, präsentiert hat, spottet jeder Beschreibung. Ein Verein, der sich seit jeher als mehr fühlt, als er eigentlich ist: Eine durchschnittliche und unbeständige Bundesligamannschaft mit einer guten Jugendarbeit.
Das Erschreckende ist jedoch nicht die Art und Weise, wie sich dieser Verein sieht, das Erschreckende daran ist, wie er dieses Selbstverständnis nach außen trägt. Auch an diesem Wochenende belegte der VfB wieder einmal eindrucksvoll, warum er in meiner Symphatieskala – und ich bin geborener Stuttgarter – ungefähr auf einem Niveau mit warmem Bier liegt – mit URIN!. Oder drücken wir es verständlicher aus: Bei Kaiserslautern gegen Stuttgart… (tief luftholen) bin ich ein Pfälzer (Yeah, I said that!). Woher kommt aber diese tiefe Abneigung gegen einen so unbedeutenden Verein?
Beginnen wir mit Fredi Bobic. Dieser menschgewordene Kotzreiz. Führt sich auf wie ein Wurstfabrikant und ist doch nur ein Würstchen in diesem Geschäft. Dass er sich in der Halbzeit hinstellt und sich über den Schiedsrichter echauffiert, werfe ich ihm nicht vor. Das passiert auch den Besten. Das passiert einem Uli Hoeneß, das passiert einem Alex Ferguson, einem Arsene Wenger regelmäßig, Jose Mourinho ist ein Meister darin.
Jetzt kommt aber der alles entscheidende Unterschied: Diese Menschen haben etwas erreicht, Herr Bobic. Deren fachliche Kompetenz steht völlig außer Frage. Sie sind – ich wiederhole mich da gerne – ebenso wie ihr Verein, eine unbedeutende Randnotiz in den Büchern des Fußballs. Ich heiße derlei Verhalten natürlich auch bei anderen in keiner Weise gut, aber ich vertrete die Ansicht, dass man sich Arroganz verdienen muss. Das haben sie noch lange nicht Herr Bobitch!
Auch der Sky-Reporter schien leicht verwunder ob der Aussagen Bobics in der Halbzeitpause. Er reichte ihm jedoch die Hand, er versuchte es zumindest, auch nach dem Spiel. Bobic ignorierte jedoch nicht nur die ihm gezeigten Bilder, sondern wiederholte auch nach dem Spiel beinahe exakt seine Aussagen. Wow.
Bruno Labbadia und der Rest der VfB Spieler bemühten sich nach Schlusspfiff dann auch eifrig den Eindruck zu erwecken, der Platzverweis in der 30. Minute sei der entscheidende Faktor in einem ansonsten ausgeglichenen Spiel gewesen. WAS BITTE?
Was ich gesehen habe: Gute Bayern bis zum 0-1. Sehr gute Bayern bis zum 1-1. Nach dem Platzverweis: Bis zur Pause ein defensiv disziplinierter VfB und lauffaule Bayern. Nach der Pause zunächst gute Bayern bis zum 2-1. Anschließend ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten und dazwischen viel Leerlauf. Aber ist ja klar. WÄRE der VfB zu elft gewesen. HOHOHOHOOOOAAAA da hätten sie uns natürlich Paroli geboten. WOW hätten die ein Spiel abgezogen.
Man könnte fast meinen hier wird versucht die Schuld für die Niederlage wieder einmal bei jemand anderem zu suchen. Aber wir sprechen ja hier vom VfB.
Aber ich will jetzt nicht länger auf dem VfB rumreiten. Aber vielleicht nur ein letzter Kommentar noch. Philipp Gebhart… ok, waaaay too easy.
Der wahre Schock kam dann allerdings erst am nächsten Tag, als mir ein Freund einen SPON-Artikel mit dem Titel „Schauspieler Robben, Meister der Schmerzen“ schickte. Unter anderem heißt es darin über das zweite Foul von Molinaro:
"Wäre Robben aufgestanden, weil er allenfalls mit der Wucht eines Papierfliegers niedergestreckt worden war - Schiedsrichter Manuel Gräfe hätte ziemlich sicher weiterlaufen lassen. Kein Vorsatz, kein böses Foul. Freistoß, vielleicht nicht einmal das."
Und weiter: "Doch andererseits hatte er [Molinaro] dabei erkennbar den Vorsatz, den Ball zu spielen - und dies auch getan."
Ok. Das musste ich erst einmal verdauen. So viele Dinge. Wenn ein Spieler im Eifer des Gefechts in so einer Szene reklamiert den Ball gespielt zu haben, kann ich das verstehen. Es spielt dabei keine Rolle, ob er es glaubt oder nicht. Selbstschutz – verständlich.
Wenn sich dann aber einer Sport(?)journalist einer renommierten Newsseite hinsetzt und einen solchen Artikel schreibt, SCHREIBEN DARF(!), muss ich mir um den Qualitätsjournalismus in Deutschland wohl mehr Sorgen machen als ich dachte.
Was mich allerdings so richtig wütend macht ist die Tatsache, dass versucht wird Arjen Robben hier zum Sündenbock zu machen, den Mann, der in seiner Karriere mit mehr Verletzungen zu kämpfen hatte, als die meisten anderen sich das wohl vorstellen können. Noch letzte Woche konnte man im TV eindrucksvoll beobachten, wie nahe ihm seine ständigen Verletzungen gehen, wie sehr er darunter leidet, derart anfällig zu sein. Diesen Spieler nun zu beschuldigen, als „Schauspieler“ zu titulieren, weil er zwei Mal innerhalb weniger Minuten rüde von hinten umgetreten wird, grenzt nicht nur an journalistischen Wahnsinn, sondern widert mich einfach an.
Genug gekotzt.
Danke übrigens Mario, dass wir heute nicht über deine vergebene Chance sprechen müssen. Danke, dass du uns mit zwei Toren mal wieder den Sieg beschert hast. Du hast dich entwickelt, du hast Demut gelernt. Vielleicht lernen das die anderen ja auch noch.
Sonntag, 21. August 2011
FCB - HSV im Twitter Spielfilm
Schöne Erlebnisse soll man gerne nochmal durchleben, deshalb hier der Twitter-Spielfilm zum souveränen 5:0 gegen den HSV. Diesmal mit viel Unruhe vor dem Anpfiff, einer gewagten These, der nötigen Dosis Arroganz und einer Prise Selbstherrlichkeit.
redrobbery Red Robbery
Official Lineups - FC Bayern: Neuer - Rafinha, van Buyten, Badstuber, Lahm - Tymoshchuk, Schweinsteiger - Robben, Müller, Ribery - Gomez
breitnigge breitnigge
Ist das ein Scherz mit dieser Aufstellung? Tymo? van Buyten??? #FCB #HSV
voegi79 Patrick Völkner
Bayern ohne Boateng und Luiz Gustavo. Klares Zeichen an den HSV: Wir unterschätzen Euch heute mal.
voegi79 Patrick Völkner
Trotz Harakiri-Taktik steht Pranjic übrigens nicht im Kader. Demütigung at its best.
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Boateng und Luiz Gustavo werden für das Sonntagstraining geschont.
kaisergrantler Patrick F.
Finde die Rotation gar nicht schlecht. Ich bin sicher, dass weder Tymo noch van Buyten heute schlecht spielen werden. #FCB
mobtheater Timo Zimmer
DvB. 1-0 Bayern. Läuft auch.
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Ach Jupp, Du Teufelskerl.
breitnigge breitnigge
Ich lach mich schlapp. AUSGRECHNET van Buyten... #DonJupp, Du Teufelskerl. ;-)
msBlix Michael Stricz
In Your face everyone! DVB zum 1:0 #Fcb #hsv
msBlix Michael Stricz
ET BOUM! C'est le choc! Ribery zum 2:0 #fcb #hsv
breitnigge breitnigge
Der Oenning ist ein Fuchs. Will in München mauern. Wie Gladbach. Doof wenn man keine Defensive hat. Kenn das Gefühl. Aus dem letzten Jahr...
kaisergrantler Patrick F.
Ich möchte bereits jetzt an die Tordifferenz erinnern. Könnte man heute ausbauen. #Arroganztweet
breitnigge breitnigge
Übel, HSVer verlieren regelmäßig in Vorwärtsbewegung ca. 25 Meter vorm Tor den Ball.
MeinRapde MeinRap.de
Tor des Jahres. #robben
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Zum Dahinschmelzen!
kaisergrantler Patrick F.
Heute hat Neuer zum ersten Mal einen Steifen, während des Spiels. #FCB
Matze_MR Matze
Robbenderboss. #fcb
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
H/S/V - HSV in seine Einzelteile zerlegt.
stadtneurotikr Stadtneurotiker
Uli Hoeneß geht in der Pause in die Kabine und gibt jedem Spieler ein Bier aus. #FCB
fehlpass Yalcin Imre
Wenn ich so den Müller sehe, frage ich mich was wir eigentlich mit Kroos auf der Position wollen? #FCB #HSV
dogfood Kai Pahl
Den dritten Spieltag in Folge denk ich: "das ist ja noch übler als ich es nach der Vorwoche erwartet hatte" #hsv
redrobbery Red Robbery
Something tells me that even Ali Karimi could score a goal for Bayern today.
breitnigge breitnigge
Goooooooooooooooooomeeeeeez!!!!
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Da ist das Ding. Gomez reloaded.
breitnigge breitnigge
Aaalter. Slapstick. #Gomez #keinTor
Matze_MR Matze
Olicderboss. #fcb
baziblogger Andi
Schade, dass ein solches Spiel nicht mit vier Punkten belohnt wird, sonst wären die Bayern endlich Tabellenführer. #fcb
probek Kai L.
Das hat Spaß gemacht! Danke, #HSV, danke, #FCB.
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Im März 6:0, heute nur 5:0. The Trend ist ein Idiot.
Mingablog Marco
Mann, war das schön. Fußball mit einem Lächeln im Gesicht. Danke Männer! Und weitermachen!
redrobbery Red Robbery
Official Lineups - FC Bayern: Neuer - Rafinha, van Buyten, Badstuber, Lahm - Tymoshchuk, Schweinsteiger - Robben, Müller, Ribery - Gomez
breitnigge breitnigge
Ist das ein Scherz mit dieser Aufstellung? Tymo? van Buyten??? #FCB #HSV
voegi79 Patrick Völkner
Bayern ohne Boateng und Luiz Gustavo. Klares Zeichen an den HSV: Wir unterschätzen Euch heute mal.
voegi79 Patrick Völkner
Trotz Harakiri-Taktik steht Pranjic übrigens nicht im Kader. Demütigung at its best.
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Boateng und Luiz Gustavo werden für das Sonntagstraining geschont.
kaisergrantler Patrick F.
Finde die Rotation gar nicht schlecht. Ich bin sicher, dass weder Tymo noch van Buyten heute schlecht spielen werden. #FCB
mobtheater Timo Zimmer
DvB. 1-0 Bayern. Läuft auch.
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Ach Jupp, Du Teufelskerl.
breitnigge breitnigge
Ich lach mich schlapp. AUSGRECHNET van Buyten... #DonJupp, Du Teufelskerl. ;-)
msBlix Michael Stricz
In Your face everyone! DVB zum 1:0 #Fcb #hsv
msBlix Michael Stricz
ET BOUM! C'est le choc! Ribery zum 2:0 #fcb #hsv
breitnigge breitnigge
Der Oenning ist ein Fuchs. Will in München mauern. Wie Gladbach. Doof wenn man keine Defensive hat. Kenn das Gefühl. Aus dem letzten Jahr...
kaisergrantler Patrick F.
Ich möchte bereits jetzt an die Tordifferenz erinnern. Könnte man heute ausbauen. #Arroganztweet
breitnigge breitnigge
Übel, HSVer verlieren regelmäßig in Vorwärtsbewegung ca. 25 Meter vorm Tor den Ball.
MeinRapde MeinRap.de
Tor des Jahres. #robben
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Zum Dahinschmelzen!
kaisergrantler Patrick F.
Heute hat Neuer zum ersten Mal einen Steifen, während des Spiels. #FCB
Matze_MR Matze
Robbenderboss. #fcb
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
H/S/V - HSV in seine Einzelteile zerlegt.
stadtneurotikr Stadtneurotiker
Uli Hoeneß geht in der Pause in die Kabine und gibt jedem Spieler ein Bier aus. #FCB
fehlpass Yalcin Imre
Wenn ich so den Müller sehe, frage ich mich was wir eigentlich mit Kroos auf der Position wollen? #FCB #HSV
dogfood Kai Pahl
Den dritten Spieltag in Folge denk ich: "das ist ja noch übler als ich es nach der Vorwoche erwartet hatte" #hsv
redrobbery Red Robbery
Something tells me that even Ali Karimi could score a goal for Bayern today.
breitnigge breitnigge
Goooooooooooooooooomeeeeeez!!!!
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Da ist das Ding. Gomez reloaded.
breitnigge breitnigge
Aaalter. Slapstick. #Gomez #keinTor
Matze_MR Matze
Olicderboss. #fcb
baziblogger Andi
Schade, dass ein solches Spiel nicht mit vier Punkten belohnt wird, sonst wären die Bayern endlich Tabellenführer. #fcb
probek Kai L.
Das hat Spaß gemacht! Danke, #HSV, danke, #FCB.
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Im März 6:0, heute nur 5:0. The Trend ist ein Idiot.
Mingablog Marco
Mann, war das schön. Fußball mit einem Lächeln im Gesicht. Danke Männer! Und weitermachen!
Donnerstag, 18. August 2011
FCB - FC Zürich: Der Spielfilm in 140 Zeichen
Wenigstens Twitter sorgt während den Spielen für die richtige Mischung aus Humor und Realismus. Der Twitter-Spielfilm des gestrigen Spiels, enjoy!
honigstein raphael honigstein
1-0 Schweini. Great cross (!) from Robben
spox SPOX Redaktion
Stellungsspiel der Züricher Marke "Stadiontour Allianz Arena". #1:0
kaisergrantler Patrick F.
Ich sag mal was: Robben mit Flanke von links. Darauf warte ich jeden Spieltag. Meistens vergebens! #jaaa #FCB
LizasWelt Lizas Welt
Chefchentor. | #SCNR #FCBvsFCZ
Matze_MR Matze
Dem kleinen Bruder was an seinem Laptop erklären und dabei das Bayern-Tor verpassen. Was auch sonst.
mobtheater Timo Zimmer
Sehr geehrter Herr Gomez. Wenn das mit dem Arm heben nicht aufhört komme ich vorbei und brech ihn dir. #dingedienichtgehen
baziblogger Andi
Na, neun Mann spielen Fußball, Neuer hat nix zu tun und Kroos spielt verstecken. #fcb
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Also unserem Ludwig Gustl zuzuschauen ist schon die reinste Freude.
schommr c.
ARGH!! #Gomez #FCBvsFCZ
kaisergrantler Patrick F.
Der Neuer lacht sich doch kaputt. Mehr Kohle, besseres Trainingsgelände, schönere Stadt, bester Verein im Lande - weniger zu tun.
LizasWelt Lizas Welt
Und doch wieder Trott. Zu früh geschwärmt. Gnarf. | #FCBvsFCZ
helmi Frank Helmschrott
Robben geht KEINEM Ball entgegen. KEINEM. #fcb
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Kroos' Auftritt mal wieder irgendwo zwischen dis- und Sekret.
agitpopblog Baron von Agitpop
Knappen Vorsprung verwalten. Klasse. Da kann gar nix mehr schiefgehen. So wie damals gegen Inter... oh, halt. #fcb #torschießen
agitpopblog Baron von Agitpop
Spielgewordene Lethargie. Wenn uns das mal nicht in den Arsch beißt. #135minuten
LizasWelt Lizas Welt
Was wäre bei diesem, sagen wir: moderaten Gegner alles möglich, wenn man’s mal konsequent zu Ende spielen würde. Mann! | #FCBvsFCZ
redrobbery Red Robbery
Could anyone please tell them to stop thinking of next Saturday?
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Hoeneß mit saurer Miene in die Kabine gestapft. Wird wohl nochmal auf das Finale in München hinweisen "Da müssen wir dabei sein".
agitpopblog Baron von Agitpop
Wenn ein sofortiges Fußballverbot bedeutet, dass ich nie wieder Matze Knop im Fernsehen sehen muss, dann bin ich dafür!
LizasWelt Lizas Welt
Gómez trifft im Moment vom Strand aus das Meer nicht. Deprimierend. | #FCBvsFCZ
agitpopblog Baron von Agitpop
Die Saison 2009-2010 hat angerufen und will ihren Mario Gomez zurückhaben. #fcb #krisensaison #malwieder
agitpopblog Baron von Agitpop
Erinnert ihr euch noch an das letzte CL-Spiel, das wir locker 5:0 oder 6:0 hätten gewinnen können? #fuck #fcb
baziblogger Andi
Die Chancenauswertung gegen Wolfsburg war eindeutig besser. #fcb
agitpopblog Baron von Agitpop
"Im modernen Fußball spricht man von einem polyvalenten Spieler." Und mit "man" meinen wir Lucien Favre. #kommentar #sat1
NiceBastard Dorin Popa
Polyvalent? Bei uns in der Schule hieß so etwas noch Schlampe. #fcb #müller #cl
kaisergrantler Patrick F.
Bin mir ziemlich sicher, dass Neuer gar nicht mehr im Tor steht.
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Na endlich...
spox SPOX Redaktion
Das ist dann wohl für Robben wie ein Elfmeter. 2:0. #fcb
baziblogger Andi
Das amüsamteste an dem Tor: Gomez holt einen Scorerpunkt. #fcb
saebenerstr Fabian W.
Nur 2:0. Gegner so schlecht wie von allen beschrieben. Muss reichen.
Ein grosses danke an alle, an deren Kreativität ich mich hier bedient hab.
honigstein raphael honigstein
1-0 Schweini. Great cross (!) from Robben
spox SPOX Redaktion
Stellungsspiel der Züricher Marke "Stadiontour Allianz Arena". #1:0
kaisergrantler Patrick F.
Ich sag mal was: Robben mit Flanke von links. Darauf warte ich jeden Spieltag. Meistens vergebens! #jaaa #FCB
LizasWelt Lizas Welt
Chefchentor. | #SCNR #FCBvsFCZ
Matze_MR Matze
Dem kleinen Bruder was an seinem Laptop erklären und dabei das Bayern-Tor verpassen. Was auch sonst.
mobtheater Timo Zimmer
Sehr geehrter Herr Gomez. Wenn das mit dem Arm heben nicht aufhört komme ich vorbei und brech ihn dir. #dingedienichtgehen
baziblogger Andi
Na, neun Mann spielen Fußball, Neuer hat nix zu tun und Kroos spielt verstecken. #fcb
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Also unserem Ludwig Gustl zuzuschauen ist schon die reinste Freude.
schommr c.
ARGH!! #Gomez #FCBvsFCZ
kaisergrantler Patrick F.
Der Neuer lacht sich doch kaputt. Mehr Kohle, besseres Trainingsgelände, schönere Stadt, bester Verein im Lande - weniger zu tun.
LizasWelt Lizas Welt
Und doch wieder Trott. Zu früh geschwärmt. Gnarf. | #FCBvsFCZ
helmi Frank Helmschrott
Robben geht KEINEM Ball entgegen. KEINEM. #fcb
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Kroos' Auftritt mal wieder irgendwo zwischen dis- und Sekret.
agitpopblog Baron von Agitpop
Knappen Vorsprung verwalten. Klasse. Da kann gar nix mehr schiefgehen. So wie damals gegen Inter... oh, halt. #fcb #torschießen
agitpopblog Baron von Agitpop
Spielgewordene Lethargie. Wenn uns das mal nicht in den Arsch beißt. #135minuten
LizasWelt Lizas Welt
Was wäre bei diesem, sagen wir: moderaten Gegner alles möglich, wenn man’s mal konsequent zu Ende spielen würde. Mann! | #FCBvsFCZ
redrobbery Red Robbery
Could anyone please tell them to stop thinking of next Saturday?
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Hoeneß mit saurer Miene in die Kabine gestapft. Wird wohl nochmal auf das Finale in München hinweisen "Da müssen wir dabei sein".
agitpopblog Baron von Agitpop
Wenn ein sofortiges Fußballverbot bedeutet, dass ich nie wieder Matze Knop im Fernsehen sehen muss, dann bin ich dafür!
LizasWelt Lizas Welt
Gómez trifft im Moment vom Strand aus das Meer nicht. Deprimierend. | #FCBvsFCZ
agitpopblog Baron von Agitpop
Die Saison 2009-2010 hat angerufen und will ihren Mario Gomez zurückhaben. #fcb #krisensaison #malwieder
agitpopblog Baron von Agitpop
Erinnert ihr euch noch an das letzte CL-Spiel, das wir locker 5:0 oder 6:0 hätten gewinnen können? #fuck #fcb
baziblogger Andi
Die Chancenauswertung gegen Wolfsburg war eindeutig besser. #fcb
agitpopblog Baron von Agitpop
"Im modernen Fußball spricht man von einem polyvalenten Spieler." Und mit "man" meinen wir Lucien Favre. #kommentar #sat1
NiceBastard Dorin Popa
Polyvalent? Bei uns in der Schule hieß so etwas noch Schlampe. #fcb #müller #cl
kaisergrantler Patrick F.
Bin mir ziemlich sicher, dass Neuer gar nicht mehr im Tor steht.
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Na endlich...
spox SPOX Redaktion
Das ist dann wohl für Robben wie ein Elfmeter. 2:0. #fcb
baziblogger Andi
Das amüsamteste an dem Tor: Gomez holt einen Scorerpunkt. #fcb
saebenerstr Fabian W.
Nur 2:0. Gegner so schlecht wie von allen beschrieben. Muss reichen.
Ein grosses danke an alle, an deren Kreativität ich mich hier bedient hab.
FCB - FC Zürich: Viel Luft nach oben
Eins vielleicht mal vorne weg: Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit dem gestrigen Spiel und mir geht so langsam echt auf die Nerven, wie verschoben die Wahrnehmung einiger Akteure beim FC Bayern zu sein scheint.
„Heute haben wir unsere Klasse gezeigt. Defensiv nichts zugelassen, das war vergangene Saison ganz anders, und offensiv guten Fußball gespielt. Das ist das, was wir spielen wollen.“ (Phillip Lahm)
Ja wir haben das Spiel 2-0 gewonnen, ja wir haben jetzt sehr gute Chancen auf die Champions League Gruppenphase, aber bei mir schleicht sich mehr und mehr der Eindruck ein, dass wir uns nicht eingestehen wollen den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterherzuhinken. Diese Mannschaft hätte aus dem Stadion gefegt werden müssen, die wollten nämlich mal rein Garnichts von uns. Das merk ich doch als Spieler nach 5 Minuten, dass die sich fast nass machen und jedes Mal panisch werden, wenn man sie auch nur ein bisschen unter Druck setzt. Das 2:0 ist viel zu wenig.
„Wir müssen froh sein über das 2:0. Aber wir spielen immer noch nicht gut genug finde ich und das müssen wir realisieren, dass wir noch viel verbessern müssen. Wir müssen konzentrierter spielen, auch aggressiver, nicht nur wenn wir verteidigen, sondern auch wenn wir angreifen. Wir müssen schneller spielen und damit auch mehr Chancen kreieren.“ (Arjen Robben)
Meine Rede. Gerade wenn es noch nicht rund läuft muss ich doch so ein Spiel nutzen, um mir Selbstbewusstsein zu holen. Hätte man von Anfang an so gespielt wie teilweise in der zweiten Hälfte, wäre das Spiel nach einer halben Stunde entschieden gewesen. Dann steht es 3:0 oder 4:0 und man kann es in der zweiten Hälfte ausklingen lassen und nächste Woche gemütlich nach Zürich fahren. Man könnte es so viel einfacher haben. Stattdessen schaffen wir es gegen eine Mannschaft, die meiner Meinung nach in der Champions League Qualifikation rein Garnichts verloren hat, nicht uns mehr als 2 gute Chancen in 45 Minuten herauszuspielen. Es fehlt ein Konzept und vor allem fehlt es an Einsatz und Laufbereitschaft.
Natürlich, es ist noch früh in der Saison und andere Mannschaften wie Arsenal und Villareal haben sich in ihren Spielen ebenfalls schwer getan. Aber wir wollen ins Champions League Finale und dann muss man sich eben an Mannschaften wie Madrid, Barcelona oder Manchester messen (lassen).
Bester Spieler war an diesem Tag für mich einmal mehr Luiz Gustavo, der unglaublich viel abgeräumt hat im Mittelfeld und mit einem gewonnenen Zweikampf auch das 1:0 eingeleitet hat. Enttäuscht war ich vor allem von Mario Gomez und Toni Kroos. Kroos hatte beinahe keine Bindung zum Spiel und wurde folgerichtig von Heynckes ausgewechselt und von mir in Comunio verkauft. Der Junge sollte so langsam mal in die Pötte kommen und endlich konstanter werden. Mario Gomez hat mich gestern fast zur Weißglut gebracht, viel zu langsam im Kopf und gleich mehrere gute Chancen leichtfertig vertändelt. Get it together man! Und den Arsch-des-Tages-Award bekommt eindeutig SAT1 für die bescheuert-penetranten Kickbox Promos während der Übertragung, für das Wegschneiden des Einlaufens und für Matze Knop.
„Heute haben wir unsere Klasse gezeigt. Defensiv nichts zugelassen, das war vergangene Saison ganz anders, und offensiv guten Fußball gespielt. Das ist das, was wir spielen wollen.“ (Phillip Lahm)
Ja wir haben das Spiel 2-0 gewonnen, ja wir haben jetzt sehr gute Chancen auf die Champions League Gruppenphase, aber bei mir schleicht sich mehr und mehr der Eindruck ein, dass wir uns nicht eingestehen wollen den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterherzuhinken. Diese Mannschaft hätte aus dem Stadion gefegt werden müssen, die wollten nämlich mal rein Garnichts von uns. Das merk ich doch als Spieler nach 5 Minuten, dass die sich fast nass machen und jedes Mal panisch werden, wenn man sie auch nur ein bisschen unter Druck setzt. Das 2:0 ist viel zu wenig.
„Wir müssen froh sein über das 2:0. Aber wir spielen immer noch nicht gut genug finde ich und das müssen wir realisieren, dass wir noch viel verbessern müssen. Wir müssen konzentrierter spielen, auch aggressiver, nicht nur wenn wir verteidigen, sondern auch wenn wir angreifen. Wir müssen schneller spielen und damit auch mehr Chancen kreieren.“ (Arjen Robben)
Meine Rede. Gerade wenn es noch nicht rund läuft muss ich doch so ein Spiel nutzen, um mir Selbstbewusstsein zu holen. Hätte man von Anfang an so gespielt wie teilweise in der zweiten Hälfte, wäre das Spiel nach einer halben Stunde entschieden gewesen. Dann steht es 3:0 oder 4:0 und man kann es in der zweiten Hälfte ausklingen lassen und nächste Woche gemütlich nach Zürich fahren. Man könnte es so viel einfacher haben. Stattdessen schaffen wir es gegen eine Mannschaft, die meiner Meinung nach in der Champions League Qualifikation rein Garnichts verloren hat, nicht uns mehr als 2 gute Chancen in 45 Minuten herauszuspielen. Es fehlt ein Konzept und vor allem fehlt es an Einsatz und Laufbereitschaft.
Natürlich, es ist noch früh in der Saison und andere Mannschaften wie Arsenal und Villareal haben sich in ihren Spielen ebenfalls schwer getan. Aber wir wollen ins Champions League Finale und dann muss man sich eben an Mannschaften wie Madrid, Barcelona oder Manchester messen (lassen).
Bester Spieler war an diesem Tag für mich einmal mehr Luiz Gustavo, der unglaublich viel abgeräumt hat im Mittelfeld und mit einem gewonnenen Zweikampf auch das 1:0 eingeleitet hat. Enttäuscht war ich vor allem von Mario Gomez und Toni Kroos. Kroos hatte beinahe keine Bindung zum Spiel und wurde folgerichtig von Heynckes ausgewechselt und von mir in Comunio verkauft. Der Junge sollte so langsam mal in die Pötte kommen und endlich konstanter werden. Mario Gomez hat mich gestern fast zur Weißglut gebracht, viel zu langsam im Kopf und gleich mehrere gute Chancen leichtfertig vertändelt. Get it together man! Und den Arsch-des-Tages-Award bekommt eindeutig SAT1 für die bescheuert-penetranten Kickbox Promos während der Übertragung, für das Wegschneiden des Einlaufens und für Matze Knop.
Sonntag, 7. August 2011
Ligaauftakt gegen Gladbach: Und täglich grüßt das Murmeltier...
Die Saison ist gerade mal ein Wochenende alt und schon laufen wir den Schwarz-gelben wieder hinterher. Sowohl was die Tabelle angeht, als auch was die spielerischen Aspekte betrifft. Gegen eigentlich harmlose Gladbacher setzte es bereits einen deutlichen Schuss vor den Bug. Für alle die dachten die Saison wird ein Selbstläufer sollte nun klar sein, dass auch diese Mannschaft ihr Maximum abrufen muss, um den Dortmundern Paroli zu bieten und in der Champions League (in der wir wohlgemerkt noch nicht mal drin sind) die hochgesteckten Erwartungen zu erfüllen.
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt und gleicht in erschreckender Weise den Spielen aus der letzten Saison. Bayern ist natürlich überlegen, hat mehr vom Spiel, mehr Ballbesitz und scheint alles im Griff zu haben. Die beste Chance des ersten Durchgangs hat trotzdem Gladbach. Neuer lenkt den Schuss von Reus jedoch über den Kasten. Auf Seiten der Münchener überzeugt im ersten Abschnitt außer Müller keiner der Offensivspieler. Zu langsam und zu behäbig sind die Angriffsbemühungen meist, zu durchschaubar die Kombinationen und zu harmlos die Hereingaben von der Seite. Bezeichnend die Eckenstatistik: 11 Ecken, nur ein Ball aufs Tor (Gomez an den Pfosten). Die Spielweise, die im Pokal gegen Braunschweig noch funktionierte, weil man früh in Führung ging, stellte sich gegen konzentriert verteidigende Gladbacher als wenig wirksam heraus. Robben konnte kaum eines seiner Dribblings erfolgreich zu Ende bringen, Kroos fehlte der Mut und das Glück im Abschluss, Schweinsteiger tauchte fast über die gesamte Spielzeit unter und wenn er am Ball war dauerte es zu lange bevor er den Ball weiterleitete. Kein Vergleich zu Götze, Großkreutz und Kagawa am Freitagabend – und das zu schreiben tut mir als Bayernfan wirklich weh. Vor allem ohne Ball fehlte der Wille auch mal die Wege für Mitspieler freizureißen oder sich in der Lücke zum Doppelpass anzubieten.
Wenigstens defensiv war jedoch zunächst alles in Butter. Rafinha und Lahm kamen immer wieder mit nach vorne und standen hinten sicher. Vor allem Boateng und Gustavo präsentierten sich in der Zentrale ungemein zweikampfstark und fingen die wenigen Offensivaktionen der Gäste aufmerksam ab.
Auch in der zweiten Hälfte dasselbe Bild, Bayern spielbestimmend aber ohne Durchschlagskraft. Robben noch ein Schatten seiner selbst und damit fehlt einfach das Überraschungsmoment im Spiel der Münchener. Auch die Hereinnahme von Ribery änderte daran nichts. Nach gut einer Stunde ging Gladbach dann vermeintlich in Führung, doch Rafati entschied zu Recht auf Foul. Kurze Zeit später passierte es dann aber doch, nach einem eigentlich harmlosen langen Ball aus der Gladbacher Hälfte gab es Abstimmungsprobleme zwischen dem heraus eilenden Neuer, Boateng und Badstuber. Camargo nutze das und köpfte zur Führung für die Gäste ein.
Auch in der verbleibenden Spielzeit gelang es den Münchenern nicht das Ergebnis noch zu drehen. Ter Stegen parierte zweimal stark gegen Gomez und Schweinsteiger. Beim einzigen gefährlichen Eckball stand Gomez Kopfball nur der Pfosten im Weg. Robben versuchte es ebenfalls noch zweimal aus der Distanz, aber die nötige Präzision fehlte auch ihm. Dazu kam noch, dass Rafati und sein Gespann leider zweimal bei Abseits danebenlagen. Gomez wäre frei vor dem Tor gewesen. Das Tor von Müller war ebenfalls regulär, da nur Gomez, aber nicht Müller im Abseits stand. Passte insgesamt aber Alles zum missglückten Tag für die Münchener.
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt und gleicht in erschreckender Weise den Spielen aus der letzten Saison. Bayern ist natürlich überlegen, hat mehr vom Spiel, mehr Ballbesitz und scheint alles im Griff zu haben. Die beste Chance des ersten Durchgangs hat trotzdem Gladbach. Neuer lenkt den Schuss von Reus jedoch über den Kasten. Auf Seiten der Münchener überzeugt im ersten Abschnitt außer Müller keiner der Offensivspieler. Zu langsam und zu behäbig sind die Angriffsbemühungen meist, zu durchschaubar die Kombinationen und zu harmlos die Hereingaben von der Seite. Bezeichnend die Eckenstatistik: 11 Ecken, nur ein Ball aufs Tor (Gomez an den Pfosten). Die Spielweise, die im Pokal gegen Braunschweig noch funktionierte, weil man früh in Führung ging, stellte sich gegen konzentriert verteidigende Gladbacher als wenig wirksam heraus. Robben konnte kaum eines seiner Dribblings erfolgreich zu Ende bringen, Kroos fehlte der Mut und das Glück im Abschluss, Schweinsteiger tauchte fast über die gesamte Spielzeit unter und wenn er am Ball war dauerte es zu lange bevor er den Ball weiterleitete. Kein Vergleich zu Götze, Großkreutz und Kagawa am Freitagabend – und das zu schreiben tut mir als Bayernfan wirklich weh. Vor allem ohne Ball fehlte der Wille auch mal die Wege für Mitspieler freizureißen oder sich in der Lücke zum Doppelpass anzubieten.
Wenigstens defensiv war jedoch zunächst alles in Butter. Rafinha und Lahm kamen immer wieder mit nach vorne und standen hinten sicher. Vor allem Boateng und Gustavo präsentierten sich in der Zentrale ungemein zweikampfstark und fingen die wenigen Offensivaktionen der Gäste aufmerksam ab.
Auch in der zweiten Hälfte dasselbe Bild, Bayern spielbestimmend aber ohne Durchschlagskraft. Robben noch ein Schatten seiner selbst und damit fehlt einfach das Überraschungsmoment im Spiel der Münchener. Auch die Hereinnahme von Ribery änderte daran nichts. Nach gut einer Stunde ging Gladbach dann vermeintlich in Führung, doch Rafati entschied zu Recht auf Foul. Kurze Zeit später passierte es dann aber doch, nach einem eigentlich harmlosen langen Ball aus der Gladbacher Hälfte gab es Abstimmungsprobleme zwischen dem heraus eilenden Neuer, Boateng und Badstuber. Camargo nutze das und köpfte zur Führung für die Gäste ein.
Auch in der verbleibenden Spielzeit gelang es den Münchenern nicht das Ergebnis noch zu drehen. Ter Stegen parierte zweimal stark gegen Gomez und Schweinsteiger. Beim einzigen gefährlichen Eckball stand Gomez Kopfball nur der Pfosten im Weg. Robben versuchte es ebenfalls noch zweimal aus der Distanz, aber die nötige Präzision fehlte auch ihm. Dazu kam noch, dass Rafati und sein Gespann leider zweimal bei Abseits danebenlagen. Gomez wäre frei vor dem Tor gewesen. Das Tor von Müller war ebenfalls regulär, da nur Gomez, aber nicht Müller im Abseits stand. Passte insgesamt aber Alles zum missglückten Tag für die Münchener.
Samstag, 30. April 2011
Warum nicht immer so... IHR PAPPNASEN!
Dank einer Streckenweise überragenden Vorstellung gegen den FC Schalke 04 und dem gleichzeitigen Patzer von Hannover 96 gegen Gladbach hat der FC Bayern Platz 3 in der Liga zurückerobert. Unter der Woche beherrschte der FC Bayern mal wieder sämtliche Nachrichten und Gazetten, der Chefchen-Eklat um Bastian Schweinsteiger, sowie die Aussagen von Arjen Robben zu den Führungsqualitäten der Kapitäne Lahm und Schweinsteiger zeigten deutlich, wie es derzeit um das Innenleben der Mannschaft bestellt ist, dazu kamen noch die zahlreichen Gerüchte um Manuel Neuer.
Die mit Spannung erwartete Reaktion der Bayernfans gegenüber Neuer fiel, soweit man das am Fernseher beurteilen konnte, unerwartet leise aus. Nur vereinzelt waren Pfiffe und Sprechgesänge gegen unsere (hoffentlich) zukünftige Nummer 1 zu hören – und das war auch gut so. Ein paar Unbelehrbare gibt es natürlich immer, aber die Tatsache, dass sich das Klima im Vergleich zum Pokalspiel deutlich beruhigt hat, stimmt mich zuversichtlich.
Der FC Bayern ging von Beginn an hochmotiviert zur Sache und demonstrierte den Königsblauen von der ersten Minute an, wer Herr im Hause ist. Mich persönlich macht das immer ein wenig nachdenklich und auch wütend, weil ich mir dann ausmale, was dieses Jahr möglich gewesen wäre, wenn man ein solches Engagement im Pokalhalbfinale oder im CL-Achtelfinale an selber Stelle gezeigt hätte. Oder bei einer der unzähligen unnötig verschenkten Auswärtspartien in der Liga.
Wie dem auch sei, in der Anfangsphase überrollte der FC Bayern die Gäste regelrecht. Angeführt von den überragenden Gomez, Müller und Robben zelebrierte der FCB vor allem in der ersten halben Stunde ein Offensivfeuerwerk, dass den Schalkern schwindelig wurde.
Bereits nach 6 Minuten schlug es das erste Mal ein im Kasten von Manuel Neuer. Nach einem Katastrophenfehler von Annan eroberte Mario Gomez den Ball an der Seitenauslinie und bediente in der Mitte Arjen Robben, der schob den Ball abgefälscht von Metzelder ins lange Eck. Manch einer mag unken, dass Manuel Neuer diesen Ball am Dienstag gehalten hätte, aber dem geneigten Bayernfan soll es Recht sein. Schalke glich jedoch nur eine Minute später aus. Eigentlich war Schalke an diesem 1:1 jedoch kaum beteiligt. Farfan flankte nach einer kurz ausgeführten Ecke, Jörg Butt tauchte unter dem Ball durch, Diego Contento zog den Kopf ein und Badstuber stand eben da, wo ein Unglücksrabe in so einer Situation steht, Ausgleich.
Bayern zeigte sich jedoch wenig beeindruckt und spielte weiter engagiert und zielstrebig nach Vorne. Auffällig dabei war, dass die Münchener es vor allem in der Anfangsphase auch des Öfteren mit langen Flugbällen auf die Außen versuchten. Ein Mittel, das es unter van Gaal kaum bis nie gab. Dadurch gelang es aber die Schalker ein ums andere Mal zu überrumpeln. Auch der läuferische Aufwand, den die Münchener bei gegnerischem Ballbesitz zeigten war beeindruckend und zeigte was diese Mannschaft leisten kann wenn sie will. Kurze Zeit später brachte Christoph Metzelder Arjen Robben kurz vor der Strafraumgrenze zu Fall. Zunächst sah es für viele klar nach Elfmeter aus, aber der gute Schiedsrichter Gagelmann entschied zu Recht auf Freistoß. Arjen Robben hämmerte Selbigen in die Mauer und der gedankenschnelle Müller verwertete den Abpraller zum 2:1 (13.).
Der FCB hielt das Tempo weiter hoch, Ribery verzog noch knapp (16.), Mario Gomez machte es kurze Zeit später besser. Müller köpfte eine Hereingabe von Robben über den heraus eilenden Neuer und Gomez vollendete aus kurzer Distanz zum 3:1 (19.). Manuel Neuer gab bei diesem Tor keine gute Figur ab und prompt stimmten Teile der Bayernfans ihre Gesänge an. „Schießbuden-Neuer“ war der Spruch der Wahl. Ziemlich lächerlich das Ganze. Sah wohl auch Neuer so und demonstrierte bei den nächsten beiden Bayern-Großchancen seine Extraklasse. Auch in der Folge zeigten die Münchener teils überragende Kombinationen. Sogar der nicht für technische Kabinettstückchen bekannte Tymoschuk beteiligte sich mit einem Hackentrick am Münchener Spektakel. Erst nach gut einer halben Stunde nahmen die Münchener das Tempo raus und das Spiel verflachte sofort, da von den Schalkern an diesem Tag rein Garnichts kam.
Auch in der zweiten Hälfte verwalteten die Mannen von Andries Jonker das Ergebnis und ließen die letzte Konsequenz in den Offensivaktionen vermissen. Erst kurz vor Schluss stellte der überragende Müller den Endstand her. Der gerade eingewechselte Klose spielte Ribery perfekt in den Lauf, der steckte durch auf Müller und im dritten Anlauf traf der zum 4:1 (83.). 4 Tore, 3 Punkte, Platz 3 erneut zurückerobert, Alles gut sollte man meinen. Trotzdem gaben sich die Münchener nach dem Spiel eher nachdenklich als euphorisch.
Thomas Müller: „Das einzig Bittere ist, dass wir aus dem Potenzial, was in der Mannschaft steckt, so wenig rausgeholt haben. Wenn man sieht, dass wir um den dritten Platz kämpfen müssen. Da ist das ein wenig enttäuschend, dass wir so wenig aus der Saison gemacht haben.“
Andries Jonker: „Ich denke, dass wir ein Riesenpotenzial haben. Wir sind in der Lage alles zu gewinnen, was es zu gewinnen gibt. Um das abzurufen, müssen wir 90 Minuten da sein. Wir machen alles, um das Ziel Platz drei zu erreichen. Aber es gibt keinen Grund, überheblich zu sein. Wir spielen nächste Woche gegen St. Pauli, dort müssen wir gewinnen.“
Das einhellige Fazit lautet also auch bei Spielern und Verantwortlichen, wenn man eine solche Leistung öfter abgerufen hätte, wäre diese Saison mehr drin gewesen. Kommende Woche gilt es nun im letzten Auswärtsspiel des Jahres (Gottseidank!) beim Tabellenletzten St. Pauli den Grundstein für Platz 3 zu legen, oder wie es Arjen Robben ausdrückt: „Wir sind Professionals, dann mussen wir damit weitergehen.“
Montag, 21. März 2011
FC Bayern - Freiburg: Die Rückkehr der Duselbayern
Kaum spricht man den Bayern die Qualität ab, Spiele in den letzten Minuten zu gewinnen, schon beweisen sie, dass es eben doch geht. Der Boulevard jubiliert: „Die Rückkehr der Duselbayern“.
Was der FC Bayern allerdings während der 90 Minuten ablieferte war alles andere als ein fußballerischer Leckerbissen. Mario Gomez köpfte nach Riberys Freistoß zunächst das frühe 1:0. Sein insgesamt 19. Saisontreffer, dieser Mann ist ein Phänomen. Anschließend verlor der FCB jedoch völlig seine Linie. Freiburg war das dominante Team und bestimmte die Partie. Luiz Gustavo, der erneut mit van Buyten die IV bildete, erwischte im Breisgau einen rabenschwarzen Tag. Zunächst ließ er einen Steilpass der Freiburger einfach passieren und zwang so Kraft zu einem Foul an Cisse, der dann allerdings den folgenden Elfmeter kläglich vergab. Nochmal gutgegangen! Nur wenige Minuten später stand Gustavo erneut neben sich und ließ Cisse nach einer harmlosen Hereingabe völlig frei stehen. Diese Chance nutzte Cisse und erzielte den hochverdienten Ausgleich. Gustavo war für mich an diesem Tag eine absolute Katastrophe. Da sage noch einer wir seien zu leicht ausrechenbar. Blödsinn! Man kann wirklich nie wissen welcher Bayernspieler heute für Slapstickeinlagen zuständig ist.
Die zweite große Enttäuschung an diesem Tag war der bereits früh ausgewechselte Arjen Robben. Als er seinen Arbeitstag nach 27 Minuten beendete, hatte der Holländer gerade vier(!) Ballkontakte gesammelt und wirkte doch arg lustlos. Ob dies nun mit einer Verletzung zusammenhing oder eine emotionale Spätfolge der Niederlage am Mittwoch war, lässt sich schwer beurteilen. Allerdings war die Körpersprache für mich pure Provokation. Die Befürchtungen, dass er die Länderspielreise der Holländer trotzdem mitmachen würde, haben sich ja glücklicherweise nicht bestätigt. Alles Andere wäre für mich aber auch nicht nachvollziehbar gewesen.
Aber zurück zum Geschehen auf dem Rasen. Es war wieder eines dieser Spiele, in denen man nicht das Gefühl hatte, dass die Bayern nochmal zulegen können. Doch zum Glück für uns schien den Freiburger nach der Halbzeit einzufallen, dass sie gegen den FCB spielen und sie verfielen in eine unerklärliche Schockstarre. Ob es Angst vor der eigenen Courage war? Ob Robin Dutt eine van Gaalsche Halbzeitansprache hielt? Ob den Freiburger erst nach 45 Minuten klar wurde, dass sie ja gegen Bayern eigentlich zu verlieren haben? Ich weiß es nicht und es interessiert mich im Nachhinein auch nicht. Tatsache ist, dass sich Freiburg völlig unerklärlicherweise zurückzog und den Bayern das Spiel überließen. Ja ich sage absichtlich „das Spiel überließen“ weil ich der Meinung bin, dass der Verlauf der zweiten Hälfte weniger mit der Stärke der Bayern als vielmehr mit der Schwäche der Freiburger zu tun hatte. Dieses mangelnde Selbstbewusstsein kann man jedoch auch als positives Signal sehen. Die Liga hat noch nicht vergessen wer wir sind.
Bayern dominierte also die zweite Halbzeit ohne dabei spielerisch zu glänzen. Freiburg brachte nach vorne nicht mehr viel zu Stande und Bayern blieb ebenfalls lange harmlos. Kurz vor Schluss fasste sich Ribery schließlich ein Herz und hämmerte den Ball aus gut 16 Metern entschlossen ins lange Eck. Der anschließende Jubel zeigte in aller Deutlichkeit, wie es derzeit um den Seelenzustand der Mannschaft bestellt ist. Ich hoffe dieser Sieg war eine Initialzündung für die kommenden Spiele, das Restprogramm ist durchaus machbar. Ich bin allerdings beeindruckt von der Kaltschnäuzigkeit der Hannoveraner und Leverkusener. Das wird kein Zuckerschlecken. Aber immerhin haben wir wieder zwei Punkte auf Dortmund gutgemacht… Apropos Dortmund. Ich finde es immer wieder amüsant zu beobachten, wie schlecht Jürgen Klopp mit Rückschlägen umgehen kann. Flattern da etwa jetzt doch die Nerven? Allen die es noch nicht gesehen haben, empfehle ich dringend sich das Studiointerview mit Klopp und Tuchel auf sky.de anzuschauen. Ganz grosses Kino.
Sonntag, 13. März 2011
FC Bayern - HSV: Brechende Dämme und leere Ränge
Nach den turbulenten Ereignissen der letzten Tage hat es der FC Bayern geschafft den freien Fall zu stoppen. Mit einem 6:0 gegen den ebenfalls krisengeschüttelten HSV rückt der dritte Platz wieder in Reichweite. Ich warne jedoch eindringlich davor diesen Sieg überzubewerten, wenngleich er auch in dieser Höhe absolut verdient war.
Die erste Halbzeit war alles andere als souverän, aber das war von der Mannschaft in einer solchen Situation auch kaum zu erwarten. Dennoch erschreckt es mich persönlich immer wieder, wie leicht sich unsere Mannschaft teilweise abkochen lässt. Marcel Reif hat das sicher richtig eingeschätzt, als er von einem „sehr labilen Gebilde“ sprach. Die beiden ersten Tore durch Arjen Robben fielen dann psychologisch gesehen glücklicherweise genau zum richtigen Zeitpunkt (40./47.). Und wenn es dann mal läuft, läuft es eben. (3€ ins Phrasenschwein) Nochmals Robben (55.), sowie Ribery (64./85.) und Müller (79.) stellten den Endstand gegen harmlose Hamburger her. Besonders Ribery hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich für ihn persönlich, dass er zwei wunderschöne Tore erzielen konnte. Gegen Inter Mailand steht uns jedoch nächsten Dienstag wieder ein völlig anderes Spiel bevor, wobei das gestern getankte Selbstvertrauen sicher Gold wert ist.
Was ich am Samstag neben dem Spiel interessant fand, waren die leeren Ränge auf der Südtribüne. Grund dafür waren anscheinend verschärfte Einlasskontrollen in den betreffenden Blöcken, da es in den vergangenen beiden Heimspielen in der Südkurve sehr voll war. Damit wollte man die gängige Praxis unterbinden Sitzplatzkartenbesitzer in die Kurve zu schleusen. Aus Protest gegen diese Maßnahme entschied sich die Schickeria dann anscheinend dazu, lieber in den Gängen hinter der Haupttribüne zu verweilen, was man auch deutlich im TV hören konnte. Am Montag soll es wohl ein Treffen zwischen dem Vorstand und Mitgliedern der Schickeria geben, um das Problem aus der Welt zu schaffen.
Ich bin mir noch nicht ganz sicher was ich von der ganzen Sache halten soll. Ich tendiere aber dazu mich auf die Seite des Vereins zu schlagen. Ein derart überfüllter Block ist grundsätzlich ein Sicherheitsrisiko, sollte es zu einer Panik kommen. Zudem kam es in den vergangenen Spielen (v.a. auswärts) zunehmend zum Einsatz von Pyrotechnik und in einem überfüllten Block haben es Ordern und Polizei sicherlich schwerer einzugreifen und die Verursacher zu erkennen. Auch wenn dieses „Einschleusen“ anscheinend in den Stadien Gang und Gäbe ist und toleriert wird, muss man es ja noch nicht gutheißen. Das ist allerdings nur meine persönliche Einschätzung und ich bin gespannt, was der Gipfel zwischen Fans und Vorstand ergibt. Ich wünsche mir am Dienstag gegen Inter Mailand natürlich eine volle Südkurve, die den FC Bayern lauthals unterstützt und in die nächste Runde bringt.
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