Es wurde viel Fußball gespielt an diesem Wochenende und doch war es eine Szene, die mit Fußball an sich nichts zu tun hatte, welche die Schlagzeilen beherrschte. Es geht um den verweigerten Handschlag zwischen Patrice Evra und Luis Suarez.
Für diejenigen, die das Ganze nicht mitbekommen haben, hier die Szene des Anstosses:
Bevor ich jetzt kurz meine Gedanken zu der ganzen Situation darlege, eine grundsätzliche Sache, die ich mich genötigt sehe, bei dieser heiklen Thematik im Vorfeld klarzustellen: Ich heiße in keinster Weise gut, was Luis Suarez an diesem Wochenende getan hat und ich sympathisiere in keinster Weise mit Spielern, die sich während oder im Vorfeld eines sportlichen Wettkampfes, seien es Profis oder Amateure, derartig unsportlich verhalten.
Aber nun der Reihe nach. Im Oktober vergangenen Jahres hatte Suarez seinen dunkelhäutigen Gegenspieler Patrice Evra auf dem Spielfeld wiederholt als „Negro“ beschimpft. Evra meldete dies dem englischen Fußballverband, welcher Suarez‘ Schuld, nach eingängiger Studie des Videomaterials, als erwiesen ansah und ihn für acht Spiele sperrte. Die Länge der Sperre ist dabei vor allem darauf zurückzuführen, dass die FA sich genötigt sah einen Präzedenzfall in Sachen Rassismus zu schaffen. Das Strafmaß ist also vor allem darauf zurückzuführen, dass ein dunkelhäutiger Spieler mit einer rassistischen Äußerung verunglimpft wurde.
Hier fängt jedoch jetzt für mich das Fundamentale Problem an. Ich halte Luis Suarez nicht für einen Rassisten, sondern für einen dummen Jungen und für einen unfairen Fußballspieler, der sich sämtlicher Tricks bedient, um sich und seiner Mannschaft einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Weniger romantisch veranlagte Menschen bezeichnen solche Spieler auch gerne als clever oder abgewichst.
Ist es also richtig einen Spieler für eine Beleidigung derart lang zu sperren? Ich meine: Nein. Sage aber nochmal: Ich verurteile derartige Aktionen und will sie auf dem Spielfeld nicht sehen. Aber Suarez Rassismus zu unterstellen finde ich fast absurd. Es ging Suarez hier darum seinen Gegenspieler zu beleidigen, ihn aus der Ruhe zu bringen, ihn zu reizen. Hätte Suarez Evra als Hurensohn oder Arschloch beschimpft, hätte es keinen derartigen Aufschrei gegeben. Hätte Evra das gemeldet? Ich denke nicht. Beschimpfungen sind auf dem Sportplatz – sehen wir den Tatsachen ins Auge – leider Teil des Spiels. Wer sich davon überzeugen möchte, der schaue bei der nächsten Übertragung des Clasicos mal etwas genauer hin und zähle wie oft er die Worte „Hijo del Puto“ von den Lippen der Akteure ablesen kann. Würde hier jemand auf die Idee kommen sich nach dem Spiel darüber zu beschweren? Ich denke nicht. Die Spieler sagen das auch nicht, weil sie wirklich glauben, dass die Mutter des Gegenspielers eine Hure ist. Man wählt eben einfach die Worte, die den Gegenspieler am meisten reizen. Das Beste was man also tun kann ist es einfach zu ignorieren.
Und damit kommen wir zum nächsten Punkt. Patrice Evra meldet diesen Vorfall nun also der FA und bringt damit die ganze Sache erst ins Rollen. Auch hier muss ich mich fragen: Muss das sein? Was wäre passiert, wenn Evra nicht „gepetzt“ hätte? Richtig. Garnichts. Fußball ist immer noch ein Männersport und es gilt als ungeschriebenes Gesetz, dass Dinge, die auf dem Platz passieren, auch auf dem Platz geregelt werden. Männer machen das so. Welcher Hautfarbe sie auch immer sein mögen. Evra hätte sich also auf dem Platz revanchieren können, hätte Suarez seinerseits beschimpfen können. Was ich genauso unsportlich finde. Er hätte Suarez bei nächster Gelegenheit fair oder unfair von den Beinen holen können. Was ich ebenso unsportlich finde, aber, falls er sich wirklich beleidigt fühlen sollte, in der Hitze des Gefechts emotional vertretbar finde. Oder – und das ist die mit Abstand beste Lösung von allen – er hätte diesen dummen kleinen Bengel einfach ignorieren können. (Wie mein Vater oft so schön sagt: Was juckt es eine deutsche Eiche, wenn sich eine Wildsau an ihr reibt.) Er hätte Suarez auch nach dem Spiel zur Rede stellen können, aber Evra entschied sich für die Möglichkeit zur FA zu rennen. Das mag vielleicht für Außenstehende wie die vernünftigste Lösung erscheinen, für mich bleibt es Petzen. Evra meldet den Vorfall nämlich nicht, weil er sich wirklich gekränkt fühlt oder weil er sich zurück in die Zeit der Versklavung seiner Vorfahren versetzt fühlt, sondern aus genau demselben Grund wie Suarez: Er will den Gegner schwächen, ihm eine Auswischen. Und dafür die Racecard zu spielen ist heutzutage einfach so wunderbar in Mode.
Soviel zum Verhalten der beiden Akteure. Was mich an der Sache ebenfalls stört ist die grenzenlose Naivität mancher, die allen Ernstes der Argumentation von Suarez folgen und ihm glauben, dass das von ihm benutzte Wort angeblich keinerlei rassistische Konnotation besitzt und er Evra damit nicht beleidigen wollte. Seriously guys? Natürlich wusste Suarez genau was er da sagt und auch was er damit erreichen wollte. Vielleicht war er sich der Tragweite seiner Aktion nicht bewusst, das gestehe ich ihm ohne weiteres zu. Aber er wusste in diesem Moment genau was er tut.
Genau dasselbe gilt auch für den verweigerten Handschlag. Die wildesten Theorien gab es zu lesen in Foren und Kommentarsektionen. „Er wurde zu Unrecht gesperrt, deswegen war er sauer.“ „Er ist ein Rassist und will einem Schwarzen nicht die Hand geben“ Das einzige was Suarez hier will ist Evra weiter zu provozieren. Das ist dumm und unsportlich, sogar in höchstem Maße, aber mehr gibt es dann eben auch nicht hinein zu interpretieren.
Den verweigerten Handschlag finde ich persönlich die wesentlich schlimmere Tat. Leider wird er dafür nicht bestraft werden, weil es genau vor den Augen des Schiedsrichters geschah und nicht geahndet wurde. Dass er unbelehrbar ist hat Suarez damit aber eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Warum wird das Thema also medial derart aufgebauscht? Vielleicht liegt es daran, dass es wenige Tage vor dem Fall zwischen Evra und Suarez zu einer weiteren rassistischen (aber meiner Meinung nach ebenfalls nicht rassistisch motivierten) Beleidigung kam: John Terry, seines Zeichens Kapitän der englischen Nationalmannschaft, hatte seinen farbigen Gegenspieler Anton Ferdinand ebenfalls während einem Spiel beleidigt. Ich finde es absolut richtig, dass man Terry – sollte er schuldig sein – für diese Aktion vom Amt des Kapitäns entbindet. Aber auch hier gilt: Nicht, weil ich glaube, dass er ein Rassist ist, sondern weil jemand, der sich derart unsportlich verhält meiner Meinung nach nicht als Kapitän tragbar ist. Diese Entscheidung hat jedoch der Trainer zu treffen und nicht der Verband.
Wie dem auch sei, Vorbilder ihrer Generation werden die beiden sicher nicht mehr. Aber sie sind in meinen Augen keine Rassisten, sondern einfach nur dumme Jungs, die nicht wissen was Fairplay heißt.
PS. Übrigens nicht auszumalen was passiert, wenn in Deutschland jemand seinen Gegenspieler als Judennase bezeichnet…
msBlix - Fußballblog
Die täglichen Freuden und Leiden eines Bayernfans
Sonntag, 12. Februar 2012
Dienstag, 13. Dezember 2011
Die Bayern in Stuttgart (oder: Arroganz muss man sich verdienen)
„Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt hier rauskommen soll oder ob ich überhaupt was sagen soll, aber ich bin der Meinung da sollte man schon mal Stellung zu nehmen…“
Mit diesen berühmten Worten leitete Stefan Effenberg einst in einer legendären Pressekonferenz die Abrechnung mit seinen Kritikern ein. Die Worte scheinen mir auch heute durchaus angemessen. Wieder geht es um Ungerechtigkeit, wieder geht es um verletzten Stolz und all die anderen kleinen Dinge, die einen so richtig auf die Palme bringen und dazu verleiten aus dem gefühlten Blogger-Vorruhestand zurückzukehren und wieder die Bühne des Fußballs zu betreten.
Was ist der Anlass dieser ausschweifenden Exposition? Nun ja, eigentlich nichts besonderes. Der FC Bayern hatte ein Derby – das gefühlte 15. in dieser Saison übrigens. Für unsere Gegner ist das natürlich immer das wichtigste Spiel der Saison. Denn wie die meisten anderen Mannschaften hat auch der VfB Stuttgart, in absehbarer Zeit, weder in Europa, noch auf nationaler Ebene Ambitionen, die ihm wichtigere Spiele als dieses Süd-Derby bescheren könnten.
Für die Münchener hingegen ist dies nur ein Spiel von vielen. Nur eines auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft. So erklärt sich dann übrigens auch dieser erneut über weite Strecken erschreckend lustlose Auftritt der Münchener. Am Ende stand ein 2:1 Sieg, der wesentlich weniger souverän war, als er es hätte sein sollen. Und wesentlich weniger deutlich, als ich es mir gewünscht hätte. Nicht aus sportlichen Gründen. Nein. Rein persönlich motiviert. Denn wie der VfB sich an diesem Tag, Spieler, Trainer, Fans, Verantwortliche eingeschlossen, präsentiert hat, spottet jeder Beschreibung. Ein Verein, der sich seit jeher als mehr fühlt, als er eigentlich ist: Eine durchschnittliche und unbeständige Bundesligamannschaft mit einer guten Jugendarbeit.
Das Erschreckende ist jedoch nicht die Art und Weise, wie sich dieser Verein sieht, das Erschreckende daran ist, wie er dieses Selbstverständnis nach außen trägt. Auch an diesem Wochenende belegte der VfB wieder einmal eindrucksvoll, warum er in meiner Symphatieskala – und ich bin geborener Stuttgarter – ungefähr auf einem Niveau mit warmem Bier liegt – mit URIN!. Oder drücken wir es verständlicher aus: Bei Kaiserslautern gegen Stuttgart… (tief luftholen) bin ich ein Pfälzer (Yeah, I said that!). Woher kommt aber diese tiefe Abneigung gegen einen so unbedeutenden Verein?
Beginnen wir mit Fredi Bobic. Dieser menschgewordene Kotzreiz. Führt sich auf wie ein Wurstfabrikant und ist doch nur ein Würstchen in diesem Geschäft. Dass er sich in der Halbzeit hinstellt und sich über den Schiedsrichter echauffiert werfe ich ihm nicht vor. Das passiert auch den Besten. Das passiert einem Uli Hoeneß, das passiert einem Alex Ferguson, einem Arsene Wenger regelmäßig, Jose Mourinho ist ein Meister darin.
Jetzt kommt aber der alles entscheidende Unterschied: Diese Menschen haben etwas erreicht Herr Bobic. Deren fachliche Kompetenz steht völlig außer Frage. Sie sind – ich wiederhole mich da gerne – ebenso wie ihr Verein, eine unbedeutende Randnotiz in den Büchern des Fußballs. Ich heiße derlei Verhalten natürlich auch bei anderen in keiner Weise gut, aber ich vertrete die Ansicht, dass man sich Arroganz verdienen muss. Das haben sie noch lange nicht Herr Bobitch!
Auch der Sky-Reporter schien leicht verwunder ob der Aussagen Bobics in der Halbzeitpause. Er reichte ihm jedoch die Hand, er versuchte es zumindest, auch nach dem Spiel. Bobic ignorierte jedoch nicht nur die ihm gezeigten Bilder, sondern wiederholte auch nach dem Spiel beinahe exakt seine Aussagen. Wow.
Bruno Labbadia und der Rest der VfB Spieler bemühten sich nach Schlusspfiff dann auch eifrig den Eindruck zu erwecken, der Platzverweis in der 30. Minute sei der entscheidende Faktor in einem ansonsten ausgeglichenen Spiel gewesen. WAS BITTE?
Was ich gesehen habe: Gute Bayern bis zum 0-1. Sehr gute Bayern bis zum 1-1. Nach dem Platzverweis: Bis zur Pause ein defensiv disziplinierter VfB und lauffaule Bayern. Nach der Pause zunächst gute Bayern bis zum 2-1. Anschließend ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten und dazwischen viel Leerlauf. Aber ist ja klar. WÄRE der VfB zu elft gewesen. HOHOHOHOOOOAAAA da hätten sie uns natürlich Paroli geboten. WOW hätten die ein Spiel abgezogen.
Man könnte fast meinen hier wird versucht die Schuld für die Niederlage wieder einmal bei jemand anderem zu suchen. Aber wir sprechen ja hier vom VfB.
Aber ich will jetzt nicht länger auf dem VfB rumreiten. Aber vielleicht nur ein letzter Kommentar noch. Philipp Gebhart… ok, waaaay too easy.
Der wahre Schock kam dann allerdings erst am nächsten Tag, als mir ein Freund einen SPON-Artikel mit dem Titel „Schauspieler Robben, Meister der Schmerzen“ schickte. Unter anderem heißt es darin über das zweite Foul von Molinaro:
"Wäre Robben aufgestanden, weil er allenfalls mit der Wucht eines Papierfliegers niedergestreckt worden war - Schiedsrichter Manuel Gräfe hätte ziemlich sicher weiterlaufen lassen. Kein Vorsatz, kein böses Foul. Freistoß, vielleicht nicht einmal das."
Und weiter: "Doch andererseits hatte er [Molinaro] dabei erkennbar den Vorsatz, den Ball zu spielen - und dies auch getan."
Ok. Das musste ich erst einmal verdauen. So viele Dinge. Wenn ein Spieler im Eifer des Gefechts in so einer Szene reklamiert den Ball gespielt zu haben, kann ich das verstehen. Es spielt dabei keine Rolle, ob er es glaubt oder nicht. Selbstschutz – verständlich.
Wenn sich dann aber einer Sport(?)journalist einer renommierten Newsseite hinsetzt und einen solchen Artikel schreibt, SCHREIBEN DARF(!), muss ich mir um den Qualitätsjournalismus in Deutschland wohl mehr Sorgen machen als ich dachte.
Was mich allerdings so richtig wütend macht ist die Tatsache, dass versucht wird Arjen Robben hier zum Sündenbock zu machen, den Mann, der in seiner Karriere mit mehr Verletzungen zu kämpfen hatte, als die meisten anderen sich das wohl vorstellen können. Noch letzte Woche konnte man im TV eindrucksvoll beobachten, wie nahe ihm seine ständigen Verletzungen gehen, wie sehr er darunter leidet, derart anfällig zu sein. Diesen Spieler nun zu beschuldigen, als „Schauspieler“ zu titulieren, weil er zwei Mal innerhalb weniger Minuten rüde von hinten umgetreten wird, grenzt nicht nur an journalistischen Wahnsinn, sondern widert mich einfach an.
Genug gekotzt.
Danke übrigens Mario, dass wir heute nicht über deine vergebene Chance sprechen müssen. Danke, dass du uns mit zwei Toren mal wieder den Sieg beschert hast. Du hast dich entwickelt, du hast Demut gelernt. Vielleicht lernen das die anderen ja auch noch.
Mit diesen berühmten Worten leitete Stefan Effenberg einst in einer legendären Pressekonferenz die Abrechnung mit seinen Kritikern ein. Die Worte scheinen mir auch heute durchaus angemessen. Wieder geht es um Ungerechtigkeit, wieder geht es um verletzten Stolz und all die anderen kleinen Dinge, die einen so richtig auf die Palme bringen und dazu verleiten aus dem gefühlten Blogger-Vorruhestand zurückzukehren und wieder die Bühne des Fußballs zu betreten.
Was ist der Anlass dieser ausschweifenden Exposition? Nun ja, eigentlich nichts besonderes. Der FC Bayern hatte ein Derby – das gefühlte 15. in dieser Saison übrigens. Für unsere Gegner ist das natürlich immer das wichtigste Spiel der Saison. Denn wie die meisten anderen Mannschaften hat auch der VfB Stuttgart, in absehbarer Zeit, weder in Europa, noch auf nationaler Ebene Ambitionen, die ihm wichtigere Spiele als dieses Süd-Derby bescheren könnten.
Für die Münchener hingegen ist dies nur ein Spiel von vielen. Nur eines auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft. So erklärt sich dann übrigens auch dieser erneut über weite Strecken erschreckend lustlose Auftritt der Münchener. Am Ende stand ein 2:1 Sieg, der wesentlich weniger souverän war, als er es hätte sein sollen. Und wesentlich weniger deutlich, als ich es mir gewünscht hätte. Nicht aus sportlichen Gründen. Nein. Rein persönlich motiviert. Denn wie der VfB sich an diesem Tag, Spieler, Trainer, Fans, Verantwortliche eingeschlossen, präsentiert hat, spottet jeder Beschreibung. Ein Verein, der sich seit jeher als mehr fühlt, als er eigentlich ist: Eine durchschnittliche und unbeständige Bundesligamannschaft mit einer guten Jugendarbeit.
Das Erschreckende ist jedoch nicht die Art und Weise, wie sich dieser Verein sieht, das Erschreckende daran ist, wie er dieses Selbstverständnis nach außen trägt. Auch an diesem Wochenende belegte der VfB wieder einmal eindrucksvoll, warum er in meiner Symphatieskala – und ich bin geborener Stuttgarter – ungefähr auf einem Niveau mit warmem Bier liegt – mit URIN!. Oder drücken wir es verständlicher aus: Bei Kaiserslautern gegen Stuttgart… (tief luftholen) bin ich ein Pfälzer (Yeah, I said that!). Woher kommt aber diese tiefe Abneigung gegen einen so unbedeutenden Verein?
Beginnen wir mit Fredi Bobic. Dieser menschgewordene Kotzreiz. Führt sich auf wie ein Wurstfabrikant und ist doch nur ein Würstchen in diesem Geschäft. Dass er sich in der Halbzeit hinstellt und sich über den Schiedsrichter echauffiert werfe ich ihm nicht vor. Das passiert auch den Besten. Das passiert einem Uli Hoeneß, das passiert einem Alex Ferguson, einem Arsene Wenger regelmäßig, Jose Mourinho ist ein Meister darin.
Jetzt kommt aber der alles entscheidende Unterschied: Diese Menschen haben etwas erreicht Herr Bobic. Deren fachliche Kompetenz steht völlig außer Frage. Sie sind – ich wiederhole mich da gerne – ebenso wie ihr Verein, eine unbedeutende Randnotiz in den Büchern des Fußballs. Ich heiße derlei Verhalten natürlich auch bei anderen in keiner Weise gut, aber ich vertrete die Ansicht, dass man sich Arroganz verdienen muss. Das haben sie noch lange nicht Herr Bobitch!
Auch der Sky-Reporter schien leicht verwunder ob der Aussagen Bobics in der Halbzeitpause. Er reichte ihm jedoch die Hand, er versuchte es zumindest, auch nach dem Spiel. Bobic ignorierte jedoch nicht nur die ihm gezeigten Bilder, sondern wiederholte auch nach dem Spiel beinahe exakt seine Aussagen. Wow.
Bruno Labbadia und der Rest der VfB Spieler bemühten sich nach Schlusspfiff dann auch eifrig den Eindruck zu erwecken, der Platzverweis in der 30. Minute sei der entscheidende Faktor in einem ansonsten ausgeglichenen Spiel gewesen. WAS BITTE?
Was ich gesehen habe: Gute Bayern bis zum 0-1. Sehr gute Bayern bis zum 1-1. Nach dem Platzverweis: Bis zur Pause ein defensiv disziplinierter VfB und lauffaule Bayern. Nach der Pause zunächst gute Bayern bis zum 2-1. Anschließend ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten und dazwischen viel Leerlauf. Aber ist ja klar. WÄRE der VfB zu elft gewesen. HOHOHOHOOOOAAAA da hätten sie uns natürlich Paroli geboten. WOW hätten die ein Spiel abgezogen.
Man könnte fast meinen hier wird versucht die Schuld für die Niederlage wieder einmal bei jemand anderem zu suchen. Aber wir sprechen ja hier vom VfB.
Aber ich will jetzt nicht länger auf dem VfB rumreiten. Aber vielleicht nur ein letzter Kommentar noch. Philipp Gebhart… ok, waaaay too easy.
Der wahre Schock kam dann allerdings erst am nächsten Tag, als mir ein Freund einen SPON-Artikel mit dem Titel „Schauspieler Robben, Meister der Schmerzen“ schickte. Unter anderem heißt es darin über das zweite Foul von Molinaro:
"Wäre Robben aufgestanden, weil er allenfalls mit der Wucht eines Papierfliegers niedergestreckt worden war - Schiedsrichter Manuel Gräfe hätte ziemlich sicher weiterlaufen lassen. Kein Vorsatz, kein böses Foul. Freistoß, vielleicht nicht einmal das."
Und weiter: "Doch andererseits hatte er [Molinaro] dabei erkennbar den Vorsatz, den Ball zu spielen - und dies auch getan."
Ok. Das musste ich erst einmal verdauen. So viele Dinge. Wenn ein Spieler im Eifer des Gefechts in so einer Szene reklamiert den Ball gespielt zu haben, kann ich das verstehen. Es spielt dabei keine Rolle, ob er es glaubt oder nicht. Selbstschutz – verständlich.
Wenn sich dann aber einer Sport(?)journalist einer renommierten Newsseite hinsetzt und einen solchen Artikel schreibt, SCHREIBEN DARF(!), muss ich mir um den Qualitätsjournalismus in Deutschland wohl mehr Sorgen machen als ich dachte.
Was mich allerdings so richtig wütend macht ist die Tatsache, dass versucht wird Arjen Robben hier zum Sündenbock zu machen, den Mann, der in seiner Karriere mit mehr Verletzungen zu kämpfen hatte, als die meisten anderen sich das wohl vorstellen können. Noch letzte Woche konnte man im TV eindrucksvoll beobachten, wie nahe ihm seine ständigen Verletzungen gehen, wie sehr er darunter leidet, derart anfällig zu sein. Diesen Spieler nun zu beschuldigen, als „Schauspieler“ zu titulieren, weil er zwei Mal innerhalb weniger Minuten rüde von hinten umgetreten wird, grenzt nicht nur an journalistischen Wahnsinn, sondern widert mich einfach an.
Genug gekotzt.
Danke übrigens Mario, dass wir heute nicht über deine vergebene Chance sprechen müssen. Danke, dass du uns mit zwei Toren mal wieder den Sieg beschert hast. Du hast dich entwickelt, du hast Demut gelernt. Vielleicht lernen das die anderen ja auch noch.
Montag, 24. Oktober 2011
Bayern gegen Hannover: Eine Verkettung unglücklicher Umstände
Eins vorneweg: Ich entschuldige mich bei allen treuen Lesern („Hallo Philipp.“) für die mehrwöchige Blog-Abstinenz, hatte viel um die Ohren die letzten Wochen und in der Konsequenz wenig Zeit und noch weniger Motivation zu bloggen.
Aber über was hätte man auch gross schreiben sollen. Der Boulevard hat das Thema Arjen Robben ja bereits totgeritten, Breno geht’s inzwischen auch wieder besser und rein sportlich gesehen war beim FC Bayern ja sowieso alles in bester Ordnung. Selbst die Konkurrenz ergab sich in Demut der Überlegenheit der grossen Bayern. Eine Anerkennung der bisherigen Leistungen oder doch nur ein perfider Plan die Münchener in ihrem Gefühl der Überlegenheit einzulullen?
Was auch immer der Grund dafür war: Die Bayern haben nachgelassen.
Und sobald sich eine Krise andeutet – da kann man sich sicher sein – kommen die Ratten wieder aus ihren Löchern gekrochen, kommen längst vergessene Kritiker mit erhobenem Zeigefinger aus der Versenkung hervor, um darauf hinzuweisen, dass sie es ja schon immer gesagt haben, kommen die abgewracktesten Blogger zurück aus dem Vorruhestand und verteilen ihre Weisheiten unter dem Volk. Hier bin ich also wieder.
Aber der Reihe nach. Ich ärger mich eigentlich nicht sehr über die Niederlage. Für mich war schon vorher klar, dass es ein ganz schweres Spiel werden würde. Hannover ist eine taktisch hervorragend eingestellte Mannschaft, die praktisch keine Schwachstellen hat und sehr unangenehm zu spielen ist. Vor allem für spielstarke Mannschaften, wie wir es sind, ist Hannover aufgrund des hervorragenden Umschaltverhaltens eine latente Gefahr. Nun kam es also wie es kommen musste. Die Bayern erwischten nicht ihren besten Tag, allen voran die Nationalspieler Lahm, Gomez, Müller, und so verlor man nicht nur Jerome Boateng, sondern auch das zweite Pflichtspiel in dieser Saison. Wie gesagt, die Niederlage an sich finde ich nicht weiter dramatisch. Vielleicht ist jedoch das gerade die Gefahr für die Münchener.
Das Spiel hatte gleich mehrere Schlüsselszenen, die leider alle nicht sonderlich gut für uns abliefen. Die erste davon war gleichzeitig die ärgerlichste. Phillip Lahm verursachte mit amateurhaftem Abwehrverhalten den Elfmeter gegen Cherundolo, nachdem er zunächst viel zu spät mit in die Mitte gerückt war. Eine Szene wie man sie vom Kapitän sehr selten sieht, nichtsdestotrotz zeigt die Formkurve von Lahm in den letzten Spielen klar nach unten. Gegen Neapel leitete er mit einem Stellungsfehler den Ausgleich ein und auch gegen Hannover war der Elfmeter mitentscheidend für die Niederlage. Umso ärgerlicher war die Szene, weil Cherundolo mit dem Rücken zum Tor zudem von Badstuber und Ribery flankiert wurde und die Szene ohne Lahms Einschreiten wahrscheinlich niemals gefährlich geworden wäre. Beim Elfmeter von Abdellaoue war Manuel Neuer dann machtlos und der Gegentorrekord war dahin. Finde ich persönlich nicht weiter tragisch, irgendwann musste es eben passieren und Manuel Neuer hat noch lange genug Zeit auf des Titans Spuren zu wandeln.
Bis zu diesem Zeitpunkt lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Abdellaoue scheiterte freistehend vor Neuer am Pfosten. Mario Gomez Kopfball wurde von Zieler weltklasse pariert und Toni Kroos Schuss aus gut 20 Metern landete an der Latte des Hannover Tores.
Kurze Zeit folgte dann die Szene, die heute und nach dem Spiel die Berichterstattung beherrschen sollte. Zunächst ein neutraler Blick auf den Ablauf der Szene: Rafinha kommt gegen Pinto an der Seitenauslinie einen Schritt zu spät und trifft ihn (Ja, er trifft ihn.) leicht (Ja, leicht.) am Fuß. Pinto liegt hinter der Auslinie und die Vereinsärzte wollen ihn behandeln. Toni Kroos geht zu Pinto und sagt ihm dann noch ein paar Nettigkeiten. Ich vermute etwas in die Richtung: „Stell dich nicht so an, so schlimm war‘s nicht.“ Ein weiterer Arzt/ Sanitäter kommt hinzu und stößt Toni Kroos leicht weg, dieser revanchiert sich ebenfalls mit einem leichten Schubser. Dann kommt Christian Schulz hinzu der Toni Kroos energisch wegstößt, sodass dieser mit dem hinter ihm stehenden Jerome Boateng zusammenstößt. Jerome Boateng stößt daraufhin heftig gegen die Brust von Christian Schulz. Rudelbildung. Alle dabei.
Für mich gibt es jetzt mehrere Blickwinkel auf diese Szene. Erstens möchte ich sagen, wie sehr mich das Verhalten von Toni Kroos oder Jerome Boateng aus Gründen der Fairness auf die Palme bringt. Ja, das Verhalten von Pinto war theatralisch und diente einzig dem Zweck das Foul schlimmer aussehen zu lassen als es war, damit Rafinha eine gelbe Karte bekommt. Ja, ich bin auch Sportler und weiß wie einen sowas manchmal auf die Palme bringen kann, aber („for fucks sake!!!“) da bleib ich als souveräner Tabellenführer dann eben einfach mal weg, akzeptiere die gelbe Karte und spiele mein Spiel weiter. So wäre es nämlich zu dieser ganzen Eskalation nicht gekommen. Genauso muss man allerdings sehen, dass Toni Kroos sowohl zuerst vom Arzt der Hannoveraner gestoßen wurde, als auch danach der Körperkontakt zunächst von Schulz und dann von Boateng ausging. Ich möchte hier noch Mirko Slomka ausdrücklich lobend erwähnen, der sich allem Anschein nach darum bemühte, dass der Schiedsrichter in dieser unübersichtlichen Szene auf Sanktionen verzichtet und das Spiel einfach weiterlaufen lässt.
Es kam jedoch anders. Der vierte Offizielle machte Jerome Boateng als Hauptschuldigen aus und zeigte ihm Rot, während Christian Schulz mit Gelb davonkam. Kann man bemängeln, aber im ersten Moment war das auch für mich die richtige Entscheidung. Je öfter ich die Szene jedoch betrachte, desto mehr setzt sich der Eindruck durch, dass es mit zweimal Gelb auch getan gewesen wäre. Boateng hat Schulz nicht geschlagen – wie es in Teilen der Sportpresse dargestellt wurde – noch war Rot die „einzig richtige“ oder „absolut richtige“ Entscheidung. Es war eine unübersichtliche Szene, die vom Schiedsrichter überinterpretiert wurde, was das Spiel massiv beeinflussen musste.
Was man jedoch als klare Fehlentscheidung bezeichnen muss, ist dass Christian Schulz wenige Minuten vor der Pause nach einem Trikotvergehen gegen Thomas Müller nicht vom Platz gestellt wurde. Da waren sich dann auch nach dem Spiel alle Beteiligten einig, eine klare Fehlentscheidung. Hannover ging also vollzählig in die Pause, wo Mirko Slomka NATÜRLICH Christian Schulz auswechselte.
In der Folge entwickelte sich ein gutes Spiel beider Mannschaften. Hannover lauerte natürlich auf Konter und die Münchener zeigten jetzt deutlich mehr Einsatz als in der Anfangsphase. Mario Gomez scheiterte gleich zweimal am herausragenden Ron Robert Zieler. Auf der anderen Seite zeigte Hannover einmal mehr, wieso sie die effektivste Mannschaft der Bundesliga sind. Christina Panders Schuss aus 20 Metern hätte Manuel Neuer wohl für keine grossen Probleme gestellt, wäre da nicht der Fuß von Luis Gustavo gewesen, der den Ball unhaltbar für Manuel Neuer ins andere Toreck abfälschte. Unglücklich.
Bayern mühte sich in der Folge und kam durch den eingewechselten David Alaba noch zum Anschlusstreffer. Hochverdient, keine Frage. Aber iwie war mir klar, dass es an diesem Tag nicht mehr zu einem Punkt reichen würde. Ich sollte recht behalten. Hannover spielte zu diesem Zeitpunkt auch nur noch zu zehnt, weil Cherundolo nach einem Foul an Ribery Gelb-Rot sah.
Nach einem Zufallsprodukt stand Bastian Schweinsteiger frei vor Zieler, doch der Ball fand nicht den Weg ins Tor, sondern nur an den Pfosten. Von dort sprang er dann genau so unglücklich weg, dass Ivica Olic den Ball nicht erreichen konnte. Aus dem Hintergrund rauschte Philipp Lahm heran und wurde von Rausch zu Fall gebracht. Elfmeter? Mitnichten! Manuel Gräfe krönte seine schwache Leistung und ließ das Spiel weiterlaufen. Und apropos schwache Leistung…Welches Spiel hat eigentlich Marcel Reif gesehen?
Aber über was hätte man auch gross schreiben sollen. Der Boulevard hat das Thema Arjen Robben ja bereits totgeritten, Breno geht’s inzwischen auch wieder besser und rein sportlich gesehen war beim FC Bayern ja sowieso alles in bester Ordnung. Selbst die Konkurrenz ergab sich in Demut der Überlegenheit der grossen Bayern. Eine Anerkennung der bisherigen Leistungen oder doch nur ein perfider Plan die Münchener in ihrem Gefühl der Überlegenheit einzulullen?
Was auch immer der Grund dafür war: Die Bayern haben nachgelassen.
Und sobald sich eine Krise andeutet – da kann man sich sicher sein – kommen die Ratten wieder aus ihren Löchern gekrochen, kommen längst vergessene Kritiker mit erhobenem Zeigefinger aus der Versenkung hervor, um darauf hinzuweisen, dass sie es ja schon immer gesagt haben, kommen die abgewracktesten Blogger zurück aus dem Vorruhestand und verteilen ihre Weisheiten unter dem Volk. Hier bin ich also wieder.
Aber der Reihe nach. Ich ärger mich eigentlich nicht sehr über die Niederlage. Für mich war schon vorher klar, dass es ein ganz schweres Spiel werden würde. Hannover ist eine taktisch hervorragend eingestellte Mannschaft, die praktisch keine Schwachstellen hat und sehr unangenehm zu spielen ist. Vor allem für spielstarke Mannschaften, wie wir es sind, ist Hannover aufgrund des hervorragenden Umschaltverhaltens eine latente Gefahr. Nun kam es also wie es kommen musste. Die Bayern erwischten nicht ihren besten Tag, allen voran die Nationalspieler Lahm, Gomez, Müller, und so verlor man nicht nur Jerome Boateng, sondern auch das zweite Pflichtspiel in dieser Saison. Wie gesagt, die Niederlage an sich finde ich nicht weiter dramatisch. Vielleicht ist jedoch das gerade die Gefahr für die Münchener.
Das Spiel hatte gleich mehrere Schlüsselszenen, die leider alle nicht sonderlich gut für uns abliefen. Die erste davon war gleichzeitig die ärgerlichste. Phillip Lahm verursachte mit amateurhaftem Abwehrverhalten den Elfmeter gegen Cherundolo, nachdem er zunächst viel zu spät mit in die Mitte gerückt war. Eine Szene wie man sie vom Kapitän sehr selten sieht, nichtsdestotrotz zeigt die Formkurve von Lahm in den letzten Spielen klar nach unten. Gegen Neapel leitete er mit einem Stellungsfehler den Ausgleich ein und auch gegen Hannover war der Elfmeter mitentscheidend für die Niederlage. Umso ärgerlicher war die Szene, weil Cherundolo mit dem Rücken zum Tor zudem von Badstuber und Ribery flankiert wurde und die Szene ohne Lahms Einschreiten wahrscheinlich niemals gefährlich geworden wäre. Beim Elfmeter von Abdellaoue war Manuel Neuer dann machtlos und der Gegentorrekord war dahin. Finde ich persönlich nicht weiter tragisch, irgendwann musste es eben passieren und Manuel Neuer hat noch lange genug Zeit auf des Titans Spuren zu wandeln.
Bis zu diesem Zeitpunkt lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Abdellaoue scheiterte freistehend vor Neuer am Pfosten. Mario Gomez Kopfball wurde von Zieler weltklasse pariert und Toni Kroos Schuss aus gut 20 Metern landete an der Latte des Hannover Tores.
Kurze Zeit folgte dann die Szene, die heute und nach dem Spiel die Berichterstattung beherrschen sollte. Zunächst ein neutraler Blick auf den Ablauf der Szene: Rafinha kommt gegen Pinto an der Seitenauslinie einen Schritt zu spät und trifft ihn (Ja, er trifft ihn.) leicht (Ja, leicht.) am Fuß. Pinto liegt hinter der Auslinie und die Vereinsärzte wollen ihn behandeln. Toni Kroos geht zu Pinto und sagt ihm dann noch ein paar Nettigkeiten. Ich vermute etwas in die Richtung: „Stell dich nicht so an, so schlimm war‘s nicht.“ Ein weiterer Arzt/ Sanitäter kommt hinzu und stößt Toni Kroos leicht weg, dieser revanchiert sich ebenfalls mit einem leichten Schubser. Dann kommt Christian Schulz hinzu der Toni Kroos energisch wegstößt, sodass dieser mit dem hinter ihm stehenden Jerome Boateng zusammenstößt. Jerome Boateng stößt daraufhin heftig gegen die Brust von Christian Schulz. Rudelbildung. Alle dabei.
Für mich gibt es jetzt mehrere Blickwinkel auf diese Szene. Erstens möchte ich sagen, wie sehr mich das Verhalten von Toni Kroos oder Jerome Boateng aus Gründen der Fairness auf die Palme bringt. Ja, das Verhalten von Pinto war theatralisch und diente einzig dem Zweck das Foul schlimmer aussehen zu lassen als es war, damit Rafinha eine gelbe Karte bekommt. Ja, ich bin auch Sportler und weiß wie einen sowas manchmal auf die Palme bringen kann, aber („for fucks sake!!!“) da bleib ich als souveräner Tabellenführer dann eben einfach mal weg, akzeptiere die gelbe Karte und spiele mein Spiel weiter. So wäre es nämlich zu dieser ganzen Eskalation nicht gekommen. Genauso muss man allerdings sehen, dass Toni Kroos sowohl zuerst vom Arzt der Hannoveraner gestoßen wurde, als auch danach der Körperkontakt zunächst von Schulz und dann von Boateng ausging. Ich möchte hier noch Mirko Slomka ausdrücklich lobend erwähnen, der sich allem Anschein nach darum bemühte, dass der Schiedsrichter in dieser unübersichtlichen Szene auf Sanktionen verzichtet und das Spiel einfach weiterlaufen lässt.
Es kam jedoch anders. Der vierte Offizielle machte Jerome Boateng als Hauptschuldigen aus und zeigte ihm Rot, während Christian Schulz mit Gelb davonkam. Kann man bemängeln, aber im ersten Moment war das auch für mich die richtige Entscheidung. Je öfter ich die Szene jedoch betrachte, desto mehr setzt sich der Eindruck durch, dass es mit zweimal Gelb auch getan gewesen wäre. Boateng hat Schulz nicht geschlagen – wie es in Teilen der Sportpresse dargestellt wurde – noch war Rot die „einzig richtige“ oder „absolut richtige“ Entscheidung. Es war eine unübersichtliche Szene, die vom Schiedsrichter überinterpretiert wurde, was das Spiel massiv beeinflussen musste.
Was man jedoch als klare Fehlentscheidung bezeichnen muss, ist dass Christian Schulz wenige Minuten vor der Pause nach einem Trikotvergehen gegen Thomas Müller nicht vom Platz gestellt wurde. Da waren sich dann auch nach dem Spiel alle Beteiligten einig, eine klare Fehlentscheidung. Hannover ging also vollzählig in die Pause, wo Mirko Slomka NATÜRLICH Christian Schulz auswechselte.
In der Folge entwickelte sich ein gutes Spiel beider Mannschaften. Hannover lauerte natürlich auf Konter und die Münchener zeigten jetzt deutlich mehr Einsatz als in der Anfangsphase. Mario Gomez scheiterte gleich zweimal am herausragenden Ron Robert Zieler. Auf der anderen Seite zeigte Hannover einmal mehr, wieso sie die effektivste Mannschaft der Bundesliga sind. Christina Panders Schuss aus 20 Metern hätte Manuel Neuer wohl für keine grossen Probleme gestellt, wäre da nicht der Fuß von Luis Gustavo gewesen, der den Ball unhaltbar für Manuel Neuer ins andere Toreck abfälschte. Unglücklich.
Bayern mühte sich in der Folge und kam durch den eingewechselten David Alaba noch zum Anschlusstreffer. Hochverdient, keine Frage. Aber iwie war mir klar, dass es an diesem Tag nicht mehr zu einem Punkt reichen würde. Ich sollte recht behalten. Hannover spielte zu diesem Zeitpunkt auch nur noch zu zehnt, weil Cherundolo nach einem Foul an Ribery Gelb-Rot sah.
Nach einem Zufallsprodukt stand Bastian Schweinsteiger frei vor Zieler, doch der Ball fand nicht den Weg ins Tor, sondern nur an den Pfosten. Von dort sprang er dann genau so unglücklich weg, dass Ivica Olic den Ball nicht erreichen konnte. Aus dem Hintergrund rauschte Philipp Lahm heran und wurde von Rausch zu Fall gebracht. Elfmeter? Mitnichten! Manuel Gräfe krönte seine schwache Leistung und ließ das Spiel weiterlaufen. Und apropos schwache Leistung…Welches Spiel hat eigentlich Marcel Reif gesehen?
Mittwoch, 28. September 2011
Bayern - Manchester City: Der Twitter-Spielfilm
Heute im Twitter-Spielfilm: Hoffen vor dem Anpfiff, jede Menge Pessimismus und schlechtes Karma, Dzeko deckt Lahm und eine Prise Euphorie.
redrobbery Red Robbery
The following tweet is an act of desperation, a try to change our fate.
redrobbery Red Robbery
DANIEL VAN BUYTEN WILL PLAY A BRILLIANT MATCH.
zarl Carl Kersten
Der erste richtige Gegner - jetzt echt ma! Auf geht's, ihr #Roten #FCB #fcbayern
baziblogger Andi
Man, derart aufgeregt war ich bei einem Spiel in der Gruppenphase wohl noch nie. Auf ein tolles Spiel für die Bayern. #fcb
flinsi Frank Lapidus
Gibt's in Stadelheim Sky?
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Fazit nach 12 Min: Dickes Brett.
babaphil Philipp Kurios
Ich sags nur ungern, aber ich habn schlechtes Gefühl. #fcb #mancity
babaphil Philipp Kurios
Dzeko is gut drauf... (Boris Becker tweet) <-- den er anscheinend wieder gelöscht hat^^ baziblogger Andi
Na, Herr Kroos, leicht überfordert?
helmi Frank Helmschrott
unfassbares gemecker bei twitter und von reif. Unterlegen zu sein scheint ein Verbrechen als #fcb Fehler sind nicht erlaubt.
PatschBella Isabella Donnerhall
SCHNUUUUUUUUUUUUUUUUCKI! #fcb #cl
spox SPOX Redaktion
Mario Gomez. Manchmal wie ein Stein im Kieswerk, dann wieder wie ein Glas Wasser in der Sahara. 1:0. #fcb
helmi Frank Helmschrott
Hündchenstellung anyone #dzeko
PatschBella Isabella Donnerhall
*luftholen* SCHNUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUCKIIIIIIIIIIIIIIIIIII!!!!! #cl #fcb
spox SPOX Redaktion
Mario Gomez. Die Schachtel Pralinen unter den Stürmern. #fcb #cl
flinsi Frank Lapidus
Aber die eigentliche Frage: Welches Spiel glotzt eigentlich der Reif?
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Heynckes reagiert auf Citys Wechsel und bringt McInally für Kroos.
helmi Frank Helmschrott
Beeindruckende Spielkontrolle bisher in HZ2 #fcb
baziblogger Andi
Also ergibt sich jetzt auch Manchester City vor den Bayern. War immerhin eine Zeit lang sowas wie ein Gegner. Mia san mia! ;-)
schommr c.
Wie #ManCity keinen Bock mehr hat. #fcb #cl
helmi Frank Helmschrott
Sitze mit meinem Weißbier auf der Couch und applaudiere. #fcb
agitpopblog Baron von Agitpop
Wer ist dieser Mann? Und warum darf er den Ball in die Hand nehmen? #fcb
FCBayernLive FCBayern Live
That’s the end !! Bayern won 2-0 Against Manchester City ! Incredible team performance ! Thank you men !
GrantWahl Grant Wahl
So maybe Manchester isn't the center of the fútbol universe after all?
saebenerstr Fabian W.
Meine Fresse hatten wir die im Griff. Komm mir keiner mit "die starken Gegner kommen erst noch".
Arne1904 Arne Arps
Ich dachte, die Leute gehen zum Fußball, weil man vorher nie weiß, wie es ausgeht. Aber warum gehen dann so viele zum FC Bayern?
voegi79 Patrick Völkner
Ich euphorisiere mal ein bisschen: Der beste September der Vereinsgeschichte. #FCB
redrobbery Red Robbery
The following tweet is an act of desperation, a try to change our fate.
redrobbery Red Robbery
DANIEL VAN BUYTEN WILL PLAY A BRILLIANT MATCH.
zarl Carl Kersten
Der erste richtige Gegner - jetzt echt ma! Auf geht's, ihr #Roten #FCB #fcbayern
baziblogger Andi
Man, derart aufgeregt war ich bei einem Spiel in der Gruppenphase wohl noch nie. Auf ein tolles Spiel für die Bayern. #fcb
flinsi Frank Lapidus
Gibt's in Stadelheim Sky?
FCBSpox SPOX-Gruppe FCB
Fazit nach 12 Min: Dickes Brett.
babaphil Philipp Kurios
Ich sags nur ungern, aber ich habn schlechtes Gefühl. #fcb #mancity
babaphil Philipp Kurios
Dzeko is gut drauf... (Boris Becker tweet) <-- den er anscheinend wieder gelöscht hat^^ baziblogger Andi
Na, Herr Kroos, leicht überfordert?
helmi Frank Helmschrott
unfassbares gemecker bei twitter und von reif. Unterlegen zu sein scheint ein Verbrechen als #fcb Fehler sind nicht erlaubt.
PatschBella Isabella Donnerhall
SCHNUUUUUUUUUUUUUUUUCKI! #fcb #cl
spox SPOX Redaktion
Mario Gomez. Manchmal wie ein Stein im Kieswerk, dann wieder wie ein Glas Wasser in der Sahara. 1:0. #fcb
helmi Frank Helmschrott
Hündchenstellung anyone #dzeko
PatschBella Isabella Donnerhall
*luftholen* SCHNUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUCKIIIIIIIIIIIIIIIIIII!!!!! #cl #fcb
spox SPOX Redaktion
Mario Gomez. Die Schachtel Pralinen unter den Stürmern. #fcb #cl
flinsi Frank Lapidus
Aber die eigentliche Frage: Welches Spiel glotzt eigentlich der Reif?
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Heynckes reagiert auf Citys Wechsel und bringt McInally für Kroos.
helmi Frank Helmschrott
Beeindruckende Spielkontrolle bisher in HZ2 #fcb
baziblogger Andi
Also ergibt sich jetzt auch Manchester City vor den Bayern. War immerhin eine Zeit lang sowas wie ein Gegner. Mia san mia! ;-)
schommr c.
Wie #ManCity keinen Bock mehr hat. #fcb #cl
helmi Frank Helmschrott
Sitze mit meinem Weißbier auf der Couch und applaudiere. #fcb
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Wer ist dieser Mann? Und warum darf er den Ball in die Hand nehmen? #fcb
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That’s the end !! Bayern won 2-0 Against Manchester City ! Incredible team performance ! Thank you men !
GrantWahl Grant Wahl
So maybe Manchester isn't the center of the fútbol universe after all?
saebenerstr Fabian W.
Meine Fresse hatten wir die im Griff. Komm mir keiner mit "die starken Gegner kommen erst noch".
Arne1904 Arne Arps
Ich dachte, die Leute gehen zum Fußball, weil man vorher nie weiß, wie es ausgeht. Aber warum gehen dann so viele zum FC Bayern?
voegi79 Patrick Völkner
Ich euphorisiere mal ein bisschen: Der beste September der Vereinsgeschichte. #FCB
"Die richtigen Gegner kommen erst noch."
Wochenlang, schon gibt es einen Satz, den sich der FC Bayern und seine Fans in regelmäßigen Abständen anhören müssen: „Die richtigen Gegner kommen erst noch.“
5:0 gegen den HSV oder 7:0 gegen Freiburg. „Die richtigen Gegner kommen erst noch.“
Zwei souveräne Auswärtserfolge gegen Kaiserslautern und den FC Schalke. „Die richtigen Gegner kommen erst noch.“
Ein gelungener Start in die Champions League. 2:0 gegen ein überfordertes Villareal. „Die richtigen Gegner kommen erst noch.“
Diese Woche war es dann endlich soweit, der FC Bayern empfing in der heimischen Arena zunächst Bayer 04 Leverkusen, selbsternannter Titelfavorit in der Bundesliga, und mit Manchester City war der Zweite der Premier League in München zu Gast. Die Bilanz dieser Spitzenspiele: Sechs Punkte, 5:0 Tore und die sich langsam durchsetzende Erkenntnis: Es liegt nicht an den Gegnern, wir sind derzeit wirklich so gut.
Mit dem Heimsieg gegen Leverkusen hatte wohl fast jeder gerechnet. Leverkusen in München, das war selbst, wenn es mal nicht so lief, meistens eine sichere Sache für die Münchner. Auch dieses Mal ergaben sich die Leverkusener schnell ihrem Schicksal.
Gut für uns, denn so konnte die Mannschaft, um den einmal mehr groß aufspielenden Ribery, bereits nach 50 Minuten mit dem Auslaufen beginnen, um sich für das Spiel am Dienstag zu schonen. Arrogant? Mitnichten. Was soll schon groß passieren, wenn der Gegner bereits nach einer guten halben Stunde das Fußballspielen einstellt. Ein gutes Pferd springt eben nur so hoch es muss.
Auch Manchester City zeigte nur eine knappe halbe Stunde, zu was die Mannschaft in der Lage ist, bevor die Münchener dann mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel übernahmen. Zugegeben: Wenn der Schiedsrichter die beiden berechtigen Elfmeter für City pfeift geht das Spiel vielleicht anders aus. (Übrigens wieder Mal ein Spiel, bei dem man sich fragen muss, wozu es eigentlich diese Torrichter gibt, wenn sie solche klaren Dinger aus fünf Meter Entfernung bei absolut freier Sicht nicht erkennen) Aber es kam eben nicht so. Und schließlich hat ja niemand den Gästen verboten länger als 30 Minuten guten Fußball zu spielen.
Die Großchance für Schweinsteiger war dann der Weckruf für die Bayern. Was schon bei Ivan Drago galt, traf an diesem Abend auch auf den Gegner Manchester City zu: „Du musst ihm zeigen, dass du ihm wehtun kannst!“ Ab diesem Moment war der FC Bayern ganz klar Chef im Ring. Vorne stand Gomez zweimal genau da, wo ein Stürmer stehen muss, hinten ließen die Münchener trotz des Ausfalls von Holger Badstuber fast nichts mehr zu. Dzeko und Aguero blieben über weite Strecken des Spiels blass und Carlos Tevez hatte erst gar keine Lust ins Spielgeschehen einzugreifen. Verständlich, denn derzeit muss es wirklich mehr als frustrierend sein gegen uns anzutreten.
Was ist also das Fazit dieser Frühphase der Saison?
Erstens: Es ist die Frühphase der Saison. Nichts ist gewonnen, nichts ist verloren. Die Saison geht noch lang. (Überlege mir ein Trinkspiel einzuführen, bei dem man jedes Mal trinken muss, wenn ein Bayernspieler diesen Satz nach dem Spiel sagt – holy crap, that would be fun.)
Zweitens: Platz eins in der Liga, 18 Punkte, 21:1 Tore. Zwei deutliche Siege zum Auftakt in der Champions League und noch kein Gegentor im internationalen Wettbewerb, dazu stehen wir im Achtelfinale des DFB-Pokals. (DUh?!)
Drittens: Wir spielen – die beiden Spiele gegen Gladbach und Wolfsburg ausgeklammert – sehr guten und konzentrierten Fußball.
Soweit zum Stand der Dinge. Eine Frage bleibt dabei jedoch.
Wer sind diese ominösen „richtigen Gegner“ von denen alle immer sprechen? Und wie viele gibt es davon, wenn der FC Bayern so weiterspielt? Ist es vielleicht der SSC Neapel? Zugegeben ich bin durchaus überrascht davon, wie die Italiener bisher aufgetreten sind in dieser Saison. Vor allem auf Marek Hamsik oder - wie ich ihn nenne - Christian Lell mit Iro sollte man höllisch aufpassen.
Trotzdem bin ich mir sicher, dass wir die nächsten Hürden auch nehmen werden. Die Mannschaft wirkt stabil und es scheint im Moment einfach alles zu stimmen.
Vielleicht gibt es derzeit nur eine Mannschaft in Europa, die uns schlagen kann.
Aus dem letzten Jahr wissen wir alle jedoch noch zu gut, dass man auch gegen schlechtere Gegner verlieren kann. Allein der Glaube daran fehlt mir.
Bitte genau so weitermachen!
5:0 gegen den HSV oder 7:0 gegen Freiburg. „Die richtigen Gegner kommen erst noch.“
Zwei souveräne Auswärtserfolge gegen Kaiserslautern und den FC Schalke. „Die richtigen Gegner kommen erst noch.“
Ein gelungener Start in die Champions League. 2:0 gegen ein überfordertes Villareal. „Die richtigen Gegner kommen erst noch.“
Diese Woche war es dann endlich soweit, der FC Bayern empfing in der heimischen Arena zunächst Bayer 04 Leverkusen, selbsternannter Titelfavorit in der Bundesliga, und mit Manchester City war der Zweite der Premier League in München zu Gast. Die Bilanz dieser Spitzenspiele: Sechs Punkte, 5:0 Tore und die sich langsam durchsetzende Erkenntnis: Es liegt nicht an den Gegnern, wir sind derzeit wirklich so gut.
Mit dem Heimsieg gegen Leverkusen hatte wohl fast jeder gerechnet. Leverkusen in München, das war selbst, wenn es mal nicht so lief, meistens eine sichere Sache für die Münchner. Auch dieses Mal ergaben sich die Leverkusener schnell ihrem Schicksal.
Gut für uns, denn so konnte die Mannschaft, um den einmal mehr groß aufspielenden Ribery, bereits nach 50 Minuten mit dem Auslaufen beginnen, um sich für das Spiel am Dienstag zu schonen. Arrogant? Mitnichten. Was soll schon groß passieren, wenn der Gegner bereits nach einer guten halben Stunde das Fußballspielen einstellt. Ein gutes Pferd springt eben nur so hoch es muss.
Auch Manchester City zeigte nur eine knappe halbe Stunde, zu was die Mannschaft in der Lage ist, bevor die Münchener dann mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel übernahmen. Zugegeben: Wenn der Schiedsrichter die beiden berechtigen Elfmeter für City pfeift geht das Spiel vielleicht anders aus. (Übrigens wieder Mal ein Spiel, bei dem man sich fragen muss, wozu es eigentlich diese Torrichter gibt, wenn sie solche klaren Dinger aus fünf Meter Entfernung bei absolut freier Sicht nicht erkennen) Aber es kam eben nicht so. Und schließlich hat ja niemand den Gästen verboten länger als 30 Minuten guten Fußball zu spielen.
Die Großchance für Schweinsteiger war dann der Weckruf für die Bayern. Was schon bei Ivan Drago galt, traf an diesem Abend auch auf den Gegner Manchester City zu: „Du musst ihm zeigen, dass du ihm wehtun kannst!“ Ab diesem Moment war der FC Bayern ganz klar Chef im Ring. Vorne stand Gomez zweimal genau da, wo ein Stürmer stehen muss, hinten ließen die Münchener trotz des Ausfalls von Holger Badstuber fast nichts mehr zu. Dzeko und Aguero blieben über weite Strecken des Spiels blass und Carlos Tevez hatte erst gar keine Lust ins Spielgeschehen einzugreifen. Verständlich, denn derzeit muss es wirklich mehr als frustrierend sein gegen uns anzutreten.
Was ist also das Fazit dieser Frühphase der Saison?
Erstens: Es ist die Frühphase der Saison. Nichts ist gewonnen, nichts ist verloren. Die Saison geht noch lang. (Überlege mir ein Trinkspiel einzuführen, bei dem man jedes Mal trinken muss, wenn ein Bayernspieler diesen Satz nach dem Spiel sagt – holy crap, that would be fun.)
Zweitens: Platz eins in der Liga, 18 Punkte, 21:1 Tore. Zwei deutliche Siege zum Auftakt in der Champions League und noch kein Gegentor im internationalen Wettbewerb, dazu stehen wir im Achtelfinale des DFB-Pokals. (DUh?!)
Drittens: Wir spielen – die beiden Spiele gegen Gladbach und Wolfsburg ausgeklammert – sehr guten und konzentrierten Fußball.
Soweit zum Stand der Dinge. Eine Frage bleibt dabei jedoch.
Wer sind diese ominösen „richtigen Gegner“ von denen alle immer sprechen? Und wie viele gibt es davon, wenn der FC Bayern so weiterspielt? Ist es vielleicht der SSC Neapel? Zugegeben ich bin durchaus überrascht davon, wie die Italiener bisher aufgetreten sind in dieser Saison. Vor allem auf Marek Hamsik oder - wie ich ihn nenne - Christian Lell mit Iro sollte man höllisch aufpassen.
Trotzdem bin ich mir sicher, dass wir die nächsten Hürden auch nehmen werden. Die Mannschaft wirkt stabil und es scheint im Moment einfach alles zu stimmen.
Vielleicht gibt es derzeit nur eine Mannschaft in Europa, die uns schlagen kann.
Aus dem letzten Jahr wissen wir alle jedoch noch zu gut, dass man auch gegen schlechtere Gegner verlieren kann. Allein der Glaube daran fehlt mir.
Bitte genau so weitermachen!
Montag, 19. September 2011
Die Bayern auf Schalke - Jede Menge Klartext
Im Klartext: Der FC Bayern ließ dem FC Schalke am Wochenende keine Chance und marschiert weiter. Auch aus dem Pott kamen die Münchener mit drei Punkten und einer weißen Weste nach Hause.
Vor dem Spiel gab es natürlich nur ein Thema in den Medien: Manuel Neuer. Wie würde er von seiner ehemaligen Fankurve empfangen werden? Wie würde er sich verhalten?
Von der Heftigkeit der Proteste war ich nicht überrascht. Der Fußballfan im Kollektiv ist eben auf demselben geistigen Niveau wie ein Nutellabrot anzusiedeln und der Ultra im Kollektiv schafft es selbst das noch spielend zu unterbieten. Man muss sich nur mal die Bilder der Leute anschauen, die da pöbeln, ich glaube das genügt als Statement. Die Proteste waren geschmacklos und gingen – da gibt es keine zwei Meinungen – absolut unter die Gürtellinie. Was mich jedoch wirklich schockiert hat waren die Reaktionen von Horst Heldt. Angesprochen auf die Transparente sagte er in der Pause nur:
„Jeder hat das Recht den Gast so zu empfangen, wie er es für richtig hält.“
Ganz ehrlich, wie kann ich mich denn als Verantwortlicher derartige Statements von mir geben? Da muss ich mich doch hinstellen und sagen, Leute das geht zu weit, Manuel hat viel für den Verein getan und was ihr da abzieht hat der Junge einfach nicht verdient. Aber dafür fehlen Heldt eben einfach die Eier, man muss es so deutlich sagen. Profillos, charakterlos, einfach ein absoluter Unsympath dieser Mann und das nicht erst seit diesem Wochenende.
Ich behaupte nicht, dass die Bayernfans anders reagiert hätten, aber ich bin mir sehr sicher, dass ein Uli Hoeneß, Kalle Rummenigge oder Christian Nerlinger so etwas niemals zugelassen oder verteidigt hätte. Wenigstens Benedikt Höwedes und Ralf Fährmann stellten sich nach dem Spiel vor die Kameras und verteidigten Neuer. Ich mag Männer die Klartext reden. Das hätte ich mir jedoch auch einfach von der Führungsebene der Schalker gewünscht – aber da sitzt der Stachel wohl ähnlich tief, wie bei den Fans.
Rein fußballerisch war nach 90 Minuten vor allem eines deutlich: Der FC Bayern spielt derzeit in einer eigenen Liga. Leistete Schalke in der ersten Halbzeit zumindest noch Widerstand, ergaben sich die Knappen in Hälfte Zwei auf dem Feld und auf der Tribüne der Überlegenheit der Bayern. Und dass, obwohl den Münchenern mit Mario Gomez und Arjen Robben – später auch noch Luiz Gustavo – drei wichtige Spieler fehlten. Ich mag es wenn man Taten sprechen lässt.
Der Spielverlauf glich dem vom Auswärtsspiel in Villareal fast aufs Haar. Durch ein frühes Tor von Nils Petersen gingen die Münchener in Führung. In der Folge spielte Schalke ordentlich mit und kam durch Huntelaar und Raul zu einigen guten Tormöglichkeiten. In der zweiten Hälfte drückten die Münchener aufs Tempo und schon war es vorbei mit der Schalker Herrlichkeit. Es ist schon beeindruckend, wie scheinbar spielend es der Mannschaft derzeit gelingt das Tempo bei Bedarf zu verschärfen und den Gegner zu dominieren. Thomas Müller (!) machte dann mit seinem ersten Pflichtspieltor der Saison den Sack in der 75. Minute zu.Für ihn freut es mich besonders. Was Müller an Metern macht und wie oft er damit Räume für seine Mitspieler schafft, kann man gar nicht hoch genug bewerten. Als Abwehrspieler weiß man nie, wo er als nächstes auftaucht. Nach dem Spiel brachte es der Torschütze auf den Punkt:
"Wir stehen defensiv gut, haben viele Ideen in der Offensive und einen richtig guten Trainer."
Ich mag Männer die Klartext reden.
In der Defensive standen Boateng und Badstuber über weite Strecken sicher. Boateng glänzte zudem mit 100% angekommenen Pässen und 80% gewonnenen Zweikämpfen – erneut ein ganz starker Auftritt des Neuzugangs. Die Szene mit Matip war für mich jedoch ein Elfmeter und über einen Pfiff hätte sich wohl auch niemand beschwert.
Vorne ersetze Petersen den verletzten Gomez ordentlich, auch wenn dem Jungen vor dem Tor im Moment noch ein wenig die Ruhe fehlt. Aber das wird schon noch. Der Cottbuser ist sympathisch und scheint bodenständig genug zu sein, um sich und seine Leistung richtig einschätzen zu können. Ich mag Männer die Klartext reden.
Was mich noch mehr begeistert als die tolle Punkteausbeute ist diese starke Defensive. Boateng und Rafinha sind für mich eindeutig richtig gute Verstärkungen und heben die Abwehr qualitativ auf ein ganz anderes Level. Wenn die Mannschaft so weiterspielt ist sie zumindest national diese Saison nicht zu stoppen. Auf den Titelträger aus Dortmund hat das Team nun bereits acht Punkte Vorsprung.
Nach dem Spiel redete Jupp Heynckes dann Klartext. Die Spekulation, ob der FC Bayern einen Arjen Robben überhaupt noch braucht, quittierte er mit einer Liebeserklärung an den Holländer. Und auch zu den Anfeindungen gegen Neuer nahm er deutlich Stellung und hob die Verdienste Neuers für Schalke und dessen Professionalität und guten Charakter hervor. Gut so Jupp!
Ich mag Männer die Klartext reden.
Vor dem Spiel gab es natürlich nur ein Thema in den Medien: Manuel Neuer. Wie würde er von seiner ehemaligen Fankurve empfangen werden? Wie würde er sich verhalten?
Von der Heftigkeit der Proteste war ich nicht überrascht. Der Fußballfan im Kollektiv ist eben auf demselben geistigen Niveau wie ein Nutellabrot anzusiedeln und der Ultra im Kollektiv schafft es selbst das noch spielend zu unterbieten. Man muss sich nur mal die Bilder der Leute anschauen, die da pöbeln, ich glaube das genügt als Statement. Die Proteste waren geschmacklos und gingen – da gibt es keine zwei Meinungen – absolut unter die Gürtellinie. Was mich jedoch wirklich schockiert hat waren die Reaktionen von Horst Heldt. Angesprochen auf die Transparente sagte er in der Pause nur:
„Jeder hat das Recht den Gast so zu empfangen, wie er es für richtig hält.“
Ganz ehrlich, wie kann ich mich denn als Verantwortlicher derartige Statements von mir geben? Da muss ich mich doch hinstellen und sagen, Leute das geht zu weit, Manuel hat viel für den Verein getan und was ihr da abzieht hat der Junge einfach nicht verdient. Aber dafür fehlen Heldt eben einfach die Eier, man muss es so deutlich sagen. Profillos, charakterlos, einfach ein absoluter Unsympath dieser Mann und das nicht erst seit diesem Wochenende.
Ich behaupte nicht, dass die Bayernfans anders reagiert hätten, aber ich bin mir sehr sicher, dass ein Uli Hoeneß, Kalle Rummenigge oder Christian Nerlinger so etwas niemals zugelassen oder verteidigt hätte. Wenigstens Benedikt Höwedes und Ralf Fährmann stellten sich nach dem Spiel vor die Kameras und verteidigten Neuer. Ich mag Männer die Klartext reden. Das hätte ich mir jedoch auch einfach von der Führungsebene der Schalker gewünscht – aber da sitzt der Stachel wohl ähnlich tief, wie bei den Fans.
Rein fußballerisch war nach 90 Minuten vor allem eines deutlich: Der FC Bayern spielt derzeit in einer eigenen Liga. Leistete Schalke in der ersten Halbzeit zumindest noch Widerstand, ergaben sich die Knappen in Hälfte Zwei auf dem Feld und auf der Tribüne der Überlegenheit der Bayern. Und dass, obwohl den Münchenern mit Mario Gomez und Arjen Robben – später auch noch Luiz Gustavo – drei wichtige Spieler fehlten. Ich mag es wenn man Taten sprechen lässt.
Der Spielverlauf glich dem vom Auswärtsspiel in Villareal fast aufs Haar. Durch ein frühes Tor von Nils Petersen gingen die Münchener in Führung. In der Folge spielte Schalke ordentlich mit und kam durch Huntelaar und Raul zu einigen guten Tormöglichkeiten. In der zweiten Hälfte drückten die Münchener aufs Tempo und schon war es vorbei mit der Schalker Herrlichkeit. Es ist schon beeindruckend, wie scheinbar spielend es der Mannschaft derzeit gelingt das Tempo bei Bedarf zu verschärfen und den Gegner zu dominieren. Thomas Müller (!) machte dann mit seinem ersten Pflichtspieltor der Saison den Sack in der 75. Minute zu.Für ihn freut es mich besonders. Was Müller an Metern macht und wie oft er damit Räume für seine Mitspieler schafft, kann man gar nicht hoch genug bewerten. Als Abwehrspieler weiß man nie, wo er als nächstes auftaucht. Nach dem Spiel brachte es der Torschütze auf den Punkt:
"Wir stehen defensiv gut, haben viele Ideen in der Offensive und einen richtig guten Trainer."
Ich mag Männer die Klartext reden.
In der Defensive standen Boateng und Badstuber über weite Strecken sicher. Boateng glänzte zudem mit 100% angekommenen Pässen und 80% gewonnenen Zweikämpfen – erneut ein ganz starker Auftritt des Neuzugangs. Die Szene mit Matip war für mich jedoch ein Elfmeter und über einen Pfiff hätte sich wohl auch niemand beschwert.
Vorne ersetze Petersen den verletzten Gomez ordentlich, auch wenn dem Jungen vor dem Tor im Moment noch ein wenig die Ruhe fehlt. Aber das wird schon noch. Der Cottbuser ist sympathisch und scheint bodenständig genug zu sein, um sich und seine Leistung richtig einschätzen zu können. Ich mag Männer die Klartext reden.
Was mich noch mehr begeistert als die tolle Punkteausbeute ist diese starke Defensive. Boateng und Rafinha sind für mich eindeutig richtig gute Verstärkungen und heben die Abwehr qualitativ auf ein ganz anderes Level. Wenn die Mannschaft so weiterspielt ist sie zumindest national diese Saison nicht zu stoppen. Auf den Titelträger aus Dortmund hat das Team nun bereits acht Punkte Vorsprung.
Nach dem Spiel redete Jupp Heynckes dann Klartext. Die Spekulation, ob der FC Bayern einen Arjen Robben überhaupt noch braucht, quittierte er mit einer Liebeserklärung an den Holländer. Und auch zu den Anfeindungen gegen Neuer nahm er deutlich Stellung und hob die Verdienste Neuers für Schalke und dessen Professionalität und guten Charakter hervor. Gut so Jupp!
Ich mag Männer die Klartext reden.
Donnerstag, 15. September 2011
Die Bayern in Villareal: Schritt eins nach München.
Zugegeben, derzeit fällt es mir wirklich schwer nicht euphorisch zu werden. Auch gestern zeigten unsere Bayern wieder eine absolut überzeugende Leistung gegen die gelben U-Boote aus Villareal. Klar war auch das nicht Barcelona oder Manchester United, aber dritter in Spanien wird man auch nicht mal eben im Vorbeigehen.
Das Spiel hatte meiner Meinung nach zwei Stars an diesem Abend, die aus einer durchweg guten Mannschaft herausragten. Der eine ist ziemlich offensichtlich: Toni Kroos. Von vielen schon als ewiges Talent verschrien zeigte er gestern und auch bereits am Samstag, dass er vor allem eines braucht: Vertrauen. (Und die Rolle hinter den Spitzen.) Derzeit ist es eine wahre Freude ihm zuzusehen. Die Präzision und die Übersicht mit der er die Bälle verteilt, die Spielintelligenz und seine Torabschlüsse nähern sich immer mehr dem an, was ich aus Leverkusener Zeiten lange vermisst hab. Nach der tollen Leistung von Samstag hatte ich (wie auf Twitter nachzulesen) bereits ein sehr gutes Gefühl vor dem Spiel und Toni hat mich diesmal nicht hängen lassen. Das Zuspiel von Ribery verwertete er mustergültig zur frühen Führung für die Bayern.
Der zweite herausragende Spieler am gestrigen Tag findet sich nicht auf vielen Zetteln wieder: Holger Badstuber. Der Youngster gewann gestern gefühlte 100% seiner Zweikämpfe und strahlt derzeit wieder die Sicherheit aus, die ihn vorletzte Saison in die Nationalmannschaft gebracht hat. Ruhig und präzise im Spielaufbau, unaufgeregt selbst in Bedrängnis (wie übrigens alle Münchener derzeit) und dazu hellwach und abgeklärt in den direkten Duellen gegen Rossi oder Nilmar – eine rundum überzeugende Vorstellung.
Damit das Ganze nicht falsch verstanden wird: Es war kein berauschendes Spiel wie gegen Freiburg oder Hamburg, aber das haben auch nur Menschen erwartet, denen nicht ganz klar ist, was Champions League bedeutet. Aber der FCB kontrollierte das Spiel absolut und ließ wieder einmal in 90 Minuten nur zwei Torschüsse des Gegners zu. So konnte Manuel Neuer wenigstens auch mal wieder zeigen, dass er mehr kann als weit abwerfen.
Den zweiten Treffer erzielte der ebenfalls stark aufspielende Rafinha in der Schlussphase. Das Spiel hätte zu diesem Zeitpunkt jedoch schon längst entschieden sein müssen. Vor dem Tor waren die Münchener jedoch teilweise noch zu verspielt. Champions League Debütant Nils Petersen scheiterte nach seiner Einwechslung zwei Mal an sich selbst und einmal am überragenden Keeper der Gastgeber, der seinen Schlenzer aus der rechten Torecke fischen konnte. Toni Kroos wollte es nach Petersens Vorlage zu genau machen setzte den Ball aus drei Metern nur an den Außenpfosten.
Einziger Wermutstropfen an diesem tollen Abend sind die Verletzungen von Mario Gomez und Daniel van Buyten. Auch gestern wurde wieder klar, dass ein Gomez in Topform nicht zu ersetzen ist. Hoffen wir das Beste.
Das Spiel hatte meiner Meinung nach zwei Stars an diesem Abend, die aus einer durchweg guten Mannschaft herausragten. Der eine ist ziemlich offensichtlich: Toni Kroos. Von vielen schon als ewiges Talent verschrien zeigte er gestern und auch bereits am Samstag, dass er vor allem eines braucht: Vertrauen. (Und die Rolle hinter den Spitzen.) Derzeit ist es eine wahre Freude ihm zuzusehen. Die Präzision und die Übersicht mit der er die Bälle verteilt, die Spielintelligenz und seine Torabschlüsse nähern sich immer mehr dem an, was ich aus Leverkusener Zeiten lange vermisst hab. Nach der tollen Leistung von Samstag hatte ich (wie auf Twitter nachzulesen) bereits ein sehr gutes Gefühl vor dem Spiel und Toni hat mich diesmal nicht hängen lassen. Das Zuspiel von Ribery verwertete er mustergültig zur frühen Führung für die Bayern.
Der zweite herausragende Spieler am gestrigen Tag findet sich nicht auf vielen Zetteln wieder: Holger Badstuber. Der Youngster gewann gestern gefühlte 100% seiner Zweikämpfe und strahlt derzeit wieder die Sicherheit aus, die ihn vorletzte Saison in die Nationalmannschaft gebracht hat. Ruhig und präzise im Spielaufbau, unaufgeregt selbst in Bedrängnis (wie übrigens alle Münchener derzeit) und dazu hellwach und abgeklärt in den direkten Duellen gegen Rossi oder Nilmar – eine rundum überzeugende Vorstellung.
Damit das Ganze nicht falsch verstanden wird: Es war kein berauschendes Spiel wie gegen Freiburg oder Hamburg, aber das haben auch nur Menschen erwartet, denen nicht ganz klar ist, was Champions League bedeutet. Aber der FCB kontrollierte das Spiel absolut und ließ wieder einmal in 90 Minuten nur zwei Torschüsse des Gegners zu. So konnte Manuel Neuer wenigstens auch mal wieder zeigen, dass er mehr kann als weit abwerfen.
Den zweiten Treffer erzielte der ebenfalls stark aufspielende Rafinha in der Schlussphase. Das Spiel hätte zu diesem Zeitpunkt jedoch schon längst entschieden sein müssen. Vor dem Tor waren die Münchener jedoch teilweise noch zu verspielt. Champions League Debütant Nils Petersen scheiterte nach seiner Einwechslung zwei Mal an sich selbst und einmal am überragenden Keeper der Gastgeber, der seinen Schlenzer aus der rechten Torecke fischen konnte. Toni Kroos wollte es nach Petersens Vorlage zu genau machen setzte den Ball aus drei Metern nur an den Außenpfosten.
Einziger Wermutstropfen an diesem tollen Abend sind die Verletzungen von Mario Gomez und Daniel van Buyten. Auch gestern wurde wieder klar, dass ein Gomez in Topform nicht zu ersetzen ist. Hoffen wir das Beste.
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