Es war die 75. Minute in Düsseldorf beim Spiel zwischen Fortuna und dem FC Bayern: Manuel Neuer machte sich auf den Weg aus seinem Tor, um eine Flanke der Düsseldorfer abzuwehren. Auf halbem Weg merkte er, dass er den Ball nicht erreichen konnte und stand dann etwas verloren mitten in seinem Strafraum. Die Szene blieb folgenlos, weil Dante den Ball wegköpfte, aber es war eine Szene, die viel sagte über dieses Spiel.
Es war nämlich der einzige Moment während der 90 Minuten, in dem man das Gefühl hatte, dass der FC Bayern die Situation auf dem Rasen nicht vollkommen im Griff hat.
Der "Patzer" von Neuer blieb folgenlos und letztlich stand am Ende ein hochverdientes 5:0 und die Erkenntnis, dass der FC Bayern die Liga derzeit ernst nimmt und sie aufgrund der individuellen Klasse fast mühelos beherrscht.
Hungrige Bayern im Herbsthoch
Wie auch letztes Jahr zur Mitte der Hinrunde ist der FCB in einer Verfassung, in der man, wenn man ernst macht, jeden Gegner in der Liga dominieren kann.
Fortuna Düsseldorf war dabei sicher nicht der stärkste Gegner, aber die Hinrunde, die die Mannschaft von Norbert Meier bisher hingelegt hat, ist aller Ehren wert. Bis zum Spiel gegen die Bayern hatte Düsseldorf immerhin nur drei Gegentore hinnehmen müssen.
Das zeigt, das vieles richtig gemacht wurde und die Fortuna nicht gerade Fallobst in dieser Liga ist, auch wenn der geneigte Fan das beim Blick auf das Ergebnis vermuten könnte.
Düsseldorf ohne Mittel gegen zielstrebige Bayern
An diesem Tag war Düsseldorf nicht gut genug, um den Bayern Paroli zu bieten. Sie ließen den Bayern zuviel Platz und kamen mit den ständigen Rochaden der Offensivkräften nie zurecht.
Dadurch ergaben sich Räume, die von den Bayern eiskalt ausgenutzt wurden. Die Münchener Tore waren allesamt wunderschön herausgespielt und Düsseldorf war mit dem 0:5 noch gut bedient.
Was mich sehr gefreut hat, war das Comeback von David Alaba, der zuvor zwei Monate verletzt war. In der 70. Minute wurde er gegen Düsseldorf eingewechselt, nachdem er unter der Woche bei seinem Comeback die österreichische Nationalmannschaft fast alleine zum Sieg schoss.
Nach seiner Einwechslung zeigte er, dass er (fit) auf der linken Abwehrseite absolut alternativlos ist.
Alaba mit dritter Torvorlage in 110 Minuten
Holger Badstuber machte gegen Düsseldorf kein schlechtes Spiel, das beileibe nicht. Aber es war eindrucksvoll zu sehen, wie sehr die linke Seite mit Alaba belebt wurde. Eine Achse mit Ribery und Alaba ist offensiv deutlich gefährlicher als mit Badstuber.
Alaba schlägt Flanken, kommt mit Tempo, geht in Dribblings und kann in Eins-gegen-Eins Situationen jederzeit etwas Überraschendes starten. Alles Qualiäten, die ich von Badstuber auf dieser Position nicht gesehen habe.
Die Vorarbeit zum 4:0 durch Thomas Müller untermauerte eindrucksvoll Alabas Stärken. Badstuber tendiert dagegen häufig zum Rück- oder Querpass und überlässt die Offensive Ribery. Das soll keine Herabsetzung von Badstuber sein, er hat zweifelsohne seine Fähigkeiten, aber sie liegen in der Defensive.
Zielsicherer Gustavo sticht Schweinsteiger und Martinez aus
Luiz Gustavo war für mich ebenfalls wieder einer der Stärksten auf Seiten des FC Bayern. Deutlich defensiver als Nebenmann Schweinsteiger, holte sich Gustavo zahlreiche Bälle von den Innenverteidigern und bediente sicher und zuverlässig seine Vorderleute.
Noch vor Bastian Schweinsteiger war er für mich der dominante Spieler im Zentrum und krönte seinen starken Auftritt mit seinem dritten Saisontor in der Bundesliga.
Die Bayern lieferten über 90 Minuten ein astreines und kontrolliertes Spiel ab. In der Offensive zielstrebig, viel mit vertikalen schnörkellosen Pässen agierend, in der Defensive geschlossen und zweikampfstark, es gab kaum etwas zu meckern.
Heynckes lobt "beste Saisonleistung"
Auch Jupp Heynckes sah, laut eigener Aussage, beim achten Saisonsieg die stärksten Bayern dieser Saison. Wenn man der Statistik glauben schenken darf, was man in diesem Fall als Bayern-Fan gerne tut, ist der FC Bayern durch den neuen Startrekord schon so gut wie deutscher Meister.
Zwölf Punkte liegt Bayern vor Borussia Dortmund, fünf Punkte beträgt der Abstand auf Eintracht Frankfurt auf Platz zwei. Laut Uli Hoeneß ist ja eben dieser Abstand zwischen Platz eins und zwei der einzige, der ihn interessiert. Recht hat der Mann!
Wenn der FC Bayern so weiter macht, wird es jedenfalls eine langweilige Saison werden. Aber nach den Ereignissen der letzten Saison kann man an der Säbenerstraße mit Langeweile gut leben.
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Dienstag, 23. Oktober 2012
Samstag, 29. September 2012
Nicht schön, aber gut. Die 18-Punkte-Bayern.
Es waren Details, die dem FC Bayern in der vergangenen Saison gefehlt haben, um die ganz großen Ziele zu erreichen. Es waren Kleinigkeiten, die in den vergangenen Spielen gegen Borussia Dortmund den Ausschlag zu Gunsten der Dortmunder gaben. Und es sind Details, die in diesen Tagen und Wochen für den FC Bayern laufen und dafür sorgen, dass man mit 18 Punkten verlustpunktfrei an der Spitze der Liga steht.
Details wie die neu entdeckte Torriecher von Luiz Gustavo. Details wie der clever ausgespielte Konter vor dem 2-0. So gelang gegen Werder Bremen, trotz wenig ansprechender Leistung, letztlich ein souveräner 2-0 Erfolg und der neunte Erfolg im neunten Pflichtspiel der Saison.
Shaqiri und Mandzukic bringen Schwung
Die beiden eingewechselten Neuzugänge Xherdan Shaqiri und Mario Mandzukic hatten erneut großen Anteil am Erfolg, ebenso wie Luiz Gustavo, der offenbar an seinen offensiven Schwächen gearbeitet hat.
Mit seinem Tor zum erlösenden 1-0 zeigte Gustavo, dass er es nicht nur mit Gewalt, sondern auch mit ganz viel Gefühl kann. Die Gegenwehr der Bremer hielt sich dabei in gütigen Grenzen.
Sammer unzufrieden
Man darf sich jedoch nicht täuschen lassen. Wie ich auch schon nach dem Sieg auf Schalke war nicht alles so gut, wie es das Ergebnis vermuten lässt.
Das Spiel plätscherte vor allem in der ersten Hälfte vor sich hin. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel zumindest ereignisreicher. Auch Matthias Sammer bemerkte im SKY-Interview nach dem Spiel zu Recht, dass es bis zum 1-0 "zu wenig" und teilweise "lätschert" war, was der FC Bayern ablieferte.
Kroos und Müller mit Durchhängern
Bremen machte es defensiv über weite Strecken sehr gut, blieb jedoch im Umkehrschluss vorne weitgehend harmlos. Bayern schaffte es aufgrund des fehlenden Tempos in den Angriffsaktionen lange Zeit nicht den Bremer Abwehrriegel zu durchbrechen.
Vorallem Kroos und der unter der Woche erkrankte Müller schienen an diesem Tag nicht ganz auf der Höhe zu sein. Auch zwei gelbe Karten in der ersten Halbzeit - soviele wie bisher in der ganzen Saison insgesamt - sprechen dafür, dass in den Reihen der Bayern nicht alle hellwach waren.
40 Millionen für Martinez und Gustavos Zauber
Mit den Hereinnahmen von Shaqiri und Mandzukiv für Kroos und Claudio Pizarro änderte sich das jedoch. Das Spiel wurde schneller, beide Teams hatten Möglichkeiten in Führung zu gehen. Wie schon gegen Schalke waren es letztlich individuelle Geniestreiche, die den Ausschlag gaben.
Uli Hoeneß hatte ja jüngst im Interview mit 11Freunde bemerkt, dass 40 Millionen wohl etwas mehr Geld sind als Javi Martinez wert sei. Wenn man aber beobachtet, welchen Qualitätssprung Gustavo seit der Verpflichtung des Spaniers gemacht hat, dann scheint sie zumindest mir durchaus angemessen.
Details wie die neu entdeckte Torriecher von Luiz Gustavo. Details wie der clever ausgespielte Konter vor dem 2-0. So gelang gegen Werder Bremen, trotz wenig ansprechender Leistung, letztlich ein souveräner 2-0 Erfolg und der neunte Erfolg im neunten Pflichtspiel der Saison.
Shaqiri und Mandzukic bringen Schwung
Die beiden eingewechselten Neuzugänge Xherdan Shaqiri und Mario Mandzukic hatten erneut großen Anteil am Erfolg, ebenso wie Luiz Gustavo, der offenbar an seinen offensiven Schwächen gearbeitet hat.
Mit seinem Tor zum erlösenden 1-0 zeigte Gustavo, dass er es nicht nur mit Gewalt, sondern auch mit ganz viel Gefühl kann. Die Gegenwehr der Bremer hielt sich dabei in gütigen Grenzen.
Sammer unzufrieden
Man darf sich jedoch nicht täuschen lassen. Wie ich auch schon nach dem Sieg auf Schalke war nicht alles so gut, wie es das Ergebnis vermuten lässt.
Das Spiel plätscherte vor allem in der ersten Hälfte vor sich hin. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel zumindest ereignisreicher. Auch Matthias Sammer bemerkte im SKY-Interview nach dem Spiel zu Recht, dass es bis zum 1-0 "zu wenig" und teilweise "lätschert" war, was der FC Bayern ablieferte.
Kroos und Müller mit Durchhängern
Bremen machte es defensiv über weite Strecken sehr gut, blieb jedoch im Umkehrschluss vorne weitgehend harmlos. Bayern schaffte es aufgrund des fehlenden Tempos in den Angriffsaktionen lange Zeit nicht den Bremer Abwehrriegel zu durchbrechen.
Vorallem Kroos und der unter der Woche erkrankte Müller schienen an diesem Tag nicht ganz auf der Höhe zu sein. Auch zwei gelbe Karten in der ersten Halbzeit - soviele wie bisher in der ganzen Saison insgesamt - sprechen dafür, dass in den Reihen der Bayern nicht alle hellwach waren.
40 Millionen für Martinez und Gustavos Zauber
Mit den Hereinnahmen von Shaqiri und Mandzukiv für Kroos und Claudio Pizarro änderte sich das jedoch. Das Spiel wurde schneller, beide Teams hatten Möglichkeiten in Führung zu gehen. Wie schon gegen Schalke waren es letztlich individuelle Geniestreiche, die den Ausschlag gaben.
Uli Hoeneß hatte ja jüngst im Interview mit 11Freunde bemerkt, dass 40 Millionen wohl etwas mehr Geld sind als Javi Martinez wert sei. Wenn man aber beobachtet, welchen Qualitätssprung Gustavo seit der Verpflichtung des Spaniers gemacht hat, dann scheint sie zumindest mir durchaus angemessen.
Montag, 3. September 2012
Die 18-Minuten-Krönung einer Sahnewoche
Das 6:1 gegen den VfB Stuttgart war die Krönung einer Woche, wie sie kaum besser hätte laufen können für den FC Bayern. Am Donnerstag die zufriedenstellend verlaufene Champions-League-Auslosung, am Freitag die Ankunft von Javier Martinez nach wochenlangem Tauziehen mit Athletic Bilbao und am Sonntag Abend die Verteidigung der Tabellenspitze in der Bundesliga.
Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison liegt der FCB zwei Punkte vor dem BVB. Hinzu kommt das deutlich bessere Torverhältnis, sodass der Meisterbalkon praktisch gebucht werden kann.
Gnadenlos effektive Bayern
Spaß beiseite. Es wäre ein Fehler dieses Ergebnis zu hoch zu bewerten. Sechs Punkte nach zwei Spielen sind genau das, was der FC Bayern von sich selbst erwartet, ebenso ein Heimsieg gegen den VfB. Zugegeben, die Art und Weise war hocherfreulich.
Der FC Bayern war an diesem Spieltag vorallem eines: gnadenlos effektiv. Nach der Führung der Stuttgarter brauchte der FCB gerade einmal 18 Minuten, um dem VfB sechs Tore einzuschenken. 13 Mal schoss der FCB dabei nur auf das Tor der Stuttgarter.
Die beiden schönsten Tore waren dabei von einer Art, wie man sie in letzter Zeit nicht sehr häufig zu sehen bekam. Toni Kroos und Luiz Gustavo zeigten mit ihren Toren nach Distanzschüssen, was auch gegen kompakter stehende Teams in den nächsten Spielen ein Mittel sein kann. Neben Arjen Robben gibt es nämlich eine ganze Reihe von Spielern in den Reihen des FCB, die über eine hervorragende Schusstechnik verfügen.
Gustavo glänzt vor den Augen von Martinez
Luiz Gustavo zeigte vor dem Hintergrund des Martinez-Transfers überhaupt eine bärenstarke Leistung. In Abwesenheit des erkrankten Arjen Robben lieferte auch Thomas Müller mit seinen beiden Toren Argumente für einen Platz in der Anfangsformation.
Wenn man etwas schlechtes an diesem Sieg finden will, dann die schläfrige Anfangsphase. Nur einer Weltklasse-Parade von Manuel Neuer gegen Martin Harnik war es zu verdanken, dass der VfB nicht bereits nach vier Minuten in Führung ging. Übrigens einer dieser Bälle, an die sich viele Leute nicht erinnern werden. In meinen Augen aber eine Chance, die auf der Welt nur ganz wenige Torhüter halten. Deshalb haben wir ihn.
Frustrierter Ibisevic "lellt" Boateng um
Bastian Schweinstieger und Mario Mandzukic habe ich persönlich, trotz ihrer Tore, nicht so stark gesehen, wie es vereinzelt zu lesen war. Toni Kroos hatte dem Spiel, bis zu seinem Tor, ebenfalls kaum Impulse gegeben, auch wenn Marcel Reif bereits nach 15 Minuten erkannt haben wollte, dass sich Kroos auf der "10" "sichtbar" wohl fühle. Naja, Schwamm drüber. Jedenfalls war das, was er nach seinem Tor zeigte, überzeugend.
Als das Spiel nach der klaren Führung der Bayern vor sich hin plätscherte, schwächte sich Stuttgart dann auch noch selber. Vedad Ibisevic sah nach einer Tätlichkeit gegen Jerome Boateng zu Recht die rote Karte, auch wenn Fredi Bobic dazu eine andere Meinung hatte. Im ersten Moment war für mich nicht ersichtlich, warum Boateng Gelb bekommt. Nach mehrmaligem Betrachten finde ich es aber okay. Den Schritt auf Ibisevic zu kann man durchaus als Provokation werten, was jedoch bei weitem keine Legitimation für das ist, was dann folgte.
Das Erntedankfest ist keine Meisterfeier, oder so...
Auch Javi Martinez durfte an seinem Geburtstag noch Bundesliga-Luft schnuppern. Es macht wirklich Spass die Vorfreude im Gesicht von Martinez zu sehen und wie er sichtlich erleichtert ist, endlich beim FC Bayern zu sein. Nur zu gut nachvollziehbar nach allem was passiert ist.
Es scheint alles gut zu laufen bisher, aber trotzdem ein Wort der Warnung: Auch letzte Saison sind wir gut und Dortmund schlecht gestartet. Was am Ende dabei rauskam, wissen wir alle.
Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison liegt der FCB zwei Punkte vor dem BVB. Hinzu kommt das deutlich bessere Torverhältnis, sodass der Meisterbalkon praktisch gebucht werden kann.
Gnadenlos effektive Bayern
Spaß beiseite. Es wäre ein Fehler dieses Ergebnis zu hoch zu bewerten. Sechs Punkte nach zwei Spielen sind genau das, was der FC Bayern von sich selbst erwartet, ebenso ein Heimsieg gegen den VfB. Zugegeben, die Art und Weise war hocherfreulich.
Der FC Bayern war an diesem Spieltag vorallem eines: gnadenlos effektiv. Nach der Führung der Stuttgarter brauchte der FCB gerade einmal 18 Minuten, um dem VfB sechs Tore einzuschenken. 13 Mal schoss der FCB dabei nur auf das Tor der Stuttgarter.
Die beiden schönsten Tore waren dabei von einer Art, wie man sie in letzter Zeit nicht sehr häufig zu sehen bekam. Toni Kroos und Luiz Gustavo zeigten mit ihren Toren nach Distanzschüssen, was auch gegen kompakter stehende Teams in den nächsten Spielen ein Mittel sein kann. Neben Arjen Robben gibt es nämlich eine ganze Reihe von Spielern in den Reihen des FCB, die über eine hervorragende Schusstechnik verfügen.
Gustavo glänzt vor den Augen von Martinez
Luiz Gustavo zeigte vor dem Hintergrund des Martinez-Transfers überhaupt eine bärenstarke Leistung. In Abwesenheit des erkrankten Arjen Robben lieferte auch Thomas Müller mit seinen beiden Toren Argumente für einen Platz in der Anfangsformation.
Wenn man etwas schlechtes an diesem Sieg finden will, dann die schläfrige Anfangsphase. Nur einer Weltklasse-Parade von Manuel Neuer gegen Martin Harnik war es zu verdanken, dass der VfB nicht bereits nach vier Minuten in Führung ging. Übrigens einer dieser Bälle, an die sich viele Leute nicht erinnern werden. In meinen Augen aber eine Chance, die auf der Welt nur ganz wenige Torhüter halten. Deshalb haben wir ihn.
Frustrierter Ibisevic "lellt" Boateng um
Bastian Schweinstieger und Mario Mandzukic habe ich persönlich, trotz ihrer Tore, nicht so stark gesehen, wie es vereinzelt zu lesen war. Toni Kroos hatte dem Spiel, bis zu seinem Tor, ebenfalls kaum Impulse gegeben, auch wenn Marcel Reif bereits nach 15 Minuten erkannt haben wollte, dass sich Kroos auf der "10" "sichtbar" wohl fühle. Naja, Schwamm drüber. Jedenfalls war das, was er nach seinem Tor zeigte, überzeugend.
Als das Spiel nach der klaren Führung der Bayern vor sich hin plätscherte, schwächte sich Stuttgart dann auch noch selber. Vedad Ibisevic sah nach einer Tätlichkeit gegen Jerome Boateng zu Recht die rote Karte, auch wenn Fredi Bobic dazu eine andere Meinung hatte. Im ersten Moment war für mich nicht ersichtlich, warum Boateng Gelb bekommt. Nach mehrmaligem Betrachten finde ich es aber okay. Den Schritt auf Ibisevic zu kann man durchaus als Provokation werten, was jedoch bei weitem keine Legitimation für das ist, was dann folgte.
Das Erntedankfest ist keine Meisterfeier, oder so...
Auch Javi Martinez durfte an seinem Geburtstag noch Bundesliga-Luft schnuppern. Es macht wirklich Spass die Vorfreude im Gesicht von Martinez zu sehen und wie er sichtlich erleichtert ist, endlich beim FC Bayern zu sein. Nur zu gut nachvollziehbar nach allem was passiert ist.
Es scheint alles gut zu laufen bisher, aber trotzdem ein Wort der Warnung: Auch letzte Saison sind wir gut und Dortmund schlecht gestartet. Was am Ende dabei rauskam, wissen wir alle.
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Montag, 13. August 2012
Statement-Win oder Strohfeuer? Bayern gewinnt Supercup gegen den BVB
Manchmal geht es schnell im Fußball. Noch gestern las man
auf zahlreichen Sportseiten wie die Euphorie beim FC Bayern nach der Verpfllichtung von Matthias Sammer inzwischen schon wieder verflogen ist. Welche Euphorie
eigentlich? Ach ja, EURE Euphorie, liebe Medien. Auf einmal ist sie wieder da
diese Euphorie. Diesmal zwar meine und vielleicht auch nur für eine Halbzeit,
aber wenigstens war meine begründet, denn 45 Minuten lang sah es nach einem
echten Statement-Win für den FCB aus. Am Ende war es ein kleines Ausrufezeichen im ersten
Pflichtspiel der Saison.
Die Mechanismen, die dieses Spiel wieder in Gang setzen
würde, waren bereits vor dem Spiel klar. Gewinnt der FCB, war es für die
Dortmunder ja „nur“ der Supercup und man hatte ja sowieso Trainingsrückstand. Gewinnt der BVB, war es für den FCB nur die Generalprobe und der DFB-Pokal ist
ja sowieso viel wichtiger nächste Woche. Jedenfalls hat der FCB das Ding nun
gewonnen. (Da ist das Ding!) Das bringt weder Prestige, noch
wirklich Geld ein, aber ich finde den Pokal trotzdem super! (Wahrscheinlich
daher der Name...)
Ein Spiel ganz nach dem Geschmack von Matthias Sammer
Aber zurück zu meiner Euphorie: Die Anfangsphase, die der
FCB da auf den Rasen gezaubert hat, war wirklich großartig. Schnelles,
variables Kombinationsspiel in der Offensive, kompromisslose Zweikampfführung
und gutes Umschaltverhalten in der Defensive.
Apropos Zweikampfverhalten: Dass
es beiden Teams darum ging ein Ausrufezeichen kurz vor dem Ligastart zu setzen,
sah man alleine an den zahlreichen hart geführten Zweikämpfen. In der ersten
Halbzeit fielen bereits Schmelzer, Gustavo und Can mit teilweise überhartem
Einsteigen auf. Matthias Sammer wird es gefallen haben.
Der BVB schien jedenfalls sichtlich beeindruckt vom Auftritt
der Münchener und so fielen fast konsequent die beiden frühen Tore durch
Mandzukic und Müller. Die FCB-Akteure spielten, als wollten sie sich in den
ersten 15 Minuten sämtlichen Frust von der Seele schießen. Den Frust über die
fünf Niederlagen gegen den BVB, den Frust über das verlorenen
Champions-League-Finale, das DFB-Pokal-Finale und die verkorkste EM. Aber
wahrscheinlich ist das schon wieder zu viel hineininterpretiert. Vielleicht
hatten die Bayern einfach Lust auf Fußball. Was dabei herauskam war jedenfalls
eine erste Halbzeit, die Lust auf den Ligastart macht.
45x2 macht 90 Minuten Powerplay
Powerplay vom Feinsten, das die Bayernfans- zumindest ein
paar – dazu verleitete, den Klassiker „Und ihr wollt deutscher Meister
sein?“ anzustimmen. Wollen sie nicht! Sind sie! Zweimal in Folge! Ein bisschen
mehr Demut würde manch einem Fan gut tun, das zeigte auch die zweite
Halbzeit.
Der BVB zeigte sich deutlich verbessert und hatte einige
hochkarätige Chancen (48./52./54./65./67.), bevor Lewandowski auf 1:2 verkürzte.
Auch die Münchener hatten noch die eine oder andere Chance, sodass der Sieg aufgrund der
ersten Halbzeit in Ordnung geht.
Gustavo vs. Martinez: Vorteil für "überragenden" Gustavo!
Als einer der Gewinner des Spiels darf sich Luis Gustavo
fühlen, der neben Toni Kroos, in Abwesenheit von Bastian Schweinsteiger, auf seiner angestammten Position im defensiven
Mittelfeld spielen durfte und vor allem in der ersten Hälfte ein „überragendes
Spiel“ machte, wie es Jupp Heynckes nach dem Spiel einordnete. Gute Argumente
gegen einen Transfer von Javi Martinez, oder zumindest gute Argumente dagegen
40 Millionen Euro zu investieren. (Ich würde ihn trotzdem holen, dann könnte man Tymo noch abgeben.)
Auch Emre Can zeigte erneut ein gutes Spiel auf der für ihn ungewohnten Linksverteidigerposition. Es scheint als müsten wir uns trotz Alabas Verletzung derzeit keine Sorgen machen.
Ein lachendes und ein weinendes Auge
Auch Emre Can zeigte erneut ein gutes Spiel auf der für ihn ungewohnten Linksverteidigerposition. Es scheint als müsten wir uns trotz Alabas Verletzung derzeit keine Sorgen machen.
Ein lachendes und ein weinendes Auge
Am Ende bleibt ein lachendes und ein weinendes Fan-Auge. Ein
Lachendes, weil ich irgendwie dankbar bin für die zweite Halbzeit. Der Sieg war
knapp, die Euphorie schwappt deswegen nicht über. Ein Weinendes, weil ich mich
nach all den Enttäuschungen der letzten Saison wirklich über einen Kantersieg
gegen den BVB gefreut hätte und es nach 15 Minuten realistisch erschien. Aber den Pokal haben wir ja trotzdem. Find ich super!
Michael Stricz
Donnerstag, 18. August 2011
FCB - FC Zürich: Viel Luft nach oben
Eins vielleicht mal vorne weg: Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit dem gestrigen Spiel und mir geht so langsam echt auf die Nerven, wie verschoben die Wahrnehmung einiger Akteure beim FC Bayern zu sein scheint.
„Heute haben wir unsere Klasse gezeigt. Defensiv nichts zugelassen, das war vergangene Saison ganz anders, und offensiv guten Fußball gespielt. Das ist das, was wir spielen wollen.“ (Phillip Lahm)
Ja wir haben das Spiel 2-0 gewonnen, ja wir haben jetzt sehr gute Chancen auf die Champions League Gruppenphase, aber bei mir schleicht sich mehr und mehr der Eindruck ein, dass wir uns nicht eingestehen wollen den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterherzuhinken. Diese Mannschaft hätte aus dem Stadion gefegt werden müssen, die wollten nämlich mal rein Garnichts von uns. Das merk ich doch als Spieler nach 5 Minuten, dass die sich fast nass machen und jedes Mal panisch werden, wenn man sie auch nur ein bisschen unter Druck setzt. Das 2:0 ist viel zu wenig.
„Wir müssen froh sein über das 2:0. Aber wir spielen immer noch nicht gut genug finde ich und das müssen wir realisieren, dass wir noch viel verbessern müssen. Wir müssen konzentrierter spielen, auch aggressiver, nicht nur wenn wir verteidigen, sondern auch wenn wir angreifen. Wir müssen schneller spielen und damit auch mehr Chancen kreieren.“ (Arjen Robben)
Meine Rede. Gerade wenn es noch nicht rund läuft muss ich doch so ein Spiel nutzen, um mir Selbstbewusstsein zu holen. Hätte man von Anfang an so gespielt wie teilweise in der zweiten Hälfte, wäre das Spiel nach einer halben Stunde entschieden gewesen. Dann steht es 3:0 oder 4:0 und man kann es in der zweiten Hälfte ausklingen lassen und nächste Woche gemütlich nach Zürich fahren. Man könnte es so viel einfacher haben. Stattdessen schaffen wir es gegen eine Mannschaft, die meiner Meinung nach in der Champions League Qualifikation rein Garnichts verloren hat, nicht uns mehr als 2 gute Chancen in 45 Minuten herauszuspielen. Es fehlt ein Konzept und vor allem fehlt es an Einsatz und Laufbereitschaft.
Natürlich, es ist noch früh in der Saison und andere Mannschaften wie Arsenal und Villareal haben sich in ihren Spielen ebenfalls schwer getan. Aber wir wollen ins Champions League Finale und dann muss man sich eben an Mannschaften wie Madrid, Barcelona oder Manchester messen (lassen).
Bester Spieler war an diesem Tag für mich einmal mehr Luiz Gustavo, der unglaublich viel abgeräumt hat im Mittelfeld und mit einem gewonnenen Zweikampf auch das 1:0 eingeleitet hat. Enttäuscht war ich vor allem von Mario Gomez und Toni Kroos. Kroos hatte beinahe keine Bindung zum Spiel und wurde folgerichtig von Heynckes ausgewechselt und von mir in Comunio verkauft. Der Junge sollte so langsam mal in die Pötte kommen und endlich konstanter werden. Mario Gomez hat mich gestern fast zur Weißglut gebracht, viel zu langsam im Kopf und gleich mehrere gute Chancen leichtfertig vertändelt. Get it together man! Und den Arsch-des-Tages-Award bekommt eindeutig SAT1 für die bescheuert-penetranten Kickbox Promos während der Übertragung, für das Wegschneiden des Einlaufens und für Matze Knop.
„Heute haben wir unsere Klasse gezeigt. Defensiv nichts zugelassen, das war vergangene Saison ganz anders, und offensiv guten Fußball gespielt. Das ist das, was wir spielen wollen.“ (Phillip Lahm)
Ja wir haben das Spiel 2-0 gewonnen, ja wir haben jetzt sehr gute Chancen auf die Champions League Gruppenphase, aber bei mir schleicht sich mehr und mehr der Eindruck ein, dass wir uns nicht eingestehen wollen den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterherzuhinken. Diese Mannschaft hätte aus dem Stadion gefegt werden müssen, die wollten nämlich mal rein Garnichts von uns. Das merk ich doch als Spieler nach 5 Minuten, dass die sich fast nass machen und jedes Mal panisch werden, wenn man sie auch nur ein bisschen unter Druck setzt. Das 2:0 ist viel zu wenig.
„Wir müssen froh sein über das 2:0. Aber wir spielen immer noch nicht gut genug finde ich und das müssen wir realisieren, dass wir noch viel verbessern müssen. Wir müssen konzentrierter spielen, auch aggressiver, nicht nur wenn wir verteidigen, sondern auch wenn wir angreifen. Wir müssen schneller spielen und damit auch mehr Chancen kreieren.“ (Arjen Robben)
Meine Rede. Gerade wenn es noch nicht rund läuft muss ich doch so ein Spiel nutzen, um mir Selbstbewusstsein zu holen. Hätte man von Anfang an so gespielt wie teilweise in der zweiten Hälfte, wäre das Spiel nach einer halben Stunde entschieden gewesen. Dann steht es 3:0 oder 4:0 und man kann es in der zweiten Hälfte ausklingen lassen und nächste Woche gemütlich nach Zürich fahren. Man könnte es so viel einfacher haben. Stattdessen schaffen wir es gegen eine Mannschaft, die meiner Meinung nach in der Champions League Qualifikation rein Garnichts verloren hat, nicht uns mehr als 2 gute Chancen in 45 Minuten herauszuspielen. Es fehlt ein Konzept und vor allem fehlt es an Einsatz und Laufbereitschaft.
Natürlich, es ist noch früh in der Saison und andere Mannschaften wie Arsenal und Villareal haben sich in ihren Spielen ebenfalls schwer getan. Aber wir wollen ins Champions League Finale und dann muss man sich eben an Mannschaften wie Madrid, Barcelona oder Manchester messen (lassen).
Bester Spieler war an diesem Tag für mich einmal mehr Luiz Gustavo, der unglaublich viel abgeräumt hat im Mittelfeld und mit einem gewonnenen Zweikampf auch das 1:0 eingeleitet hat. Enttäuscht war ich vor allem von Mario Gomez und Toni Kroos. Kroos hatte beinahe keine Bindung zum Spiel und wurde folgerichtig von Heynckes ausgewechselt und von mir in Comunio verkauft. Der Junge sollte so langsam mal in die Pötte kommen und endlich konstanter werden. Mario Gomez hat mich gestern fast zur Weißglut gebracht, viel zu langsam im Kopf und gleich mehrere gute Chancen leichtfertig vertändelt. Get it together man! Und den Arsch-des-Tages-Award bekommt eindeutig SAT1 für die bescheuert-penetranten Kickbox Promos während der Übertragung, für das Wegschneiden des Einlaufens und für Matze Knop.
Montag, 21. März 2011
FC Bayern - Freiburg: Die Rückkehr der Duselbayern
Kaum spricht man den Bayern die Qualität ab, Spiele in den letzten Minuten zu gewinnen, schon beweisen sie, dass es eben doch geht. Der Boulevard jubiliert: „Die Rückkehr der Duselbayern“.
Was der FC Bayern allerdings während der 90 Minuten ablieferte war alles andere als ein fußballerischer Leckerbissen. Mario Gomez köpfte nach Riberys Freistoß zunächst das frühe 1:0. Sein insgesamt 19. Saisontreffer, dieser Mann ist ein Phänomen. Anschließend verlor der FCB jedoch völlig seine Linie. Freiburg war das dominante Team und bestimmte die Partie. Luiz Gustavo, der erneut mit van Buyten die IV bildete, erwischte im Breisgau einen rabenschwarzen Tag. Zunächst ließ er einen Steilpass der Freiburger einfach passieren und zwang so Kraft zu einem Foul an Cisse, der dann allerdings den folgenden Elfmeter kläglich vergab. Nochmal gutgegangen! Nur wenige Minuten später stand Gustavo erneut neben sich und ließ Cisse nach einer harmlosen Hereingabe völlig frei stehen. Diese Chance nutzte Cisse und erzielte den hochverdienten Ausgleich. Gustavo war für mich an diesem Tag eine absolute Katastrophe. Da sage noch einer wir seien zu leicht ausrechenbar. Blödsinn! Man kann wirklich nie wissen welcher Bayernspieler heute für Slapstickeinlagen zuständig ist.
Die zweite große Enttäuschung an diesem Tag war der bereits früh ausgewechselte Arjen Robben. Als er seinen Arbeitstag nach 27 Minuten beendete, hatte der Holländer gerade vier(!) Ballkontakte gesammelt und wirkte doch arg lustlos. Ob dies nun mit einer Verletzung zusammenhing oder eine emotionale Spätfolge der Niederlage am Mittwoch war, lässt sich schwer beurteilen. Allerdings war die Körpersprache für mich pure Provokation. Die Befürchtungen, dass er die Länderspielreise der Holländer trotzdem mitmachen würde, haben sich ja glücklicherweise nicht bestätigt. Alles Andere wäre für mich aber auch nicht nachvollziehbar gewesen.
Aber zurück zum Geschehen auf dem Rasen. Es war wieder eines dieser Spiele, in denen man nicht das Gefühl hatte, dass die Bayern nochmal zulegen können. Doch zum Glück für uns schien den Freiburger nach der Halbzeit einzufallen, dass sie gegen den FCB spielen und sie verfielen in eine unerklärliche Schockstarre. Ob es Angst vor der eigenen Courage war? Ob Robin Dutt eine van Gaalsche Halbzeitansprache hielt? Ob den Freiburger erst nach 45 Minuten klar wurde, dass sie ja gegen Bayern eigentlich zu verlieren haben? Ich weiß es nicht und es interessiert mich im Nachhinein auch nicht. Tatsache ist, dass sich Freiburg völlig unerklärlicherweise zurückzog und den Bayern das Spiel überließen. Ja ich sage absichtlich „das Spiel überließen“ weil ich der Meinung bin, dass der Verlauf der zweiten Hälfte weniger mit der Stärke der Bayern als vielmehr mit der Schwäche der Freiburger zu tun hatte. Dieses mangelnde Selbstbewusstsein kann man jedoch auch als positives Signal sehen. Die Liga hat noch nicht vergessen wer wir sind.
Bayern dominierte also die zweite Halbzeit ohne dabei spielerisch zu glänzen. Freiburg brachte nach vorne nicht mehr viel zu Stande und Bayern blieb ebenfalls lange harmlos. Kurz vor Schluss fasste sich Ribery schließlich ein Herz und hämmerte den Ball aus gut 16 Metern entschlossen ins lange Eck. Der anschließende Jubel zeigte in aller Deutlichkeit, wie es derzeit um den Seelenzustand der Mannschaft bestellt ist. Ich hoffe dieser Sieg war eine Initialzündung für die kommenden Spiele, das Restprogramm ist durchaus machbar. Ich bin allerdings beeindruckt von der Kaltschnäuzigkeit der Hannoveraner und Leverkusener. Das wird kein Zuckerschlecken. Aber immerhin haben wir wieder zwei Punkte auf Dortmund gutgemacht… Apropos Dortmund. Ich finde es immer wieder amüsant zu beobachten, wie schlecht Jürgen Klopp mit Rückschlägen umgehen kann. Flattern da etwa jetzt doch die Nerven? Allen die es noch nicht gesehen haben, empfehle ich dringend sich das Studiointerview mit Klopp und Tuchel auf sky.de anzuschauen. Ganz grosses Kino.
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